Nachhaltigkeitsorientierte Innovationsprojekte

Die erfolgreiche Gestaltung nachhaltigkeitsorientierter Innovationsprojekte lässt sich dafür nutzen, Mitarbeiter/-innen langfristig für das Thema Nachhaltigkeit zu motivieren und eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie in KMU des stationären Einzelhandels anzubahnen (vom Projekt zur Strategie).

Ein effektives Management von Innovationsprojekten muss hierfür den Innovationsprozess strukturieren und anleiten, aber gleichzeitig so flexibel sein, dass die am Innovationsprozess beteiligten Akteure Handlungsspielräume besitzen. Einen hierfür geeigneten Ansatz liefern Farr, Sin & Tesluk (2003), die den Innovationsprozess in vier Phasen unterteilen:

Ein zentrales Ziel des Modellversuchs InnoNE besteht darin, gemeinsam mit zwölf KMU des stationären Einzelhandels aus der Region Weser-Ems und dem Elbe-Weser-Raum Innovationsprojekte erfolgreich zu gestalten, die sich mindestens einem der nachhaltigkeitsorientierten Handlungsfelder des Einzelhandels zuordnen lassen. Hierfür werden in den KMU Innovationsteams gegründet, durch die gewährleistet wird, dass alle für die Innovationsprojekte relevanten Akteure beteiligt werden. Darüber hinaus bietet die Bildung von Innovationsteams zahlreiche weitere Vorteile, wie z. B. eine gesteigerte Effizienz durch Arbeitsteilung, erhöhte Chancen auf erfolgreiche Realisierung von Innovationen durch Zusammenführung der notwendigen unterschiedlichen Fähigkeiten und Expertisen, eine erhöhte Flexibilität für die Anpassung an neue Gegebenheiten durch Einbringung unterschiedlicher Fähigkeiten sowie gesteigerte Kreativität und Entscheidungsqualität durch die Multiperspektivität. 

Quelle

Farr, J. L.; Sin, H.-P. & Tesluk, P. E. (2003). Knowledge management processes and work group innovation. In L. V. Shavinina (Ed.), The international handbook on innovation (pp. 574–586). Oxford: Elsevier.