Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften

Prekäre Arbeit in Europa - Konzepte für mehr und sichere Arbeit

"Die Europäische Integration kann nur gelingen, wenn die Mehrheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger die Vorteile eines friedlichen und sozialen Europas erkennen."

Ausgehend von dieser These will das Projekt "ZAUBER" ( Zukunft von Arbeitsbeziehungen und Arbeit in Europa) die Initiativen der Europäischen Kommission zur Schaffung von mehr Wettbewerb und Arbeitsplätzen (Lissabon- Strategie) aufgreifen, und durch einen konstruktiven Dialog zwischen Wissenschaft, Vertretern der Sozialpartner und öffentlicher Einrichtungen eine europaweite Diskussion über sinnvolle Perspektiven von Arbeitsbeziehungen und Arbeit in Europa initiieren.

Als Projektpartner dieses EU Projektes  sind die Kooperationsstellen Oldenburg und Hannover verantwortlich für das Thema: "Prekäre Beschäftigung in Europa". In diesem Rahmen wird ein Workshop gemeinsam mit dem ver.di Bundesvorstand realisiert.

Der Workshop analysiert das Ausmaß, die Formen, die Ursachen und die nationale Ausprägung prekärer Beschäftigung in Europa und untersucht mögliche Folgen für die europäische Integration. Gesucht werden tragfähige Konzepte, die die Anforderungen an flexible Arbeitsmärkte mit dem Sicherheitsbedürfnis der Beschäftigten ausgewogen berücksichtigen. Zu untersuchen ist vor diesem Hintergrund der Novellierungsbedarf der Richtlinien zu Teilzeitarbeit und Befristeter Beschäftigung. Außerdem werden Vorschläge für eine neue Richtlinie zur Leiharbeit erarbeitet. Die unterschiedlichen Konzepte in den Nationalstaaten sowie die "Flexicurity-Strategie" der Europäischen Kommission sind wichtige Ausgangspunkte. Die Diskussionen der Sozialpartner im Sozialen Dialog werden so reflektiert und mit neuen Anregungen bereichert.

Für einen internationalen Kongress im November 2008 wird dieser Themenaspekt aufbereitet und als Teil einer sozialpolitischen Erklärung bearbeitet.

Termin: 8. + 9. September 2008, ver.di Berlin