Studienziele

Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs besitzen ein vertieftes Verständnis der für die Entwicklung zuverlässiger Soziotechnischer Systeme einschlägigen Prinzipien und Methoden der Informatik und Kognitionswissenschaften sowie ihrer Anwendungen. Sie haben einen Einblick gewonnen in Methoden, Probleme und Ergebnisse aus neuester Forschung in diesem Themengebiet. Sie sind in der Lage, Theorien und Methoden, Vorgehensmodelle, Werkzeuge und Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien zu beurteilen und zur Lösung praxisrelevanter Probleme anzuwenden. Sie vermögen diese Kompetenz auch auf komplexe und neuartige Probleme zu übertragen. Sie besitzen qualifizierte Kenntnisse über die Konstruktion, Spezifikation, Implementierung, Optimierung, Validierung und Sicherheitsanalyse sowie über Betrieb und Weiterentwicklung komplexer soziotechnischer Systeme und können diese zielgerichtet und problemangepasst einsetzen bzw. deren Einsatz leiten. Sie sind darin geschult, in transdisziplinären Teams die Anforderungen bestehender wie neuer Anwendungsdomänen zu ermitteln, zu dokumentieren, in Entwürfe sachgerechte soziotechnische Systemlösungen zu überführen, diese zu realisieren und bezüglich ihrer Eigenschaften einzuschätzen. Sie besitzen fundierte Kenntnisse über aktuelle Methoden der Systementwicklung, speziell der Entwicklung komplexer soziotechnischer Hardware-Softwaresysteme im Team. Sie besitzen die Fähigkeit zu verantwortlichem und verantwortungsbewusstem Handeln im Beruf und sind sich der gesellschaftlichen Auswirkungen technischer und soziotechnischer Systemlösungen bewusst.

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs kennen zudem die Anforderungen beim Arbeiten in Gruppen sowie bei der überzeugenden Präsentation von eigenen oder fremden Arbeitsergebnissen und sind darauf vorbereitet, Führungspositionen in Teams und Unternehmen einzunehmen. Darüber hinaus sind sie mit dem aktuellen Stand der Forschung im Bereich der systematischen Entwicklung zuverlässiger soziotechnischer Systemlösungen vertraut und hierdurch für eine Tätigkeit in der industriellen wie akademischen Forschung und Entwicklung gleichermaßen qualifiziert.

Über die speziellen fachlichen Erfordernisse hinaus sind die Absolventinnen und Absolventen dazu in der Lage, Probleme wissenschaftlich zu analysieren und zu lösen und hierbei mittels ihres Urteilsvermögens als Ingenieurinnen und Ingenieure Widersprüche und Unvollständigkeiten zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Sie vermögen Problemstellungen sachgerecht zu abstrahieren, die Anwendbarkeit existierender Methoden kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf weiter zu entwickeln, um mittels vorhandener, innovativer oder selbst erweiterter Methoden ingenieurwissenschaftliche Probleme zu lösen und entsprechende Produkte zu entwickeln. Hierzu beherrschen sie sowohl die konstruktiven Vorgehensweisen der Ingenieurwissenschaften als auch die einschlägige empirische Methodik der Natur- und Sozialwissenschaften und können experimentell gewonnene Daten kritisch bewerten und analysieren.

Kompetenzen

Fachkompetenzen

Absolventen und Absolventinnen …

  • benennen und identifizieren die Prinzipien der Informatik und transferieren diese auf aktuelle Entwicklungen der Informatik,
  • kennen einen Teilbereich der Entwicklung Sozio-technischer Systeme, auf den sie sich spezialisiert haben, im Detail,
  • erkennen und beurteilen die in ihrem Spezialgebiet anzuwendenden Techniken und Methoden und deren Grenzen,
  • entwerfen Lösungen für komplexe, möglicherweise ungenau definierte oder ungewöhnliche Aufgaben aus dem Bereich der Informatik und bewerten derartige Entwürfe nach dem Stand der Technik,
  • identifizieren, strukturieren und lösen Probleme auch in neuen oder erst im Entstehen begriffenen Bereichen ihrer Disziplin,
  • wenden dem Stand der Wissenschaft entsprechende und innovative Methoden bei der Untersuchung und Lösung von Problemen an, gegebenenfalls unter Rückgriff auf andere Disziplinen,
  • setzen Wissen verschiedener Disziplinen zueinander in Beziehung und wenden diese Synergien in komplexen Situationen an,
  • entwickeln komplexe informatische Systeme, Prozesse und Datenmodelle,
  • erkennen die Grenzen des heutigen Wissenstands und der heutigen Technik und tragen zur weiteren wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung der Informatik bei,
  • diskutieren aktuelle Entwicklungen der Informatik und beurteilen deren Bedeutung.

Methodenkompetenzen

Absolventen und Absolventinnen …

  • erkennen, formalisieren und untersuchen Probleme angemessen unter Verwendung geeigneter formaler Methoden,
  • finden und entwerfen einen oder mehrerer Lösungszugänge, 

  • evaluieren Werkzeuge, Technologien und Methoden und wenden diese differenziert an,
  • untersuchen Probleme anhand technischer und wissenschaftlicher Literatur verfassen nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten einen Artikel und präsentieren ihre Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Vortrag.
  • planen zeitliche Abläufe und andere Ressourcen,
  •  wenden Techniken des Projektmanagements an,
  • entwickeln kreativ neue und originäre Vorgehensweisen und Methoden,
  • reflektieren Probleme auch in neuen oder erst im Entstehen begriffenen Bereichen ihrer Disziplin und wenden Informatik-Methoden zur Untersuchung und Lösung an.

Selbstkompetenzen

Absolventen und Absolventinnen …

  • übernehmen Leitungsaufgaben im Team,
  • verfolgen die weitere Entwicklung in der Entwicklung Sozio-Technischer Systeme allgemein und in ihrem Spezialgebiet kritisch,
  • führen innovative Tätigkeiten in ihrem Berufsfeld erfolgreich und eigenverantwortlich aus,
  • erkennen die Grenzen ihrer Kompetenz und erweitern diese zielgerichtet,
  • reflektieren ihr Selbstbild und Handeln unter fachlichen, methodischen und sozialen Gesichtspunkten,
  • entwickeln und reflektieren eigene Theorien zu selbständig aufgestellten Hypothesen.
  • arbeiten in ihrem Berufsfeld eigenständig

Sozialkompetenzen

Absolventen und Absolventinnen …

  • integrieren ihre Fähigkeiten in Teamprozesse,
  • erkennen die Leistungen anderer an,
  • integrieren Kritik in ihr eigenes Handeln.
  • respektieren die im Team erarbeiteten Entscheidungen,
  • kommunizieren überzeugend mündlich und schriftlich mit Anwendern und Fachleuten,
  • identifizieren Teilaufgaben und übernehmen Verantwortung für diese.