Didaktik der Biologie

Katja Reitschert

(Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
Fak. V, Institut für Biologie- und Umweltwissenschaften, Didaktik der Biologie
Carl-von-Ossietzky-Straße 9-11
26111 Oldenburg
Tel. 0441/798-3949
email: katja.reitschert(at)uni-oldenburg.de


Abgeschlossene Dissertation zum Thema:


Ethisches Bewerten im Biologieunterricht

- Eine qualitative Untersuchung zur Strukturierung und Ausdifferenzierung von Bewertungskompetenz in bioethischen Sachverhalten bei Schülern der Sek. I -

Reitschert, K. (2009): Ethisches Bewerten im Biologieunterricht. Eine qualitative Untersuchung zur Strukturierung und Ausdifferenzierung von Bewertungskompetenz in bioethischen Sachverhalten bei Schülern der Sekundarstufe I. (347 Seiten). Hamburg: Verlag Dr. Kovač. ISBN: 978-3-8300-4212-9

Bildungspolitischer Hintergrund:

Für das Fach Biologie werden mit den neuen Bildungsstandards auch zentrale Fähigkeiten zum reflektierten Urteil bezüglich Biotechnik und Biomedizin und zur kritischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen gefordert – subsumiert unter dem Begriff der Bewertungskompetenz. Diese muss nun ebenso wie die anderen Kompetenzen inhaltlich konkretisiert und strukturiert werden, damit sie als diagnostizierbare und effektiv förderbare Fähigkeit in der Praxis vermittelbar wird (Hamman 2004).

Theoriebezug:

Zur Beantwortung der Frage, über welche Fähigkeiten jemand verfügen muss, um in bioethischen Konflikten angemessen und reflektiert urteilen zu können und damit zur Konstruktion eines theoretischen Kompetenzstrukturmodells, wurden Modelle aus der Biologiedidaktik (Bögeholz et al. 2004) und der Philosophiedidaktik (Martens 2003) sowie allgemeine ethische Kompetenzen (z.B. Dietrich 2004, Pfeifer 2003) verglichen und auf Gemeinsamkeiten hin analysiert, um zentrale Elemente von Bewertungskompetenz zu gewinnen. Zudem wurden grundlegende Erkenntnisse aus zentralen Theorien zur Moralentwicklung (Kohlberg 1976), Nunner-Winkler (2000, 2003),  zum intuitiven moralischen Urteil (Haidt 2001), zu moralischen Begründungsstrategien (Pieper 1994, 2007) zur Entwicklung epistemologischer Überzeugungen (z.B. Baxter Magolda 1992; Hofer / Pintrich 1997; Perry 1970; Schommer 1990) und zur Entwicklung des Perspektivenwechsels (Kohlberg 1976, Selman 1984) zugrunde gelegt. Das entstandene theoretische Modell zur Bewertungskompetenz setzt sich aus folgenden Teilkompetenzen zusammen (Reitschert et al. 2007):

Wahrnehmen und Bewusstmachen moralisch-ethischer Relevanz:

Angesprochen ist die Fähigkeit, das spezifische moralisch-ethische Problem in einem Sachverhalt wahrzunehmen und zu identifizieren.
Wahrnehmen und Bewusstmachen der Quellen der eigenen Einstellung:
Es gilt, ein reflektiertes Bewusstsein für zwischenmenschliche, gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse zu schaffen, die eine Wirkung auf die Ausbildung der eigenen begründeten Meinung haben.

Beurteilen:

Wird ein Sachverhalt beurteilt, so wird er sowohl unter Betrachtung der enthaltenen Fakten als auch unter Nennung der für und gegen eine Handlung sprechenden Gründe analysiert.

Folgenreflexion:

Es geht um die Fähigkeit, im Vorfeld hypothetische Folgen eines jeweiligen Urteils zu antizipieren und abzuschätzen.

Perspektivenwechsel:

Der Perspektivenwechsel umfasst sowohl die Fähigkeit, der eigenen Position entgegenstehende Argumente formulieren und nachvollziehen zu können als auch den ausschließlich eigenen Blickwinkel bis hin zu einer entpersonifizierten gesellschaftlichen Perspektive hin zu erweitern.

Argumentieren:

Grundlage des korrekten ethischen Argumentierens ist der praktische Syllogismus, der mit einem festen Schema deskriptiver und normativer Prämissen und Konklusionen operiert.

Urteilen:

In diesem Bereich geht es um den Mut und die Fähigkeit, eine eigene reflektierte und begründete Entscheidung treffen zu können.

