International Relations Office

Staatliche Familienleistungen:

Elternzeit und Elterngeld

Eltern haben in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz: Der Anspruch besteht für jeden Elternteil unabhängig voneinander bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Während der Elternzeit werden Eltern von ihrem Arbeitgeber unbezahlt von der Arbeit freigestellt – das Arbeitsverhältnis ruht währenddessen und es besteht zudem ein besonderer Kündigungsschutz. Der Arbeitgeber muss jedoch spätestens sieben Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit schriftlich informiert werden. Eine Erwerbstätigkeit in Teilzeit (max. 30 Std./Woche) ist auch während der Elternzeit zulässig.

Während der Elternzeit haben Eltern Anspruch auf Elterngeld. Dieses liegt allerdings mit 65 Prozent des vorherigen monatlichen Nettogehalts (mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro) deutlich unter dem bisherigen Nettoeinkommen und wird höchstens für die Dauer von zwölf Monaten gezahlt. Die Bezugsdauer kann auf maximal vierzehn Monate erhöht werden, wenn auch der/die Partner/in mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt. Auch eine andere individuelle Aufteilung der Elternzeit, zum Beispiel jeweils sieben Monate, ist möglich.

Anspruchsberechtigt für Elterngeld sind Eltern, die mit ihrem Kind in einem Haushalt leben, dieses selber betreuen und erziehen, währenddessen keine volle Erwerbstätigkeit ausüben und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Wie beim Kindergeld können auch Eltern, die ihren regulären Wohnsitz im Ausland haben, anspruchsberechtigt sein, vorausgesetzt, sie sind während der Dauer ihres Aufenthalts in Deutschland erwerbstätig und zahlen in vollem Umfang Einkommenssteuer. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Einkommen zum größten Teil in Deutschland verdient wird.

Seit dem 1. Januar 2015 gibt es neben dem Elterngeld das Elterngeld Plus für Eltern, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten. Elterngeld Plus ersetzt den Einkommensanteil, der wegen Teilzeit entfällt. Das Elterngeld Plus gibt es für den doppelten Zeitraum, d.h. ein bisheriger Elterngeldmonat bedeutet zwei Elterngeld Plus-Monate. Entsprechend der längeren Laufzeit verringert sich der Betrag (mindestens 150 Euro und höchstens 900 Euro). Eine Kombination von Elterngeld und Elterngeld Plus ist möglich.

Ausführlich beraten lassen können Sie sich zu den Themen Elternzeit und Elterngeld bei der Elterngeldstelle der Stadt Oldenburg.

ELTERNGELD FÜR STAATSANGEHÖRIGE VON EU-STAATEN, STAATEN DES EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTSRAUMS UND DER SCHWEIZ

Staatsangehörige von EU-Staaten, Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz haben einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland in einem inländischen Arbeitsverhältnis stehe oder in Deutschland wohnen. Steht ein Elternteil in einem ausländischen Arbeitsverhältnis, ist ggf. ein vorrangiger Anspruch auf Familienleistungen gegenüber dem Beschäftigungsstaat gegeben. Dieser wird auf das Elterngeld angerechnet.

ELTERNGELD FÜR NICHT-EU-BÜRGER/INNEN

Nicht-EU-Bürger/innen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland haben ebenfalls einen Anspruch auf Elterngeld, sofern sie im Besitz einer gültigen Niederlassungserlaubnis sind oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, die ihnen eine Erwerbstätigkeit gestattet.

 

KONTAKT

Elterngeldstelle der Stadt Oldenburg
(Amt für Jugend, Familie und Schule)
Bergstraße 25
26122 Oldenburg
Telefon: 0441 / 235 4444
E-Mail: familie-schule(at)stadt-oldenburg.de

Telefonische Beratung:
Mo - Fr 7 Uhr bis 18 Uhr

Persönliche Beratungsgespräche montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie nachmittags nach telefonischer Vereinbarung, freitags von 8 bis 12 Uhr, mittwochs geschlossen

Weitere Informationen

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung: