Der Regenerationsnische von Bäumen an der alpine Baumgrenze

Klima-bedingte Limitierungen für der Samenkeimung und der Etablierung von Sämlingen.

Hannah Loranger (PhD student), Maaike Bader, Gerhard Zotz

Die potentielle Höhegrenze für das Wachstum von Bäumen wird vermutlich durch einen Wärmemangel während der Wachstumsperiode bestimmt. Dagegen wird die Höhengrenze für die Ansiedlung von Bäumen vermutlich durch andere Klimafaktoren determiniert, so wie Frostereignisse und eine hohe Sonnenstrahlung. Diese ist wahrscheinlich ein wesentlicher Grund, weshalb nur wenige alpine Baumgrenzen die potentielle Höhegrenze positiven Wachstums erreichen. Die Etablierungsphase bestimmt außerdem die Reaktion von Baumgrenzen auf Klimaänderungen.

Die Meiste derzeitigen ökophysiologischen Untersuchungen zur Baumgrenze zielen darauf ab, die wachstumslimitierenden Faktoren für ausgewachsene Bäume zu verstehen. In unserem Projekt steht dagegen das Jugendstadium einschließlich der Keimung und der Sämlingsentwicklung im Vordergrund.

Ziel des Projektes ist es, die der Baumgrenzdynamik zugrunde liegenden Prozesse zu verstehen. Vor allem wollen wir die Bedeutung und die Interaktion von die Wärme und Dauer des Wachstumssaison und von Frost und Lichtstress für die erste Besiedlung von Baumgrenze-bildenden Baumarten im alpinen Lebensraum aufklären. Es werden u. a. Feld- und Laborversuche mit Samenkeimung und Feldexperimenten mit kleinen Sämlingen durchgeführt. Feldarbeiten finden am Alpinen Station Lautaret in den französischen Alpen statt.

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