Ethisches Basiswissen:

Das ethische Basiswissen umfasst die Fähigkeit der Schüler, in bioethischen Diskussionen jeweilige zentrale Fachbegriffe (z.B. Moral, Wert, Norm) erklären und korrekt verwenden zu können.

Fragestellung:

Die übergeordnete Forschungsfrage lautete:

F1:

Welche Konkretisierungen und Hinweise lassen sich aus der Empirie für das theoriegeleitete Kompetenzstrukturmodell im Bereich Bewertung gewinnen?

Daran anknüpfend ergeben sich folgende Unterfragen:

F2:

Welche Abstufungen lassen sich in einzelnen Teilkompetenzen von Bewertungs-kompetenz vornehmen?

F3:

Welche Anhaltspunkte für mögliche Zusammenhänge zwischen den Teilkompetenzen von Bewertungskompetenz lassen sich finden?

Methodik:

Es wurden mit 17 Schülern der 10. Realschulklasse problemzentrierte, leitfadenstrukturierte Einzelinterviews geführt. Der Interviewleitfaden orientierte sich an den deduktiv gewonnenen Teilkompetenzen von Bewertungskompetenz, der Hauptteil des Interviews bezog sich auf ein zu Beginn des Interviews eingegebenes Dilemma zur Präimplantationsdiagnostik. Die Interviews wurden in einem Mischverfahren aus deduktiver und induktiver Kategorienbildung in Anlehnung an die Grounded Theory unter Einsatz des Computerprogramms MAXqda2™ ausgewertet. Die konkreten Inhalte der einzelnen Teilkompetenzen in Bezug auf das Beispielthema wurden als induktive Subkategorien aus dem Datenmaterial herausgefiltert. Diese Subkategorien wurden unter vergleichender Analyse unter einem höheren Abstraktionsgrad zu übergeordneten Endkategorien  zusammengefasst und unter Hinzuziehen des theoretischen Hintergrundes nach Niveaus gestuft.
Exemplarische Ergebnisse und Diskussion einiger Teilkompetenzen:
Wahrnehmen und Bewusstmachen moralisch-ethischer Relevanz:
Es konnten vier verschiedene Arten der Problemwahrnehmung auf drei Niveaus ausgemacht werden, die durch unterschiedliche Anteile an Deskriptivität, Normativität, Rationalität und Emotionalität gekennzeichnet sind. Da mit der Wahrnehmung des Kernproblems in einem ethischen Dilemma und damit des vermuteten Wertekonflikts die weitere Reflexion und Beurteilung des Sachverhaltes beginnt und maßgeblich von ihr beeinflusst wird, werden die konstatierten Differenzen für wichtig befunden in Bezug auf das Verständnis der unterschiedlichen Herangehensweisen, mit denen Schüler einen ethischen Konflikt erfassen und reflektieren.

Folgenreflexion:

Die Antizipation von Folgen erstreckt sich auf drei Niveaus von den unmittelbar Beteiligten bis hin zu potenziellen Folgen für die Gesellschaft. Dabei unterscheiden sich der Grad des Perspektivenwechsels und die inhaltliche Fokussierung der Folgen (z.B. medizinisch-technische, ökonomische Folgen kulturell-sozialethische Folgen).

Ethisches Basiswissen:

Exemplarisch wurde das explizite Begriffsverständnis der zentralen Begriffe „Moral, Wert und Norm“ erfasst. Dabei zeigte sich ein facettenreiches und dennoch in Kernbereiche strukturierbares Verständnis, dessen Vielschichtigkeit bei der Reflexion ethischer Konflikte eine Quelle für Missverständnisse und Verständnisschwierigkeiten sein kann, wenn Schüler die in ethischen Diskussionen bedeutsame und relevante Dimension dieser Begriffe nicht berücksichtigen, sondern z.B. Moral ausschließlich als sportliche Moral, Normen als Standards und Werte als Messwerte verstehen.

Bedeutung für den Biologieunterricht:

Erst eine Konkretisierung und Strukturierung macht aus abstrakten Kompetenzbegriffen diagnostizierbare und vermittelbare Fähigkeiten für die Lehr-/Lernpraxis.
Eine empirisch basierte Ausdifferenzierung und Niveaukonkretisierung in den Teilkompetenzen schafft transparente Ansatzpunkte für eine adressatengerechte Förderung von Bewertungskompetenz und für methodisch-didaktische Konsequenzen bei der Vermittlung von Bewertungskompetenz.
Es werden sowohl Anhaltspunkte für den naturwissenschaftlich geprägten Lehrer gegeben, wodurch weniger stark und stark ausgeprägte Bewertungskompetenz bei seinen Schülern charakterisiert ist als auch Anhaltspunkte für Zusammenhänge und etwaige parallele Entwicklungen in den Teilkompetenzen.
Vertiefende Literatur:
www.ipn.uni-kiel.de/zfdn/pdf/007_Reitschert_13.pdf

Zur Person

Geboren: 1977 in Hamburg

Ausbildung und Weiterbildung

1996
Abitur
1997-2003 Studium Biologie und Philosophie für das Lehramt an der Oberstufe Allgemeinbildende Schulen an der Universität Hamburg
02/ 2004 -10/2004 Referendarin für das Gymnasium und die Gesamtschule am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg
04/2005 - 09/2008 Doktorandin bei Prof. Dr. Hößle an der Universität Oldenburg; Dissertation zum Thema: „Ethisches Bewerten im Biologieunterricht – Eine qualitative Untersuchung zur Strukturierung und Ausdifferenzierung von Bewertungs¬- kompetenz in bioethischen Sachverhalten bei Schülern der Sek. I
04/2005 – 06/2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Biologiedidaktik der Carl-von-Ossietzky- Universität Oldenburg
01/2008 – 06/2009 Ausbildung zur Multiplikatorin für Bildung für nachhaltige Entwicklung an Ganztags- schulen. Projekt der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Deutschen Gesell- schaft für Umwelterziehung e.V. (Abschluss mit ECTS-Zertifikat)
07/2009-08/2009 Südafrika (Port Elizabeth): Forschungsaufenthalt an der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth (Südafrika) im Rahmen des Projektes TERDAL
seit 07/2009
Akademische Rätin in der Biologiedidaktik der Carl-von-Ossietzky- Universität Oldenburg

Funktionen an der Universität

seit Juli 2007 Stellvertretendes Mitglied der Mitarbeiter- gruppe im Zulassungssausschuss Master of Education
seit Juli 2007 Prüferin der Fachdidaktik Biologie für die Zusatzprüfung für Bachelorabsolventen mit dem Ziel Master of Education
seit Mai 2008 BaföG-Beauftragte für Zwei-Fächer Bachelor, Master of Education, Lehramt
seit Juli 2009 Stellvertretendes Mitglied des Studien- gremiums des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften

Preise und Auszeichnungen

09/2009 Dissertationspreis der Fachsektion Didaktik der Biologie im VBIO in Anerkennung einer besonders herausragenden Dissertation auf dem Gebiet der Didaktik der Biologie

Tagungen / Vorträge / Lehrerfortbildungen

27.02. - 04.03.2005, Bielefeld
Teilnahme an der Internationalen Tagung der Sektion Biologiedidaktik im Verein deutscher Biologen (vdbiol) „Bildungsstandards“ in Zusammenhang mit der 2. Tagung des Dachverbandes der Gesellschaft für Fachdidaktik e.V. (GFD) „Kompetenzentwicklung und Assessment“
18. - 20.07.2005, Göttingen
Teilnahme an der Siebten Frühjahrsschule der Sektion Biologiedidaktik im Verband deutscher Biologen (vdbiol), ZeuS, Georg-August-Universität Göttingen
24.-26.03.2006, Berlin
Vortrag auf der Achten Frühjahrsschule der Sektion Biologiedidaktik im Verband Deutscher Biologen (vdbiol), Freie Universität Berlin (FU) Titel: „Bewertungskompetenz bei Schülern“
11.- 15.09.2006, London
Posterpräsentation auf der Sechsten Konferenz der European Researchers in Didactics of Biology (ERIDOB), Institute of Education, University of London
25.-29.09.2006, Weilburg
Vortrag auf der 13. Fachtagung der Fachleiter für Biologie an den Seminaren für Lehrerausbildung in der BRD „Moderne Biologie lehren lernen!“, Hessisches Landesinstitut für Pädagogik in Weilburg Titel: „Bewertungskompetenz im Biologieunterricht. Standards zur Bioethik “
23.-25.03.2007 , Bielefeld
Posterpräsentation auf der Neunten Frühjahrsschule der Sektion Biologiedidaktik im Verband Deutscher Biologen (vdbiol), Universität Bielefeld
05.05.2007, Halle
Einführungsvortrag auf dem Ökumenischen Lehrertag Halle „Im Dialog von Naturwissenschaften und Theologie“ am Pädagogisch-Theologischen Institut der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts

Leitung eines Workshops für Lehrer im Rahmen des Ökumenischen Lehrertages Halle Titel: „Auf dem Weg zu einem reflektierten Urteil“
09. 05.2007, Oldenburg
Vortrag im Rahmen des Studientages „Die Krankheit Mukoviszidose: Bioethische Fragestellungen als übergreifendes Thema in den Fächern Biologie und Religion“ im Studienseminar Oldenburg, Fachseminar Biologie Titel: „Die Präimplantationsdiagnostik. Medizinisches Vorgehen, rechtliche Regelungen, ethische Implikationen“
16.05.2007, Oldenburg
Vorlesung im Rahmen der Ringvorlesung „Neue Wege im Sachunterricht“ an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg im Sommersemester 2007 Titel: „Urteilskompetenz fördern. Ethische Reflexionen in der Grundschule am Beispiel Tierethik“
03.07.2007, Oldenburg
Vortrag im Rahmen des Bremen-Oldenburgischen Kolloquiums der Didaktik der Naturwissenschaften im Sommersemester 2007, Universität Oldenburg + Universität Bremen Titel: „Wie bewerten Schüler?“ Eine qualitative Untersuchung“
06.09.2007, Speyer
Referentin einer eintägigen Lehrerfortbildung am Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) in Speyer Thema: Bioethik: Gentechnik
16.-20.09.2007, Essen
Vortrag auf der Internationalen Tagung der Fachgruppe Biologiedidaktik im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin Deutschland e.V. (VBIO) in Zusammen-hang mit der Tagung der Gesellschaft für Fachdidaktik e.V. (GFD) "Ausbildung und Professionalisierung von Lehrkräften“, Universität Duisburg-Essen Titel: „Zur Struktur der Bewertungskompetenz in der Sek. I - Ein Beitrag zur Konkretisierung eines Kompetenzmodells im Bereich der Bioethik“
28.- 30.04.2008, Landau
Referentin auf der Lehrerfortbildung „Grüne Gentechnik: Pflanzen für die Zukunft“ am Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstituts der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz Titel: „Bewertungskompetenz und Grüne Gentechnik. Theoretischer Hintergrund und empirische Ergebnisse zur Bewertungskompetenz von Schülern“
02.06.2008, Münster
Vorlesung im Rahmen der Ringvorlesung „Bioethik“ an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster, Fachbereich Biologie, im Sommersemester 2008 Titel: „Ethisches Bewerten am Beispiel der Präimplantationsdiagnostik“
25.08.2008, 10 -18 Uhr, Speyer
Referentin einer eintägigen Lehrerfortbildung am Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) in Speyer Thema: Medizinische Ethik: Anfang und Ende menschlichen Lebens
18.09.2008, Hamburg
Referentin auf dem MNU-Tag 2008 Hamburg (Deutscher Verein zur Förderung des Mathematischen und Naturwissenschaftlichen Unterrichts) in der Hochschule für angewandte Wissenschaften Titel: „Ethische Bewertungskompetenz im biomedizinischen Kontext“
02.10.2008, Oldenburg
Mit-Koordinatorin und Moderatorin eines Workshops beim Projekttag „Kooperationen mit Energie. Schule-Wirtschaft-Forschung – gemeinsam für Nachhaltigkeit“ an der Universität Oldenburg
09. - 10.10.2008, PTI Neudietendorf
Referentin für die zweitägige Jahrestagung Evangelischer Religionsunterricht an der Regelschule Thema: Wer hat denn nun Recht? – Im Dialog von Naturwissenschaften und Theologie
30.10.2008, Oldenburg
