Module

Ein Modul ist allgemein eine inhaltlich zusammengehörige Gruppe von Lehrveranstaltungen, die  mit einer Prüfung und einer Note abgeschlossen wird. 

In der Informatik besteht ein Modul normalerweise aus Vorlesung und der dazugehörenden Übung. Aber auch andere Zusammenstellungen von Veranstaltungsformen können vorkommen. Die häufigsten Veranstaltungsformen in der Informatik sind die folgenden:

  • In Vorlesungen werden Ihnen in Vorträgen neue Inhalte vermittel, wobei Zwischenfragen in der Regel aber erlaubt und erwünscht sind.

  • In Übungen vertiefen Sie den vermittelten Stoff durch das Lösen von Aufgaben. Übungen in kleinen Gruppen werden auch als Tutorien bezeichnet. Sie werden von einem Studierenden eines höheren Semesters oder von MitarbeiterInnen durchgeführt. Hier habe Sie viele Möglichkeiten, Fragen zu stellen und Unklarheiten zu klären.

  • In Praktika setzt man sich mit größeren Teilproblemen auseinander. In der Informatik sammeln Sie  beispielsweise im "Praktikum Technische Informatik"Erfahrungen im Hardeware-Entwurf.

  • In Seminaren (Proseminar, Forschungsseminar) üben Sie Ihre Fähigkeiten in der selbständigen Einarbeitung in (wissenschaftliche) Sachverhalte: Sie suchen sich Literatur zu einem bestimmten Thema, arbeiten Ihr neu erworbenes Wissen dann zu einem Vortrag und einer Ausarbeitung auf.

  • In Projekten bearbeiten Sie eine zusammenhängende Aufgabenstellung: in den Fachbachelor-Studiengängen Informatik und Wirtschaftsinformatik ist beispielsweise das Softwareprojekt zu absolvieren, in dem Sie über zwei Semester  in einem Team an einer überschaubaren Aufgabenstellung arbeiten und am Ende sowohl eine lauffähige Software zur Lösung der Aufgabe, als auch die notwendigen Dokumentationen abgeben.

  • Das Abschlussmodul setzt sich aus dem Anfertigen einer Abschlussarbeit und einem begleitenden Seminar (Oberseminar) zusammen, in dem Sie das Thema Ihrer Arbeit und die geplante Vorgehensweise zu Beginn der Arbeit vorstellen und nach Abschluss der Arbeit die Ergebnisse präsentieren. Das Thema der Abschlussarbeit sprechen Sie individuell mit dem betreuenden Lehrenden ab. Typischerweise werden in Abschlussarbeiten bestimmte Fragestellungen aus  der Forschung eingehend untersucht und ein Konzept zur Lösungskonzept entworfen und ggf. realisiert.
    Hier können Sie in der Regel auch eigene Vorschläge einbringen oder die Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen auch in Kooperation mit einer Firma durchführen.

Kreditpunkte (Leistungspunkte)

Der Arbeitsaufwand für ein Modul, den man für das Hören der Veranstaltung, das Lösen von Übungsaufgaben sowie das Nacharbeiten der Inhalte und die Vorbereitung auf die Modulprüfung insgesamt zum Bestehen des Moduls aufbringen muss, wird in Kreditpunkten gemessen, wobei ein Kreditpunkt für ca. 30 Arbeitsstunden steht. In der Informatik haben die meisten Module einen Umfang von 6 Kreditpunkten, d.h. über das ganze Semester verteilt arbeitet man für ein solches Modul ca. 180 h. Die Kreditpunkte für ein Modul werden angerechnet, wenn man das Modul bestanden hat.

Mit fünf bestandenen Modulen á 6 Kreditpunkten erarbeitet man sich daher pro Semester 30 Kreditpunkte. Mit 180 Kreditpunkten kann man sein Bachelor-Studium abschließen, wenn die übrigen Bedingungen an die Studieninhalte erfüllt sind, die in der Prüfunsgordnung (fachspezifische Anlage) beschrieben werden.