Auswirkungen globaler Klimaerwärmung auf tropische Bryophyten

Verwandeln negative Kohlenstoffbilanzen das tropische Tiefland in eine Mooswüste?

Sebastian Wagner (Doktorand), Maaike Bader, Gerhard Zotz

Es wird allgemein angenommen, dass Moose (Laubmoose und Lebermoose) und Flechten in den warmen Tropen am Rand ihres physiologischen Könnens existieren, da die nächtliche Atmung fast so hoch ist wie der tägliche Kohlenstoffgewinn, als Folge der hohen Temperaturen. Eine Temperatursteigerung könnte deswegen Bryophyten bergaufwärts zwingen, und sie aus dem tropischen Tiefland, wo sie auch jetzt schon relativ wenig abundant sind, komplett verschwinden lassen. In diesem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt haben wir die mögliche Effekte der Klimaerwärmung auf Bryophyten in den humiden Tropen untersucht. Mittels Feld- und Laborexperimenten, und Gaswechsel- und Fluoreszenzmessungen haben wir Kohlenstoffbilanzen und mögliche Akklimatisationsprozesse, sowie Austrocknungstoleranzen von eine Reihe an tropischen Moosarten in Panama untersucht.

Veröffentlichungen aus dem Projekt finden Sie hier.

Links: Ein typischer moosbewachsener Baumstamm im Bergregenwald von Fortuna (West-Panama, 1200 m ü. NN) mit jungen Bromelien. Rechts: Ein typischer moosfreier Baumstamm, nur mit Krustenflechten bewachsen, im Tieflandregenwald von Barro Colorado Island (Panama Canal, 25 m ü.NN).

Zusammenarbeit

Noris Salazar, Smithsonian Tropical Research Institute, Panama

Herbario, Universidad Autónoma de Chiriquí, Panama

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