Referentin auf dem Lehrersettreffen des von der DBU geförderten interdisziplinären Projekts zur Förderung der Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern zum Thema Klimawandel „Klimawandel vor Gericht“ Thema: Grundlagen der Ethik und moralischer Argumentationen
03.11.2008, Hannover
Referentin für die Fachleitertagung Biologie Niedersachsen (über das Niedersächsische Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung) "Kompetenzorientierte Ausbildung von Biologielehrern in der II. Phase“ Titel: Ethische Bewertungskompetenz im Biologieunterricht
13.-14.02. 2009, PTI Drübeck
Referentin einer zweitägigen Lehrerfortbildung des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts Thema: „Mensch macht Mensch“. Zur Beurteilung der modernen Biomedizin.
25.-27.3.2009, Pädagogische Hochschule Heidelberg
Vortrag auf der DGfE Tagung „Bildungsstandards und Kompetenz¬modelle – eine Verbesserung der Qualität von Schule, Unterricht und Lehrer¬bildung?“ (gemeinsame Tagung der Kommissionen „Schulforschung und Didaktik“ sowie „Professions-forschung und Lehrerbildung“) Thema: Elemente und Niveaus von ethischer Bewertungskompetenz im Biologieunterricht
02.-04.04.2009, Oldenburg
Mitwirkung bei den 1. Oldenburger Forschertagen: Konzeption und Organisation der Beteiligung der Biologiedidaktik durch biologische Experimente für Grundschul-kinder
14.-16.09.2009, Göttingen
Vortrag auf der ZeUS-Fachtagung „Kompetenzen in Schule und Unterrichten erfassen, modellieren und fördern“, Zentrum für empirische Unterrichts- und Schulforschung der Georg-August-Universität Göttingen Thema: Zum Umgang mit den Anforderungen des fachspezifischen Kompetenzprofils der KMK für Biologielehramtsstudierende
25.09.2009, Oldenburg
Mitwirkung an der „Langen Nacht der Wissenschaft“ in Oldenburg: Organisation und Ausrichtung von Mitmach-Experimenten aus der Biologiedidaktik
21.-25.09.2009, Kiel
Posterpräsentation auf der Internationalen Tagung der Fachgruppe Biologiedidaktik im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin Deutschland e.V. (VBIO) „Heterogenität erfassen - individuell fördern im Biologieunterricht", IPN Kiel Titel: Konkretisierung und Erfassung des fachspezifischen Kompetenzprofils Biologie für Lehramtsstudierende
11.02.2010, Rhauderfehn
Referentin einer eintägigen Lehrerfortbildung am Gymnasium Rhauderfehn Thema: Integration von Bewertungskompetenz ins schulinterne Curriculum
31.05.2010 Münster
Vorlesung im Rahmen der Ringvorlesung „Bioethik“ an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster, Fachbereich Biologie, im Sommersemester 2010 Titel: „Der naturwissenschaftliche und moralische Status des menschlichen Embryos“
20.09.2010, Fuldatal
Angenommener Vortrag auf der 15. Fachtagung der Fachleiter für Biologie an den Seminaren für Lehrerausbildung in der BRD Vorläufiger Titel: Die prozessbezogene Kompetenz der Bewertung lehren und lernen
13.-17.07.2010, Brage, Universidade do Minho
Angenommene Posterpräsentation auf der ERIDOB 2010 (8th conference of European researchers in didactics of biology) Titel: Concretising and evaluating the subject-specific competence profile for biology in teacher education

