Promotionsprogramm Kulturen der Partizipation

Claas Neumann

Wissenschaftliche Ausbildung

Claas Neumann hat Europäische Geschichte und Ökonomische Bildung an der Carl von Ossietzky Universität (Oldenburg) und der Uniwersytet Jagielloński (Krakau) studiert, bevor er sich zwischen Herbst 2012 und Sommer 2014 der Bearbeitung und Koordination eines Projekts zur Untersuchung oldenburgischer Straßennamen (Gemeinschaftsprojekt der Universität Oldenburg und des Amtes für Kultur und Sport der Stadt Oldenburg) widmete. Zudem ist er seit Sommer 2011 als Organisator und Koordinator verschiedener Workshops, Sommerschulen und Vorlesungsprogramme in Erscheinung getreten. Derzeit ist er als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg tätig. Neumanns bisherige Forschungen bewegten sich vornehmlich auf den Feldern der Historischen Stereotypenforschung sowie der Historischen Erinnerungsforschung. Seine gegenwärtige Lehrtätigkeit fokussiert darüber hinaus Fragen zur Theorie und Methodik der Emotionsgeschichte sowie Aspekte der Sound- und Visual-History der Weimarer Republik.

Projektskizze

Im Rahmen seines Promotionsvorhabens verfolgt Claas Neumann das Ziel, zeithistorische Entwick-lungslinien erinnerungskultureller Partizipation „vor Ort“ anhand entsprechender Partizipationsdis-kurse, -strukturen, -mechanismen und -praktiken nachzuzeichnen, kontextuell zu verorten und zu analysieren. Als vorläufiger Ausgangspunkt dient hier die Betrachtung sogenannter „Counter Memory“ auf lokaler Ebene: Das Aufstellen von Gegendenkmälern, das Sprühen vergangenheitsbezogener Graffiti, die Umwid-mung von Straßennamen und Denkmälern oder auch die Etablierung sogenannter Gegenarchive – unsere Gesellschaft zeitigt(e) vielerlei widerständige „Gegenerinnerungspraktiken“, die sich bezüglich ihrer ästhetischen Gestaltung, der gesellschaftlichen Positionierung ihrer Urheber oder in puncto gesellschaftliche Sprengkraft stark unterschieden und dennoch eine Gemeinsamkeit offenbarten: Das Bemühen um kulturelle Teilhabe und erinnerungskulturelle Deutungsmacht im öffentlichen Raum. Mehr...

Publikationen (Auswahl)

Neumann, Claas. "Lokalpresse." Medien und Praktiken der Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Eds. Bill Niven, Maren Röger, and Stephan, Scholz. Bielefeld: Ferdinand Schöningh, 2015. 263-274. Print.

---, and Peter Rassek. “Wissenschaftliche Untersuchung der Straßennamen der Stadt Oldenburg.“ Carl von Ossietzky Universität, 2014. Web. 

Neumann, Claas. “Medien, Praktiken und Akteure der öffentlichen Erinnerungskultur. Oldenburgs Gedenken an Flucht und Vertreibung im Zuge der 1950er Jahre.“ Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft 13 (2013): n.p. Print.

---. “Flucht, Vertreibung, Integration.“ Oldenburger Erinnerungsorte. Vom Schloss bis zur Hölle des Nordens, von Graf Anton Günther bis Horst Janssen. Ed. Mareike Witkowski. Oldenburg: 2012. 309–349. Print.

---. “Polen und Deutschland. Deutschland und Polen (1990–2010); Ursachenforschung; Feindliche Rivalität, trügerische Annäherung, Katastrophe.“ Ed. Berit Pleitner. Oldenburger Schriften zur Geschichtswissenschaft 11 (2012): 16–31; 50–61; 144–151. Print.

 

Kontakt

c.neumann(at)uni-oldenburg.de