Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften

Tagung 'Alternsgerechte Arbeit'

Ältere MitarbeiterInnen - Rückgrat der Betriebe oder altes Eisen? Folgen des demographischen Wandels und alternsgerechte Arbeit.

Sinkende Geburtenraten und eine gleichzeitige Steigerung der Lebensdauer der Menschen führen inzwischen zu einer erheblichen Veränderung der Altersstrukturen in den Unternehmen. Gleichzeitig steigen bzw. verändern sich die Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen. Zeit- und Arbeitsdruck nehmen zu, die Ansprüche an die Qualifikationen der Beschäftigten steigen. In immer kürzeren Abständen muss Neues gelernt bzw. müssen vorhandene Qualifikationen ergänzt werden.
Steht uns deshalb trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit ein Fachkräftemangel bevor?
Gehen mit dem Ausscheiden älterer ArbeitnehmerInnen aus den Betriebe wichtige Qualifikationen verloren? Aufgrund dieser Entwicklungen stellt sich in den Unternehmen zukünftig die Frage, wie mit einem steigenden Anteil älterer Mitarbeiter/innen die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalten werden kann.
Von vielen Unternehmen werden die genannten Herausforderungen mit der Einstellung bzw. Qualifizierung jüngerer Beschäftigter beantwortet. Die Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen ist ein Indiz dafür. Damit wird allerdings die notwendige Vorbereitung auf die demographische Entwicklung verpasst.
Da die Personalpolitik vieler Unternehmen auf die Neueinstellung möglichst junger ArbeitnehmerInnen bzw. deren Qualifizierung ausgerichtet ist, sind diese Unternehmen auf die demographische Entwicklung kaum vorbereitet; es wird Zeit, dieses Thema verstärkt in die Unternehmen zu tragen. Die Arbeit der betrieblichen Interessenvertretungen und der Gewerkschaften wird sich in Zukunft mehr mit diesem Themenkomplex beschäftigten müssen.
Erfahrungen aus dem Weser-Ems-Gebiet liegen dazu vor, diese und andere Maßnahmen wurden auf der Veranstaltung in Oldenburg behandelt.

Die in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Netzwerk für alternsgerechte Arbeit" sowie dem Institut für Pädagogik, Schwerpunkt Weiterbildung, beides an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, organisierte Tagung bot einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dieser Zukunftsanforderung.

Die Tagung fand am Dienstag, den 13.09.2005,von 9.30 bis ca. 15.30 im Senatssaal der Universität Oldenburg, Hörsaalzentrum Uhlhornsweg, Raum 1-111 statt.

Referenten:

Prof. Dr. Herbert Schwab, Universität Oldenburg
Dr. Günter Gebauer, BNVHS Bremen
Sabine Seemann, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Frauke Koppelin, Fachhochschule Oldenburg Ostfriesland Wilhelmshaven
Heiko Spieker, Berater beim Betriebsrat VW Nutzfahrzeuge Hannover
Eva Kuda, IGM Hauptvorstand, Frankfurt

Dokumentationen zu einigen Beiträgen stehen unter den hervorgehobenen Referentennamen zum Download im Power-Point-Format bereit und sind auch auf der Materialseite zu finden.

Einladung (pdf)