Aktuelles

Vorträge und Veranstaltungen

Frauen- und Familienbilder in den Religionen (Podium)

Am Donnerstag, 17. Dezember 2015, 19.30 Uhr,  setzen das Leo-Trepp-Lehrhaus und die Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ im BIS-Saal der Universität Oldenburg fort.

Im Rahmen dieser Veranstaltung findet ein Podium zum Thema "Frauen- und Familienbilder in den Religionen" mit jeweils einer Vertreterin aus Islam, Judentum und Christentum statt.

Eröffnet wird das Podium durch kurze inhaltliche Beiträge der jeweiligen Referentinnen, gefolgt von einem Gespräch, in dem das Plenum einbezogen werden kann.

Khola Maryam Hübsch, Journalistin und Autorin aus Frankfurt und ehemalige Beauftragte für den interreligiösen Dialog der Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR (Lajna Imaillah) in Deutschland, referiert über Frauen- und Familienbilder im Islam. Teilweise wird mit dem Islam undifferenziert die Unterdrückung der Frau verbunden. Unbekannt ist oft, dass der Islam ursprünglich eine Religion war, die in einer streng patriarchalischen Gesellschaft Frauenrechte entgegen großer Widerstände einführte. Welche Rolle haben dabei religiöse Gelehrtinnen im Frühislam gespielt? Wie sieht ein geschlechtergerechtes Islamverständnis aus? Und welche Funktion haben die klassisch exegetischen Auslegungsmethoden des Korans für den Diskurs um die Stellung der Familie und der Frau im Islam? Diesen und weiteren Fragen geht Khola Maryam Hübsch im Verlauf Ihres Beitrags nach.

Alina Treiger, Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, stellt am Beispiel der halachischen, d.h. im jüdischen Recht vorhandenen Entscheidungen und talmudischen Geschichten in Bezug auf Frauen im familiären Umfeld, die Rolle der Frau im Judentum dar. Auch die Rolle der jüdischen Frau in der modernen Gesellschaft soll aus den verschiedenen Perspektiven unterschiedlicher Strömungen im Judentum thematisiert werden. Dabei wird Alina Treiger den Zuhörern auch ihre eigene Perspektive als Reformrabbinerin, als Frau, Ehefrau und Mutter veranschaulichen.

Cornelia Coenen-Marx, Oberkirchenrätin der EKD, gibt in ihrem Beitrag  die Sicht auf Frauen und Familien aus der Betrachtungsweise des Christentums wieder. Seit Frauen und Männer Kinder und Karriere vereinbaren wollen, wird deutlich: das traditionelle Familienmuster, in dem Erwerbs- und Fürsorge-Arbeit nach Geschlechterrollen aufgeteilt war, erschwert die Vereinbarkeit für alle Beteiligten. Dabei war das "klassische" Familienbild der  bürgerlichen Familie des 19. Jahrhunderts auch religiös begründet - in Schöpfungsordnung und Scheidungsverbot. Deswegen fordert der gesellschaftliche Wandel die Kirchen doppelt heraus; es geht  um gesellschaftliche Verantwortung wie um religiöse Orientierung im Blick auf Kinder und Karriere, aber auch im Blick auf Gemeindeleben und Dienste.

Vortrags-Archiv

Jüdische Tradition in der dritten und vierten Generation: das Beispiel jüdischer MigrantInnen aus der ehemaligen Sowjetunion

Am Donnerstag, 26. November 2015, 19.30 Uhr,  setzen das Leo-Trepp-Lehrhaus und die Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ fort.  Im Rahmen dieser Veranstaltung referiert Frau Liana Kotliar in der Oldenburger Synagoge zum Thema Jüdische Tradition in der dritten und vierten Generation: das Beispiel jüdischer MigrantInnen aus der ehemaligen Sowjetunion.

