International Relations Office

Staatliche Familienleistungen:

Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt in Deutschland für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrem Familienstand. Entscheidend ist, dass die Frau ihren Arbeitsplatz in Deutschland hat. Das Gesetz dient dazu, schwangere und stillende Frauen und ihr Kind vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz sowie vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und der Entbindung zu schützen.

Nach dem Gesetz beginnt der Mutterschutz sechs bis acht Wochen vor der Entbindung und endet acht bis zwölf Wochen nach der Geburt. Während dieser Zeit besteht ein Beschäftigungsverbot (auch Mutterschaftsurlaub genannt).

Während der insgesamt vierzehnwöchigen Schutzfrist sind (werdende) Mütter finanziell abgesichert: Sie erhalten Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenversicherung plus einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Differenz zum durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt. In Anschluss an den Mutterschutz gehen viele Mütter (und zunehmend auch Väter) in Elternzeit, während der sie eine finanzielle Unterstützung des Staates, das sogenannte Elterngeld erhalten, das jedoch deutlich unter dem durchschnittlichen Nettoeinkommen vor der Elternzeit liegt.

 

Weitere Informationen

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (u. a. Flyer in verschiedenen Sprachen)