Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften

Kinder, Armut und Bildung -

Teil 1: Vortrag und Diskussion  zur Notwendigkeit der Verzahnung der Sozialsysteme 

28. November 2008, 18 .00 - 20.00 Uhr, Haus der Offenen Tür Bloherfelde, Bloherfelder Str. 170, Oldenburg 

Bildung ermöglicht den individuellen Aufstieg, versagt jedoch als gesellschaftliches Patentrezept. Wenn alle Kinder mehr Bildungsmöglichkeiten bekommen, konkurrieren sie um die wenigen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplätze womöglich nur auf einem höheren Niveau, aber nicht mit besseren Chancen. Folglich gäbe es am Ende mehr Taxifahrer mit Abitur und abgeschlossenem Hochschulstudium, aber kaum weniger Armut. Eine bessere (Aus-)Bildung erhöht die Konkurrenzfähigkeit eines Heranwachsenden auf dem Arbeitsmarkt, ohne jedoch die Erwerbslosigkeit und die (Kinder-)Armut als gesellschaftliche Phänomene zu beseitigen.

Bildung hat jedoch nicht nur eine ökonomische oder Arbeitsmarktbedeutung. Bildung ist ein wichtiges Element für die demokratische Beteiligung, für die Offenheit und die Partizipationsmöglichkeiten in einer Gesellschaft.

Referentin: 

Dr. Sabine Toppe, Universität Marburg 

Kinder, Armut und Bildung -

Teil 2: die aktuelle Situation und Handlungsmöglichkeiten vor Ort, einführender Vortrag und Podiumsdiskussion

11. Dezember 2008, 18.00 - 20.00 Uhr, Haus der Offenen Tür Bloherfelde, Bloherfelder Str. 170, Oldenburg

Mehr als 2 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland in Armut. Sogar in der Stadt Oldenburg leben 24 von 100 Kindern in materieller Armut , die seelische und soziale Folgen hat. Sportliche Betätigung, kulturelle Bildung und Klassenfreundschaften  können kaum wahrgenommen und gepflegt werden. Das Leben dieser jungen Menschen wird so nicht nur durch "Armut in der Kindheit", sondern auch durch "Armut an Kindheit" geprägt.

Ausgehend von einer Situationsbeschreibung wird es eine weiterführende Diskussion auf dem Podium und anschließend auch mit dem Publikum geben.

Refent/Moderator:

Roland Kloos , Journalist und Autor, Radio Bremen

Auf dem Podium:

Heinz Herrmann Buse, Initiativkreis Armut in Oldenburg und Leiter der Kreisgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes

Ingrid Klebingat, Kindergartenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Vorstandsmitglied Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder

Dr. Ayca Polat, Integrationsbeauftragte Oldenburg

Dr. med Heyo Prahm, Facharzt für Kinder-  und Jugendpsychatrie, Oldenburg

Lore Puntigam, Jugendhilfeplanerin Oldenburg

Dr. Heinrich Ricking, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg