Wozu Universität? Gelehrte und Studenten der Frühen Neuzeit und die Frage, was sie uns heute zu sagen haben.
Interdisziplinäres Masterseminar

Die Frühe Neuzeit ist ein Zeitalter der Universitäten, geprägt durch den Humanismus zu Beginn, der Reformation als ein von Universitätsgelehrten angestoßene Veränderung Europas, der Aufklärung und nicht zuletzt der Formulierung eines „modernen“ Bildungsideals am Ende dieser Epoche durch Wilhelm von Humboldt. Dabei entstand ein spezifisches Studenten- und Gelehrtenbild, das in der Selbst- und Fremdwahrnehmung bis heute Prägekraft besitzt.

Es stellt sich die Frage, ob und warum es sich lohnt, sich heute mit der Gelehrten- und Studentenkultur der Vormoderne auseinanderzusetzen. Ist es reine Faszination, das Eintauchen in fremde Welten, was heute das Beobachten studentischen Lebens in einer Universitätsstadt des 16.-18. Jahrhunderts attraktiv erscheinen lässt? Oder steckt doch mehr dahinter? Hat das Studium gerade älterer Epochen überhaupt noch eine Funktion in der heutigen Schul- und Universitätslandschaft? Und welche Aufgabe und Rolle hat die Universität, damals und heute? Welche sollte sie haben?

Das Seminar versteht sich als Forschungsseminar, welches Grundlagen für die aktive Gestaltung neuer Lehr-/ und Lernkultur durch die Studierenden erarbeiten soll. Dabei sollen die Grenzen des eigenen Fachs überwunden und ein interdisziplinärer Ansatz erarbeitet werden. In Kooperation der Fächer Geschichte, Philosophie, Sport und Theologie ist ein gemeinsames Vorgehen anhand der Expertise des jeweiligen Faches und seine Bedeutung für aktuelle Diskussionen geplant. Die Veranstaltung beginnt mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung am 15. 10.2013 um 18:00, setzt sich 14tägig in den Seminaren der Fachdisziplin fort und mündet, nach einer weiteren gemeinsamen Veranstaltung im Dezember, in einer Blockveranstaltung am 31.1./1.2.2014. Die Teilnahme an der Blockveranstaltung ist an die Prüfungsleistung gekoppelt.

Um ein interdisziplinäres Arbeiten in überschaubaren gemeinsamen Veranstaltungen gewährleisten zu können, ist die Teilnehmerzahl pro Seminar auf 15 begrenzt.