Daten zur Geschichte

(Ausführlich) 1970 – 1980

1970

  • 13. Mai 1970
    Die „Denkschrift zur Gründung der Universitäten Oldenburg und Osnabrück“ des Niedersächsischen Kultusministeriums wird veröffentlicht.
  • 17. Juli 1970
    Positives Votum des Wissenschaftsrats für die Universitätsgründungen in Oldenburg und Osnabrück.

    Demonstration in der Innenstadt Oldenburgs für die Gründung einer Universität
  • 25. August 1970
    Beschluss der Landesregierung zur Errichtung von Universitäten in Oldenburg und Osnabrück.

1971

  • 1. März 1971
    Einsetzung eines Gründungsausschusses in Oldenburg, der zu je einem Drittel aus Professoren, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden besteht.

    Podiumsdiskussion mit Mitgliedern des Gründungs-ausschusses

1972

  • 11. Juli 1972
    Genehmigung des Modellversuchs zur Einphasigen Lehrerausbildung (ELAB).
  • 26. April 1972
    Gründung der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO).

    Gründungs-versammlung der UGO

1973

  • Oktober 1973
    Satzungsentwurf der Strukturkommission des Gründungsausschusses mit der Namensgebung der Universität nach dem Publizisten und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky
    (1889 – 1938).

    Carl von Ossietzky

  • 5. Dezember 1973
    Das vom Niedersächsischen Landtag beschlossene „Gesetz über die Organisation der Universitäten Oldenburg und Osnabrück” vom 3.12.1973 tritt in Kraft. Mit diesem Gesetz wird die Universität Oldenburg eingerichtet - mit gleichzeitiger Integration der Pädagogischen Hochschule. Der Gründung folgt im April 1974 die Aufnahme des Studienbetriebs mit acht Diplomstudiengängen und mit dem Modellversuch „Einphasige Lehrerausbildung“, der bis Anfang der 1980er Jahre läuft.

1974

  • 1. März 1974
    Konstituierung der Organe der Universität in Oldenburg mit den vier Fachbereichen Erziehung und Sozialisation, Kommunikation/Ästhetik, Gesellschaftswissenschaften und Mathematik/Naturwissenschaften.
  • 1. April 1974
    Offizieller Beginn des ersten Semesters der Universität Oldenburg mit 2507 Studierenden, die sich in acht Diplomstudiengänge (Sozialwissenschaften, Ökonomie, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Raumplanung, Pädagogik) und sechzehn Lehramtsstudiengänge einschreiben.
  • 1. Mai 1974
    Prof. Dr. Rainer Krüger nimmt seine Tätigkeit als erster Rektor der Universität Oldenburg auf (Amtszeit 1974 – 1979).
  • 29. Mai 1974
    Das Konzil verabschiedet einstimmig die vom Gründungsausschuss vorgelegte Grundordnung und spricht sich ebenso einstimmig für die Namensgebung der Universität nach Carl von Ossietzky aus. Die Landesregierung lehnt jedoch ab.

    Diskussion über die Grundordnung im Konzil mit Gründungsrektor Rainer Krüger am Rednerpult
  • 16. Oktober 1974 
    Einen Tag nach Semesterbeginn bringen Studierende in großen Lettern den Namenszug "Carl von Ossietzky Universität" weithin sichtbar am Turm des Allgemeinen Verfügungszentrums (AVZ) an. Das Rektorat wertet diese Initiative als demonstrativen Akt, der dem geschlossenen Willen der Universität Ausdruck verleihen soll.
  • 17. Dezember 1974
    Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Oldenburg mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Landesbezirk Niedersachsen, die erste ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland.

1975

  • 27. Juni 1975  
    Unter Schutz von 200 Polizisten entfernen Maler im Auftrag des Staatshochbauamtes den Schriftzug.

    Polizeieinsatz bei der von der Landesregierung verfügten Entfernung des Schriftzuges

1976

  • 24. Januar 1976
    Empfehlung des Wissenschaftsrats für den Ausbau der Universität auf 9.300 flächenbezogene Studienplätze bis 1985.
  • 13. – 16. Juni 1976
    Viertägige Fahrraddemonstration nach Hannover mit 1.500 Hochschulangehörigen gegen die Reduzierungspläne der Landesregierung zum Ausbau der Universität auf 5.700 Studienplätze. Später werden die Zielzahlen auf 6.800 flächenbezogene Studienplätze bis 1985 festgesetzt.

    Sorgte für großes Aufsehen: die Fahrrad-demonstration nach Hannover

1978

  • 4./5. Mai 1978
    Erstmals „Ossietzky-Tage“ zum 40. Todestag von Carl von Ossietzky. Teilnehmer u.a.: der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Heinrich Albertz, Bundesverfassungsrichter Helmut Simon und DGB-Bundesvorsitzender Heinz-Oskar Vetter. Fortsetzung der Ossietzky-Tage in den 1980er Jahren mit gesellschaftspolitischen Schwerpunktthemen.

    Ossietzky-Tage 1978 mit der irischen Friedensnobel-preisträgerin von 1976 Mairead Corrigan-Maguire 

1979

  • 8. Mai 1979
    Demonstration von etwa 2.000 Studierenden, Hochschullehrern, Wissenschaftlichen Mitarbeitern und Bediensteten der Universität Oldenburg und der Fachhochschulen Oldenburg und Ostfriesland in Hannover gegen die Pläne der Landesregierung zur Reduzierung der Ausbauplanung, insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften.

    Demonstration in Hannover gegen die Reduzierung der Hochschulausbau-planung durch die Landesregierung
  • 1. Oktober 1979
    Nach dem Rücktritt von Gründungsrektor Prof. Dr. Rainer Krüger wird der Oldenburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Dietrich Raapke zum „Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Präsidenten“ ernannt, da alle Bewerber um das Amt ihre Kandidatur zurückziehen.

1980

  • 17. April 1980
    Erster Kooperationsvertrag mit einer ausländischen Universität, der Rijksuniversiteit Groningen.

    Unterzeichnung der Kooperation mit Groningen: der Groninger Rektor Jan Bleumink (r.) und Hans-Dietrich Raapke
  • 1. Oktober 1980
    Amtsantritt von Dr. Horst Zilleßen, erster gewählter Präsident der Universität Oldenburg (Amtszeit 1980 – 1986)
  • 18. Dezember 1980
    Spatenstich für das Energielabor, Symbol für den insbesondere durch Prof. Dr. Hans-Joachim Luther forcierten Forschungsschwerpunkt „Alternative Energiequellen“ und erstes Gebäude für die Naturwissenschaften auf dem Standort Wechloy.

    Wahrzeichen der Oldenburger Energieforschung: das Energielabor

 

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