Systemsoftware und Verteilte Systeme

Konzeption und Implementierung eines modularen Simulators für das adaptiv-dynamische Replikationsrahmenwerk adGSV

Masterarbeit oder Diplomarbeit

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Oliver Theel
Dipl.-Inform. Christian Storm


 
In Bearbeitung seit dem 22. April 2008 durch Thorsten Simon

Themengebiete

  • Replikation

Hintergrund

Datenreplikation wird eingesetzt, um ein eventuelles Fehlschlagen von Zugriffen auf dringend benötigte kritische Daten möglichst auszuschließen (hohe Zugriffsverfügbarkeit), aber auch um die Zugriffszeiten auf diese Daten zu reduzieren (Lastverteilung).

In der Abteilung wurde ein Prototyp zur konsistenten Datenreplikation erstellt. Dieser Prototyp beinhaltet eine Komponente, die es erlaubt, beliebige, sogenannte Coterie-basierte Replikationsverfahren zu spezifizieren. Die Spezifikation einer gewünschten speziellen Replikationsstrategie wird durch manuelle Angabe eines azyklischen Graphen (in Textform) oder automatisch durch einen Generator vorgenommen. Der Prototyp ist in der Lage, sowohl statische als auch dynamische Replikationsstrategien zu verarbeiten. Dynamische Replikationsstrategien zeichnen sich in der Regel durch höhere Zugriffskosten auf der einen Seite und durch höhere Zugriffsverfügbarkeiten des replizierten Datums auf der anderen Seite aus.

Zum Designzeitpunkt wird die anfänglich zu verwendende Replikationsstrategie durch den Administrator festgelegt. Grundsätzlich ist die verwendete Replikationsstrategie zur Laufzeit an geänderte Anforderungen, z.B. durch das Hinzufügen und Entfernen von am Replikationsverfahren teilnehmenden Rechnern oder den Wechsel der Replikationsstrategie, adaptierbar.

Zur Feststellung der Eigenschaften einer gewählten Strategie wie z.B. deren Zugriffskosten und Zugriffsverfügbarkeiten wird auf diskrete, ereignisgesteuerte Simulation zurückgegriffen. Vergleichsmessungen mehrerer Strategien dienen dazu die für ein gegebenes Einsatzszenario beste Strategie zu ermitteln.

Aufgabenbeschreibung

Die Aufgabe, die im Rahmen der Arbeit gelöst werden soll, ist die Konzeption, Implementierung und Integration eines modularen Simulators in den bisherigen Prototypen. Der Simulator muss in der Lage sein das Replikationsrahmenwerk entsprechend anzusteuern, die Simulation auszuführen und anschließend eine Auswertung der gesammelten Daten vorzunehmen. Durch die Modularisierung der einzelnen Komponenten des Simulators soll die Flexibilität geschaffen werden den Simulator nur durch Rekonfiguration an verschiedene Szenarien anzupassen. Desweiteren soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Simulationsprozess bzw. die Abfolge der Aktionen einer Simulation feingranular zu definieren. Auf den bereits vorhandenen Simulator kann aufgebaut werden.

Abschließend soll mittels des Simulators ein konkretes Einsatzszenario evaluiert werden, um dann eine neue und spezifisch bessere Strategie für dieses Szenario zu konzipieren und anschließend ebenfalls zu evaluieren.

Vorkenntnisse

  • Python
  • CORBA
  • Softwarearchitektut