In dem Vortrag wird es um den Weg und den Wandel jüdischer Traditionszusammenhänge im letzten Jahrhundert bis zur Gegenwart gehen. Anhand des Beispiels der eigenen Familiengeschichte wird Frau Kotliar die verschiedenen Rezeptionsprozesse jüdischen Glaubens vor, während und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion beleuchten. Dabei wird es besonders spannend sein, einzelne Lebensgeschichten und Glaubenszeugnisse zu betrachten, die für die jeweilige Zeit stehen, sich zugleich deutlich voneinander unterscheiden und doch ein gemeinsames Familienbild prägen. Außerdem wird besonders die Rolle Deutschlands als Zufluchtsort für jüdische MigrantInnen ab 1991 aus der ehemaligen Sowjetunion näher betrachtet und die Problematik für neuentstandene jüdische Einheitsgemeinden präsentiert. Schließlich wird die aktuelle Lage jüdischer Gemeinden in Deutschland und der jüngsten jüdischen Generation aufgezeigt.
Liana Kotliar, in Litauen geboren und 1998 nach Deutschland immigriert, absolvierte im 2-Fach-Bachelor das Studium der Fächer Biologie und Deutsch an der Universität Münster. Zurzeit studiert sie im Master of Education mit dem Ziel Lehrerin am Gymnasium zu werden. Neben ihrem Studium arbeitet sie für die jüdische Studentenorganisation Hillel in NRW. 

Jüdische Identitäten im 19. Jh. - Männlichkeit, Familie und die Zivilisierung jüdischer Lebenswelten in Mitteleuropa

Am Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19.30 Uhr, setzen das Leo-Trepp-Lehrhaus und die Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ im BIS-Saal der Universität Oldenburg fort.
Im Rahmen dieser Veranstaltung referiert die Stipendiatin des Graduiertenkollegs „Generationengeschichte“ der Georg-August-Universität Göttingen, Kristiane Gerhardt, zum Thema "Jüdische Identitäten im 19. Jahrhundert – Männlichkeit, Familie und die Zivilisierung jüdischer Lebenswelten in Mitteleuropa ".
Familienbeziehungen sind im westlichen Judentum seit dem frühen 19. Jh. von einem Wandel von Leitbildern und Praktiken von Männlichkeit geprägt. Vor allem junge jüdische Männer finden frühneuzeitliche Lebensformen für sich selbst nicht mehr attraktiv. Sie müssen sich neuen familialen/weiblichen Anforderungen stellen und kritisieren die vorangegangenen (Väter-) Generationen scharf. Mit der Aufhebung rabbinischer Selbstverwaltung im 19. Jh., dem Reputationsverlust ihrer Amtsträger, besonders des frühneuzeitlichen Tora-Gelehrten, wird für jüdische Männer ein zivilisiert-bürgerliches Selbstverständnis verbindlich. Der Vortrag beschäftigt sich mit prominenten Wortführern und weniger prominenten jüdischen Männern, die sich in ihren biographisch-familialen Wegen eher ähnlich sind. Mithilfe einer Vielzahl von historischen Quellen wird ein Panorama dieses familialen Umbruchs des 19. Jh.s gezeichnet. Zentral sind Lebenspraktiken jüdischer Familien, die Attraktivität ‚neuer Männlichkeit‘ sowie Sichtweisen auf und Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen. Frühneuzeitliche Praktiken als vermeintlich rückständige Lebenswelten werden dabei immer mit bedacht. Familiale Umbrüche sind Teil einer Transformation des Judentums und seiner generellen Infragestellung innerhalb deutlich wachsender westlicher Vormachtsbestrebungen seit dem späten 18. Jh. Der letzte Teil beschäftigt sich anschließend mit dem wissenschaftlichen und politischen Standort des Judentums, Aspekten der Genese eines epistemologischen Konzepts, das bis in das 20. Jh. fortwirkte.

Literarische Zeugenschaft der Shoah - Frühe Prosa über den Genozid

Am Donnerstag, 18. Juni 2015, 19.30 Uhr,  setzen das Leo-Trepp-Lehrhaus und die Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ im BIS-Saal der Universität Oldenburg fort. Im Rahmen dieser Veranstaltung referiert PD Dr. Mona Körte  zum Thema "Literarische Zeugenschaft der Shoah - Frühe Prosa über den Genozid".

Der Vortrag behandelt erste Zeugnisse von Überlebenden der nationalsozialistischen Lager und berücksichtigt dabei die Tatsache, dass Überlebenstexte in all jenen Sprachen verfasst wurden, die auch in den Lagern gesprochen worden sind. Der Fokus dieses Vortrags liegt auf dem französisch­sprachi­gen Werk Charlotte Delbos und dem italienischsprachigen Korpus Primo Levis, die bei aller Unter­schied­lichkeit in der Gestaltung spezifische Zugriffsweisen auf die Welt des Lagers ausgebildet haben.

Die Germanistin und Komparatistin Dr. Mona Körte absolvierte das Studium der Germanistik und Psychologie an der Johann Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt/Main und an der Freien Universität Berlin. Ihre Promotion legte sie am Institut für Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Berlin ab, wo sie auch ihre Habilitation in Neuere Deutsche Philologie und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft absolvierte. Seit 2010 ist Mona Körte Privatdozentin im Fachgebiet Literaturforschung am Institut für Philosophie-, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin.  Zudem ist sie als derzeit als Dozentin am Centrum für Jüdische Studien (CJS) der Karl-Franzens-Universität Graz tätig.

Konzeptionen von Familie im Talmud

„Konzeptionen von Familie im Talmud“ – zu diesem Thema referiert der Oldenburger Rabbiner Jona Simon am Donnerstag, 21. Mai 2015, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge.
Der Vortrag ist Teil der gemeinsamen Reihe "Generation - Tradition - Familie" des Leo-Trepp-Lehrhauses und der Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg. Der Vortrag u.a. auf Fragen eingehen wie „Was steht in einer Ketuba, einem Ehevertrag? Wie funktioniert ein Get, eine religiöse Scheidung? Was ist eine Mikwe?“ Die Beziehungen zwischen Mann und Frau und zwischen Eltern und Kindern  werden hier ebenso erörtert wie die Konzepte von Verlobung, Heirat, Scheidung, Wiederheirat und ehelichen Reinheitsgeboten. Das Problem der gebundenen Frau, der „Aguna“, der von Seiten ihres Mannes der Scheidebrief verwehrt wird, soll darüber hinaus kritisch diskutiert werden. Im Anschluss gibt es auch bei diesem Vortrag die Möglichkeit, im Rahmen einer Diskussionsrunde Fragen zu stellen.

„Von Kippenheim nach New York“ - Dimensionen von Mobilität und Migration in jüdischen Familien vom 18. bis 20. Jahrhundert

Am Donnerstag, 9. April 2015, 19.30 Uhr,  setzen das Leo-Trepp-Lehrhaus und die Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ in der Oldenburger Synagoge fort. Im Rahmen dieser Veranstaltung referiert Dr. phil. Lina-Mareike Dedert zum Thema "Dimensionen von Mobilität und Migration in jüdischen Familien vom 18. bis 20. Jahrhundert" .

Im Fokus des Vortrages steht die mobile Lebenswirklichkeit einer badisch-jüdischen Familie, der Familie Weill-Sonder, vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Was aber bedeuten Mobilität und Migration im familiären Kontext?  Zum einen war und ist Mobilität ein gegebenes, zentrales Moment menschlichen Lebens. Zum anderen ist die Frage nach den vielfältigen Mustern von Mobilität die übergreifende Klammer für 200 Jahre Familiengeschichte, weil sie die Darstellung und Verknüpfung familiärer Prozesse mit dem sich kontinuierlich wandelnden historischen Kontext erlaubt. Und nicht zuletzt bietet die Untersuchung von Mobilität und Migration im Kontext der jüdischen Minderheit eine interessante Belebung deutsch-jüdischer Familienbiographien, da sie andere Facetten in die Bearbeitung deutsch-jüdischer Geschichte einbringt. Daneben wird der Vortrag einen Einblick in eine spannende und überraschende Quellenbasis bieten: Vom Fund einer Privat-Genisa (= Lagerraum für nicht mehr benutzte jüdische Schriften) auf dem Dachboden bis hin zu vergessenen Familiendokumenten im Keller.

Dr. Lina-Mareike Dedert, geboren 1981, absolvierte das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Wissenschaftlichen Politik und Judaistik in Freiburg im Breisgau sowie in Basel. Sie promovierte in deutsch-jüdischer Geschichte an der Universität Potsdam. Seit 2013 ist Lina-Mareike Dedert Referentin in der Begabtenförderung beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e. V.

 

Link zum Buch "Durch Zeit und Raum - Die Familie Weill-Sonder zwischen Emanzipation und Restitution":
http://www.bebra-wissenschaft.de/verzeichnis/titel/644--durch-zeit-und-raum.html

Biblisch-theologische Konzeptionen von Familie im Alten Testament

Am Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.30 Uhr,  beginnt in der Oldenburger Synagoge (Leo Trepp Str. 17) die neue gemeinsame  Vortragsreihe „Generation – Tradition – Familie“ des Leo-Trepp-Lehrhauses und der Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität Oldenburg. Im Rahmen dieser Veranstaltung referiert Dr. theol. Kim Strübind zum Thema Biblisch-theologische Konzeptionen von Familie im Alten Testament.

Was ist eine alttestamentliche Familie? Alttestamentliche Familienkonzepte umfassen Bereiche, die  weit über den Kernbestand einer „Familie“ hinausgehen. Sie beschreiben nicht nur das Zusammenleben mehrere Generationen unter einem Dach, sondern formulieren darüber hinaus wichtige politisch-theologische Einsichten und prägten den Begriff der „Völkerfamilie“ und die Bezeichnung Israels als „Volk Gottes“. Der Vortrag spürt Gründe und soziale Ursachen einer biblischen Grundmetapher für menschliches Zusammenleben auf. Er zeigt auch, welche Vorstellungen das Alte Testament mit den Geschichten um „Abraham, Isaak und Jakob“ verband.
Dr. Kim Strübind lehrt als Dozent am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Universität Oldenburg. Er war mehrere Jahre Verwalter des Lehrstuhls für Altes Testament und ist dort auch als akademischer Sprachlehrer für Hebräisch sowie für judaistische Themen tätig. Er studierte in Berlin und Jerusalem Theologie und Judaistik und promovierte mit einer Studie zur Theologie der Chronikbücher im Alten Testament. Er ist Autor zahlreicher Aufsätze zur Hermeneutik und Religionsgeschichte des Alten Testaments und zudem Gründungsmitglied im Beirat des Leo-Treppe-Lehrhauses der Oldenburger Synagoge.

6. November: Vortrag "Feldrabbiner im 1. Weltkrieg"

  • Referent: Prof. Dr. Walter Homolka
  • Zeit: Do., 6. November, 19.30h
  • Ort: Vortragssaal der Landesbibliothek Oldenburg
  • Kurzbeschreibung: Im Ersten Weltkrieg kümmerten sich Feldrabbiner um die religiösen Belange der jüdischen Soldaten in den deutschen Streitkräften. Ihr Einsatz ist Beleg für den großen Anteil an deutsch-jüdischen Soldaten und zugleich Zeugnis für deren patriotische Grundeinstellung: Für zahlreiche "deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens", wie sich viele Juden zu der Zeit bezeichneten, war der Militärdienst mit der Hoffnung auf Anerkennung und gesellschaftliche Gleichstellung verbunden. - Walter Homolka ist Professor für Jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam und Direktor des Abraham-Geiger-Kollegs, einem liberal ausgerichteten Rabbinerseminar. Mit seinen Vortrag eröffnet er die Ausstellung "Feldrabbiner in deutschen Streitkräften des Ersten Weltkriegs" in der Landesbibliothek Oldenburg. Diese beleuchtet die Entwicklung der Militärseelsorge im Allgemeinen und stellt anschließend die jüdische Militärseelsorge und die Arbeit der Feldrabbiner im Ersten Weltkrieg in den Mittelpunkt.

Diskussion über Religionsfreiheit

Mit einer Diskussionsrunde zum Thema "Religionsfreiheit" wird die gleichnamige Vorlesungsreihe am Donnerstag, 8. Dezember 2012, 19.30 Uhr, im Bibliothekssaal (Campus Haarentor) abgeschlossen. Auf dem Podium diskutieren Jonah Sievers, Landesrabbiner von Niedersachsen, Alina Treiger, Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, Prof. Dr. Bülent Ucar, Hochschullehrer für Islamische Religionspädagogigik an der Universität Osnabrück, und Prof. Dr. Dagmar Freist, Hochschullehrerin für Geschichte der frühen Neuzeit. Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg, der Ev. Kirchenkreis Oldenburg, das Dekanat Oldenburg der Kath. Kirche, das Forum St. Peter und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Kontaktinformationen finden Sie hier.

Tannu Rabbanan - wie ein Rabbiner seine Bibel liest

Am 27. Juni 2013 wird um 19.30 Uhr in der Oldenburger Synagoge (Leo Trepp-Straße 17) die Vortragsreihe "Identität und Pluralität in den Religionen" des Leo-Trepp-Lehrhauses in Kooperation mit den Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität fortgesetzt. Rabbiner Tobias Jona Simon rückt den rabbinischen Umgang mit der Bibel in den Mittelpunkt seines Vortrags "Tannu Rabbanan - Wie ein Rabbiner seine Bibel liest". Deutlich wird: In der Bibel lesen, die Bibel studieren, aus der Bibel lernen - all dies ist möglich. Der spezifisch rabbinische Zugriff auf das 'Buch der Bücher' wird in diesem Vortrag anhand von Beispielen erläutert. Die unterschiedlichen historischen und erzählerischen Schichten spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die praktische Relevanz für das jüdische Leben im Alltag.

Identität und Pluralität in den Religionen

Am 11. April 2013 findet um 19.30 im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg die erste Veranstaltung der neuen Vortragsreihe "Identität und Pluralität in den Religionen" des Leo-Trepp-Lehrhauses in Kooperation mit den Interkulturellen Jüdischen Studien der Universität statt. Der bekannte Rabbiner, jüdische Theologe und Dozent am Abraham Geiger Institut, Tovia Ben Chorin wird mit einem Vortrag in das Spannungsfeld von jüdischer Identitätssuche mittels Tradition und der inneren Vielfalt des Judentums seit der Antike einführen. Der Vortragende ist als profilierter Repräsentant des liberalen Judentums im jüdisch-christlichen, israelisch-palästinensischen und deutsch-jüdischen Dialog engagiert.

Dialog und Versöhnung: Leo Trepp (1913-2012)

Mit dem Vortrag "Dialog und Versöhnung: Leo Trepp (1913-2012)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 22. November, 19.30 Uhr, im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe fort

Jüdischer Patriotismus und der Erste Weltkrieg: David Mannheimer

Mit dem Vortrag "Jüdischer Patriotismus und der Erste Weltkrieg: David Mannheimer (1863-1919)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge (Wihelmstraße 17) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referentin ist die Historikerin Dr. Christine G. Kürger (FRIAS, Freiburg). - Kurzbeschreibung: Der Oldenburger Landesrabbiner David Mannheimer verfasste während des Ersten Weltkrieges patriotische Gedichte, wurde zum Marineseelsorger ernannt und für seinen engagierten Einsatz mit zwei Orden ausgezeichnet. Drei seiner Söhne zogen als Freiwillige in den Ersten Weltkrieg, einer von ihnen fiel. Die Familie Mannheimer ist daher ein typisches Beispiel für den ausgesprochenen Patriotismus deutscher Juden im 19. und 20. Jahrhundert. Diese Vaterlandsliebe wurde von Antisemiten stets in Zweifel gezogen. Heute, mit dem Wissen um die grausame Vertreibung und Ermordung des europäischen Judentums während der nationalsozialistischen Diktatur, wird die nationale Haltung deutschen Juden und Jüdinnen mitunter als abwegig oder naiv abgetan. Der Vortrag geht der Frage nach, warum ihre Mehrzahl trotz fortwährender Diskriminierung und antisemitischer Anfeindungen bis in die nationalsozialistische Zeit hinein an ihrem Patriotismus festhielt.

Jüdische Erziehung und Bildungskonzepte: Nathan Marcus Adler

Mit dem Vortrag "Nathan Marcus Adler (1803 - 1890): Jüdische Erziehung und Bildungskonzepte" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 14. Juni, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge (Wihelmstraße 17) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referent ist der Oldenburger Rabbiner Jona Simon. Er spricht über Nathan Marcus Adler, der 1828 zum Rabbiner im Herzogtum Oldenburg ernannt wurde und 1829 von seinem Vater Markus Adler das Landesrabbinat Hannover übernahm. Er war verantwortlich für die Reorganisation der jüdischen Gemeinden und die Reform des jüdischen Schulwesens. 1845 wurde er zum "Chief Rabbi" des Britischen Empire gewählt und verlegte seinen Lebensmittelpunkt nach London.
Jona Simon wurde 1978 in Bielefeld geboren, aufgewachsen ist er auf Gran Canaria und in Westfalen. Vor Aufnahme seiner rabbinischen Studien am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam 2005 studierte er Jüdische Studien und Romanistik an der Universität Bielefeld und Sevilla (Spanien). Simon erhielt 2011 seine Smicha und ist seit 2012 als Rabbiner für den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen tätig. Er lebt mit seiner Familie in Oldenburg.
Die Vortragsreihe steht anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im Jahr 1992 unter dem Jahresthema "Rabbiner in Oldenburg im Kontext von Religion, Politik und Gesellschaft". Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg, der Ev. Kirchenkreis Oldenburg, das Dekanat Oldenburg der Kath. Kirche, das Forum St. Peter und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Neo-Orthodoxie: Rabbiner Samson Raphael Hirsch

Mit dem Vortrag "Neo-Orthodoxie. Samson Raphael Hirsch (1808-1888)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge (Wihelmstraße 17) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referent ist der Düsseldorfer Rabbiner Julian-Chaim Soussan. Er spricht über Samson Raphael Hirsch (1808 - 1888), der von 1830 bis 1841 als Rabbiner in Oldenburg wirkte. Er gilt als organisatorischer Kopf der Neuorthodoxie im 19. Jahrhundert und befürwortete die Eigenständigkeit orthodoxer Kreise durch Austritt aus den jüdischen Gemeinden, die in Deutschland häufig zur Reformbewegung tendierten.

Über die Ambivalenzen der Aufklärung

Mit dem Vortrag "'Über die bürgerliche Verbesserung der Juden (1781) und die Ambivalenzen der Aufklärung" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 9. Februar 2012, 19.00 Uhr, im Bibliothekssaal (Campus Haarentor) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referentin ist Prof. Dr. Dagmar Freist, Hochschullehrerin für Geschichte der Frühen Neuzeit. Sie wird sich in ihrem Vortrag mit der Schrift Christian Wilhelm von Dohms (1751 - 1820) sowie mit anderen Stimmen zur "bürgerlichen Verbesserung der Juden" befassen. Dabei wird sie auch über den Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755 - 1829) sprechen.
Die Vortragsreihe steht anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im Jahr 1992 unter dem weit gefassten Jahresthema "Rabbiner in Oldenburg im Kontext von Religion, Politik und Gesellschaft". Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg, der Ev. Kirchenkreis Oldenburg, das Dekanat Oldenburg der Kath. Kirche, das Forum St. Peter und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. - Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Juden in Oldenburg im Zeitalter des Absolutismus

",Also sind wir friedlich nach Oldenburg gekommen' - Juden in Oldenburg im Zeitalter des Absolutismus 1667 - 1810" - so lautet der Titel des Vortrags, den Dr. Thekla Keuck, Historikerin und Philologin am Martin-Buber-Institut der Universität Köln, am Donnerstag, 12. Januar, 19.30 Uhr, an der Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Bibliothekssaal) hält. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kooperation zwischen dem Leo-Trepp-Lehrhaus der Jüdischen Gemeinde Oldenburg und der Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität statt. Mit ihr startet das Jahresprogramm des Leo-Trepp-Lehrhauses, das anlässlich des 20. Jubiläums der Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde Oldenburg den Fokus auf die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Oldenburg legt.

Dr. Thekla Keuck studierte in Köln und Jerusalem Mittlere und Neuere Geschichte, Deutsche Philologie sowie Osteuropäische Geschichte und promovierte an der Kölner Universität zum Thema "Hofjuden und Kulturbürger. Die Geschichte der Familie Itzig in Berlin". Sie ist Projektleiterin beim Kölner Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer und lehrt am Martin-Buber-Institut für Judaistik.

Religionsfreiheit aus Sicht der Minderheiten

Im Rahmen der Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses Oldenburg zum Thema "Religionsfreiheit" behandelt am 17. November 2011 Landesrabbiner Jonah Sievers (Braunschweig) in der Synagoge Oldenburg (Wilhelmstr. 17) das Thema "Religionsfreiheit aus Sicht der Minderheiten".Der Vortrag beginnt um 19.30h.

Was heißt es für Juden in der Diaspora mit dem Staat Israel solidarisch zu sein?

Im Rahmen der Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses Oldenburg zum Thema "Religionsfreiheit" behandelt am 8. September 2011 im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg Prof. Dr. Micha Brumlik (Frankfurt a.M.) das Thema "Was heißt es für Juden in der Diaspora mit dem Staat Israel solidarisch zu sein?". Den Flyer zur Veranstaltung inkl. einer Vorschau auf kommende Vorträge finden Sie hier.

Frauen in den Religionen

Zum Oberthema "Frauen in den Religionen" findet am Do., 16. Juni 2011 um 17h eine Veranstaltung des Leo-Trepp-Lehrhauses in der Synagoge, Wilhelmstraße 17 statt. Die Referentinnen sind Alina Treiger (Rabbinerin in Oldenburg und Delmenhorst), Maria Jepsen (ehem. Bischöfin der Nordelbischen Kirche) und Hamideh Mohagheghi (Hannover, islamische Theologin). Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Aufklärung als Geburtsstunde des modernen Judentums

Das Leo-Trepp-Lehrhaus in Oldenburg begrüßt am 5. Mai 2011 Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka (Berlin), Rektor des Abraham Geiger-Kollegs Potsdam, zu einem Vortrag über "Die Aufklärung als Geburtsstunde des modernen Judentums". Der Vortrag findet um 19h in der Synagoge an der Wilhelmstr. 17 statt; der Eintritt ist frei.

Religionsfreiheit

Am Mittwoch, den 2. März 2011, 19.30 Uhr, findet im BIS-Saal eine Vortragsveranstaltung des Leo-Trepp-Lehrhauses der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg statt, mit dem die "Jüdischen Studien" der Fakultät IV seit neustem durch eine Kooperation zugunsten eines gemeinsamen Masterzertifikatsprogramm "Interkulturelle Jüdische Studien" verbunden sind. Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, Institut für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, wird einen Vortrag halten unter dem Titel: "Religionsfreiheit - ein verletztes und umkämpftes Menschenrecht".


 

Ringvorlesung 2015

Mitteilungen

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages

Am 13. Juli 2011 ist die Kooperation zwischen dem Leo-Trepp-Lehrhaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg e.V. und der Fakultät IV Geistes- und Humanwissenschaften der CvO Universität Oldenburg durch die Ratifizierung des Kooperationsvertrages offiziell besiegelt worden. Weitere Informationen finden Sie in den Pressemitteilungen der Universität und in der NWZ.