Fachmaster EngSTS

  • Fachmaster Engineering of Socio-Technical Systems

    Dieser Studiengang startet im Herbst 2017.

    Allgemeine Informationen zum Studiengang

    Engineering of Socio-Technical Systems (Master)

    Der englischsprachige Master-Studiengang Engineering of Socio-Technical Systems (EngSTS) bietet ein wissenschaftliches Vertiefungsstudium auf der Grundlage eines abgeschlossenen Bachelor-Studiums in der Informatik oder in der Psychologie mit technischer Ausrichtung bzw. in einem den vorgenannten fachlich eng verwandten Studiengang. Das Studienprogramm umfasst einen interdisziplinären Zugang zur Entwicklung sicherheitskritischer computerbasierter interaktiver Systeme unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenspiels von Mensch und Technik. Es vereint hierzu Inhalte aus den Neurowissenschaften mit Methoden der ingenieurmäßigen Entwicklung von Informatiksystemen. Hieraus ergibt sich als Besonderheit des Studiengangs eine starke Vernetzung von Lehrangeboten aus der Informatik und der Psychologie, besonders der Kognitions- und Wahrnehmungspsychologie.

    Ausrichtung und Ziele

    Im Studium erwerben Sie ein vertieftes Verständnis der für die Entwicklung zuverlässiger Soziotechnischer Systeme einschlägigen Prinzipien und Methoden der Informatik und Kognitionswissenschaften sowie ihrer Anwendungen. Sie haben einen Einblick gewonnen in Methoden, Probleme und Ergebnisse aus neuester Forschung in diesem Themengebiet. Sie sind in der Lage, Theorien und Methoden, Vorgehensmodelle, Werkzeuge und Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien zu beurteilen und zur Lösung praxisrelevanter Probleme anzuwenden. Sie vermögen diese Kompetenz auch auf komplexe und neuartige Probleme zu übertragen. Sie besitzen qualifizierte Kenntnisse über die Konstruktion, Spezifikation, Implementierung, Optimierung, Validierung und Sicherheitsanalyse sowie über Betrieb und Weiterentwicklung komplexer soziotechnischer Systeme und können diese zielgerichtet und problemangepasst einsetzen bzw. deren Einsatz leiten. Sie sind darin geschult, in transdisziplinären Teams die Anforderungen bestehender wie neuer Anwendungsdomänen zu ermitteln, zu dokumentieren, in Entwürfe sachgerechte soziotechnische Systemlösungen zu überführen, diese zu realisieren und bezüglich ihrer Eigenschaften einzuschätzen.

    Studienaufbau und Studieninhalte

    Der Master-Studiengang EngSTS umfasst vier Semester (zwei Jahre) und bietet in den verschiedenen Veranstaltungs- und Schwerpunktbereichen hervorragende Möglichkeiten für die individuelle Spezialisierung.
    • Fundamental Competencies in Computer Science and Psychology (18KP, 1. Fachsemester): Einführung in die notwendigen mathematisch-logischen und informatischen Grundlagen oder Einführung in die notwendigen kognitionswissenschaftlichen, psychologischen und empirischen Grundlagen (Pflichtmodule)
    • Foundations of Socio-Technical Systems Engineering (24KP): neurowissenschaftliche, psychologische und informatische Grundlagen (Pflichtmodule)
    • Accentuation Practical (24KP): fachliche Spezialisierung anhand der Vertiefungsrichtungen (Wahlpflicht)
    • Accentuation CS: fachliche Spezialisierung aus dem klassischen Kerngebiet der Informatik (Wahlpflicht)
    • Accentuation Domain: vertiefte Einblicke in die Anforderungen und Spezifika verschiedener Anwendungsdomänen (Automation und Robotik, Automotive, Maritime, Medizintechnik Wahlpflicht)
    • Masterarbeit (30KP) inkl. Abschlusskolloquium im letzten Fachsemester

    Schwerpunkte

    Human Computer Interaction (HCI): Der Schwerpunkt vermittelt den Studierenden theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten zum Entwurf, der Implementierung und der Evaluation zukünftiger interaktiver Systeme vor dem Hintergrund des Entwurfs komplexer technischer Systeme. Er verbindet grundlegende Kenntnisse der Usability (Gebrauchstauglichkeit) mit Kenntnissen aus der Psychologie zum Zwecke des Entwurfs und der Gestaltung der Mensch-Technik Interaktion.

    Embedded Brain Computer Interaction (EmbeddedBCI): Der Schwerpunkt vermittelt den Studierenden theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten zum Entwurf und der Evaluation komplexer technischer Systeme mit menschlichen und technischen Akteuren sowie dem Einsatz von Brain-Computer Interfaces in cyber-physischen Systemen. Die Lehrinhalte umfassen Grundlagen des Systementwurfs, der neurokognitiven Psychologie, der Signalverarbeitung, sowie eine breite Auswahl an Anwendungsdomänen, welche die Generalisierbarkeit der Lehrinhalte verdeutlichen.

    Systems Engineering (SE): Der Schwerpunkt vermittelt den Studierenden theoretische und praktische Kenntnisse für die Analyse, Konzeption und Entwicklung großer kooperativer Verbünde sicherheitskritischer soziotechnischer Systeme, also großer und in ihren Systemgrenzen gegebenenfalls nicht fest abgrenzbarer Systeme von Systemen. Die Studierenden werden durch die Lehrinhalte in die Lage versetzt, die Zusammenhänge zwischen einzelnen Subsystemen im Kontext eines Gesamtsystems sowie die Wechselwirkung von Subsystemeigenschaften und Gesamtsystemeigenschaften zu erkennen, zu analysieren und zu beschreiben.

    Nähere Beschreibungen der Schwerpunkte finden Sie unter
    www.uni-oldenburg.de/informatik/msc/engSTS

    Sprachkenntnisse

    Der Studiengang wird durchgängig auf Englisch unterrichtet.

    Notwendige Voraussetzung für eine Zulassung sind Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens, s. Zugangsvoraussetzungen.

    Der Nachweis der Sprachkenntnisse muss spätestens bei der Einschreibung vorliegen. Weitere Informationen finden Sie unter Sprachliche Voraussetzungen

    Berufs- und Tätigkeitsfelder

    Mögliche Berufsfelder finden sich in allen Anwendungsbereichen, in denen interaktive, kooperative und cyber-physische Systeme (CPS) entwickelt und optimiert werden. Derartige Systeme werden zukünftig zentrale Beiträge zu Sicherheit, Effizienz, Komfort und Gesundheit des Menschen leisten und sind eine Schlüsseltechnologie der wirtschaftlich bedeutenden Domänen Smart Mobility, Smart Maritime, Smart Grid, Smart Production, Smart Home und Smart Health.

    Obwohl interaktive und kooperative CPS-Technologien bereits derzeit in vielen Bereichen eingeführt werden, folgt deren Entwicklung oft Ad-hoc-Ansätzen, die domänenspezifisch und technologiezentriert sind. Dem Gebiet fehlt die Reife der etablierten Ingenieurwissenschaften, die von domänenspezifischen zu allgemeinen Technologiedesign-Prinzipien fortgeschritten sind und damit Produkte wie Allzweck-Programmiersprachen, Hardware-Plattformen und Betriebssysteme ermöglichen, um nur einige erfolgreiche Beispiele zu nennen. Hieraus lässt sich ein großer Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich ableiten, die Berufsaussichten sind daher sowohl in der grundlagengetriebenen Entwicklungen von CPS zu finden als auch in deren domänenspezifischer Anpassung.

    Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten infolgedessen in Unternehmen als Usability oder Safety Engineer, im Bereich Human Factors, als Entwicklerinnen und Entwickler von Interaktion, Nutzungsschnittstellen und Kooperationsstrategien zukünftiger interaktiver und kooperativer informatischer wie cyber-physischer Systeme. Mögliche Anwendungsfelder finden sich in allen Anwendungsbereichen, in denen interaktive und kooperative System entwickelt werden. Dabei können die Branchen weitgefächert sein von mobiler Anwendungsentwicklung zu teilautonomen technischen Systemen, von Web-Services über Automotive und Aerospace zur Medizingeräteentwicklung.

    Die drei Schwerpunkte im Master ermöglichen hierbei eine Akzentsetzung in verschiedene Richtungen der Gestaltung und Entwicklung sozio-technischer Systeme. Studierende im Schwerpunktes Human Computer Interaction setzen den Fokus auf die Gestaltung interaktiver Systeme im Sinne des User-Centered Design Process und wenden die Methoden und Grundlagen zur Entwicklung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme an. Studierende des Schwerpunkts Embedded Brain Computer Interaction arbeiten als Entwicklerinnen und Entwickler von Sensorik und Aktorik zur Interaktion mit dem menschlichen Gehirn sowie als Entwicklerinnen und Entwickler von Assistenzsystemen, die Brain Computer Interaktionen nutzen. Absolventinnen und Absolventen im Schwerpunkt Systems Engineering arbeiten in der Forschung, Entwicklung und Sicherheitsanalyse cyber-physischer Systeme und haben ein breites Berufsfeld in der Beratung, der Systemanalyse, -gestaltung, und -einführung in vielen technischen wie kaufmännischen Branchen.

    Der Studiengang adressiert den großen Bedarf an Fachkräften sowohl in der grundlagengetriebenen Entwicklung von soziotechnischen und sicherheitskritischen Systemen als auch in deren domänenspezifischer Anwendung. Die Absolventinnen und Absolventen finden national und international auch eine Möglichkeit zur Promotion in diesem sich entwickelnden Gebiet.

    Zugangsvoraussetzungen

    • Bachelorabschluss oder diesem gleichwertigen Abschluss in einem fachlich geeigneten Studium der Informatik oder einer fachlich eng verwandten technischen Fachrichtung, in Wirtschaftsinformatik mit überwiegenden informatischen und technischen Anteilen, Psychologie oder Kognitionswissenschaften oder in einem anderen fachlich geeigneten vorangegangenen Studium und spezielle Fachkenntnisse (s. Zugangsordnung)
    • Kenntnisse der englischen Sprache auf dem Niveau B2 gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR): Der Nachweis kann erbracht werden durch erfolgreich absolvierte Tests, z.B. TOEFL, IELTS, Cambridge Advanced Exam
    • ggf. Nachweise über einschlägige Berufserfahrung oder Praktika
    • ggf. Angaben zu studienbezogenen Auslandsaufenthalten

    Bewerbung/Zulassungsmodalitäten

    Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Eine Bewerbung ist nur zum Wintersemester möglich.
    Bewerbung zum Wintersemester bis 15.07.

    Weiterführende Informationen

    Ihre AnsprechpartnerInnen