Promotion

Arbeitstitel:

Erfahrungen bei Auslandsaufenthalten und deren Einfluss auf die Bewältigung von berufsrelevanten Herausforderungen in internationalen Klassen –

Eine Rekonstruktion von Erfahrungslernen

 

Abstract:

Die erste Forderung nach einem systematischen Aufbau der interkulturellen Kompetenz von angehenden LehrerInnen verschriftlichte die Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 1996. 19 Jahre später haben sich die Anforderungen an LehrerInnen durch eine wachsende multikulturelle Gesellschaft und Schülerschaft derart gewandelt, dass das Themenfeld der Internationalisierung der Lehramtsausbildung zunehmend strukturell von Bund und Ländern gleichermaßen behandelt wird. 

Bisher unberücksichtigt bei dieser Betrachtung sind sowohl die erforderliche Stärkung interkultureller Kompetenz während der Lehramtsausbildung als auch empirische Arbeiten zu berufsrelevanten Auslandsaufenthalten sowie deren Auswirkungen auf die berufspädagogische Praxis an deutschen Schulen.

Kann durch eigene Differenzerfahrungen im Ausland kategorisiertes Erfahrungswissen generiert werden, anhand dessen Lehrkräfte interkulturelle Handlungssituationen erkennen und deuten sowie darüber hinaus Pläne für das eigene Handeln entwickeln können?

Ziel der Arbeit ist es, Schlussfolgerungen für die Grundlegung der Professionalisierung von Lehrkräften durch Auslandsaufenthalte zu ziehen, indem Aussagen über den Lernzuwachs und die Kompetenz zum Transfer in interkulturelle Situationen in deutschen Klassenzimmern getroffen werden. Anhand der Ergebnisse kann zum einen über die Gestaltung künftiger Auslandsaufenthalte in der Lehrer_innenbildung (neu) durchdacht werden; Überlegungen für Anleitungen zum Beobachten, Beschreiben, Befragen und Reflektieren können sich überdies anschließen. Zum anderen können die individuellen Lernerfahrungen vor dem Hintergrund ihrer Verwendbarkeit für das Durchdenken von interkulturellen Situationen in deutschen Klassenzimmern in den Blick genommen werden.

Erstgutachterin: Frau Prof. (i.R.) Dr. Hanna Kiper