Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften

Arbeit und Armut

Es gibt immer mehr Arme in unserer Gesellschaft – seit Jahren nimmt die Zahl im Zusammenhang mit der hohen Arbeitslosenzahl zu. Nun hat das IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit) festgestellt, dass in zunehmendem Maße auch bei den Menschen, die Arbeitsstellen haben, die Armut zunimmt. Über 1 Mio. Beschäftigte haben Anspruch auf zusätzliche Leistungen des Arbeitslosengeldes 2. Zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit wird seit längerer Zeit über eine Ausweitung des sog. ‚Niedriglohnsektors’ diskutiert. Es soll genau der Beschäftigungssektor ausgebaut werden, in dem sog. ‚Armutslöhne’ gezahlt werden. Durch staatliche Zuschüsse (Kombilohnmodelle) sollen Ausgleichszahlungen erfolgen. Damit werden Einkommen, die den Lebensunterhalt nicht sichern, durch Steuermittel subventioniert. Von Seiten der Gewerkschaften wird die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns favorisiert, um ‚Armutslöhne’ zu verhindern.

Auf der Tagung soll die Entwicklung zur ‚Arbeit in Armut’ aus unterschiedlichen Blickwinkeln skizziert werden. In diesem Zusammenhang wird die Denkschrift der EKD zur Armutsentwicklung in Deutschland vorgestellt.

In einem Streitgespräch werden dann verschiedene Instrumente zur Abmilderung oder Verhinderung der Armutsentwicklung vorgestellt und diskutiert.

Termin: Donnerstag, den 9.11.06
10 - 16.00 Uhr

Ort: steht noch nicht fest

ReferentInnen:

  • Prof. Dr. Traugott Jaehnichen, EKD
  • Dr. Claudia Weinkopf, IAT Bochum
  • Dr. Claus Schaefer, WSI des DGB
  • N.N., BDA

Folien von Dr. Claudia Weinkopf Arm trotz Arbeit: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland