Als mein Vater ein Busch wurde

Junges Staatstheater
Von Joke van Leeuwen
Für Kinder ab 8 Jahren

Bevor Todas Vater ein Busch wurde, war er Feinbäcker und kreierte die schönsten Torten. Doch dann brach in dem Land, in dem Toda lebte, ein Krieg aus und ihr Vater musste weg, um die „einen gegen die anderen“ zu verteidigen. Zum Glück hat er ein Buch, in dem erklärt wird, wie man sich tarnen kann, etwa als Busch. Zunächst bleibt Toda bei ihrer Großmutter. Doch dann wird die Situation brenzlig und Toda wird aus Sicherheitsgründen nach „woanders“ geschickt, über die Grenze, wo ihre Mutter lebt.

Der Weg nach „woanders“ ist weit und steckt voller Gefahren und Abenteuer. Toda erzählt von ihren Ängsten während der Flucht und von skurrilen Begegnungen mit geldgierigen Schleppern, eitlen Generälen, Omas mit riesigen Schößen und gefühllosen Bürokraten. Aber Toda gibt nicht auf. Sie lernt sogar die fremde Sprache, die in „Woanders“ gesprochen wird. Und so erreicht sie am Ende tatsächlich ihre Mutter und kann auf eine Rückkehr zu ihrem Vater hoffen.

Schon immer waren Kinder besonders von Krieg und Flucht betroffen. Dennoch stehen ihre besonderen Erfahrungen und Geschichten selten im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Inszenierung wird die gesellschaftspolitische Dimension von Todas Geschichte aufgreifen, erzählt aber auch von den ersten mutigen Schritten eines Mädchens in die Selbstständigkeit.
Theaterpädagogin Hanna Puka bietet hierzu einen vor- bzw. nachbereitenden Workshop und eine Materialmappe an.

 

Termin

Premiere: 2. April 2016 im Spielraum
Weitere Vorstellungen werden in den Monatsspielplänen veröffentlicht.

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