Projekte

Sinnesschule

Eröffnung: 28.05.2010
Konzeption, Aufbau und Koordination des außerschulischen Lernorts "Sinnesschule" in Oldenburg. Dieser didaktisch aufbereitete Lernort ermöglicht Kindern vom Kindergarten bis zum Sekundarbereich I, die menschlichen Sinne mit interaktiven Exponaten und Modellen zu erforschen.

Publikationen

Materialien / Texte für den Fachunterricht Biologie

  • Hößle, C. und Reitschert, K. (2006): Pränatale Diagnostik auf dem Prüfstand – Lernstraße. In: Praxis der Naturwissenschaften Biologie, Heft 5/55, S.19-27
  • Reitschert, K., Hößle.C. (2006): Methoden der Präimplantationsdiagnostik und die Frage nach dem Recht auf ein gesundes Kind (Sek. II). Unterrichtsreihe für das Sammelwerk RAAbits Biologie, Signatur III/ A, 40 Seiten
  • Hößle, C. und Reitschert, K. (2007): Fisch als Nahrungsmittel. Gentechnisch verändert? In: Praxis der Naturwissenschaften Biologie, Heft 1/56, S. 26-36
  • Lorenz, S. / Reitschert, K. (2007): Der außerschulische Lernort Zoo (Sek.I). Unterrichtsreihe für das Sammelwerk RAAbits Biologie, 54. Ergänzungslieferung Oktober 2007, 18 Seiten
  • Katja Reitschert und Julia Schwanewedel (2008): Aggression bei Mensch und Tieren. Stationen für das 11.-13.Schuljahr. In: Unterricht Biologie 337/338, S. 68-73
  • Gresch, H. und Reitschert, K. (2008): Die Influenza – ein Stationenlernen (9./10. Schuljahr). Unterrichtsreihe für das Sammelwerk RAAbits Biologie, Signatur I/G7/2, 32 Seiten
  • Reitschert, K. (2009): Vom Erdapfel zur Genkartoffel? Stationenlernen zur gentechnisch veränderten Kartoffel. In: Hößle, C. (Hrsg.): Gentechnik an Pflanzen – eine Herausforderung. Unterrichtsmaterialien zur Förderung der Erkenntnis- und Bewertungskompetenz von Schülern des Sekundarbereichs I und II zum Thema Gentechnik an Pflanzen, ca. 17 Seiten (im Druck)
  • Katja Reitschert & Andreas Feigenspan (2009): Gifte tropischer Tiere – Wie Neurophysiologen die Wirkung von Neurotoxinen entschlüsselten. In: Praxis der Naturwissenschaften Biologie, Heft 6/58, S. 35-42
  • Reitschert, K. (2009): Kostbare Asche. In: Unterricht Biologie 350 S. 44-47
  • Katja Reitschert (2009): „Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt“ In: Neues Lehrwerk für die Hauptschule „Natur und Technik Biologie“, Band 1 Hauptschule, Nordrhein-Westfalen, S. 70-89
  • Katja Reitschert & Corinna Hößle (2010): Ethisches Bewerten im Biologieunterricht. In: Spörhase-Eichmann, U. / Ruppert, W. (Hrsg.): Biologie-Methodik, Cornelsen Scriptor Verlag, S. 227-230
  • Katja Reitschert (2010): Schrumpelfinger: Experimente zur Wirkung von Wasser auf die Haut (Arbeitstitel). Angenommen für PdN Biologie „Haut & Haare“, hrsg. von Dr. K.-H. Scharf
  • Ute Becker, Ulrike Müller, Katja Reitschert, Ann Zirker (2010): Kartoffeln im Fernsehen - Was haben meine Kartoffelchips mit dem Klimawandel zu tun? In: Starke Partner für BNE. Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis. S. 21-24. http://www.bne-ganztagsschule.de/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=38&Itemid=37
  • Lisa Czichowski, Katja Reitschert (2010): Die Sinne begreifbar machen in der Sinnesschule Oldenburg anhand der Themen „Sehen“ und „Hören“ mit ausführlichen Arbeitsmaterialien. Oldenburger VorDrucke 587/10. ISSN 0932-7584, 114 Seiten
  • Svenja Heller, Swantje Pützer, Katja Reitschert (2010): Die Sinne begreifbar machen in der Sinnesschule Oldenburg anhand der Themen „Riechen“ und „Tasten“ mit ausführlichen Arbeitsmaterialien. Oldenburger VorDrucke 588/10. ISSN 0932-7584, 160 Seiten

Materialien / Texte für den Sachunterricht

  • Reitschert, K. (2007): Kletterkünstler und Nussliebhaber – Das Eichhörnchen. Lernen an Stationen in der dritten Jahrgangsstufe. In: Grundschulmagazin. Impulse für einen kreativen Unterricht, 5/2007, S. 53-59
  • Reitschert, K. (2007) „Ich wünsche mir ein Tier“. Urteilskompetenz in der Grundschule fördern am Beispiel Haustierhaltung. In: Pfeiffer, S. (Hrsg.): „Sachunterricht im 21.Jahrhundert - Bestandsaufnahmen - Herausforderungen- Visionen", Oldenburger Vordrucke 564, ISSN 0932-7584, Seite 38-48
  • Reitschert, K. (2008): Wie macht man es richtig? Ein Unterrichtsmodell zur reflektierten Entscheidungs-findung. In: Grundschulmagazin. Impulse für einen kreativen Unterricht 6/2008, S.17-22

Biologiedidaktische Forschung

  • Reitschert, K (2006): Bewertungskompetenz im Biologieunterricht - Standards zur Bioethik –. In: Tagungsband der 13. Fachleitertagung für Biologie 2006, herausgegeben über MNU, Seite 83-95
  • Reitschert, K. & Hößle, C. (2006): Bewertungskompetenz von Schülern in einem medizinethischen Konfliktfeld. In: Achte Frühjahrsschule der Sektion Biologiedidaktik im Verband Deutscher Biologen, Freie Universität Berlin, Berlin (abstract)
  • Reitschert, K. & Hößle, C. (2006).: Die Struktur von Bewertungskompetenz – Ein Beitrag zur Dimensionierung eines Kompetenzmodells im Bereich der Bioethik. In: Vogt, H./ Krüger, D et al..: Erkenntnisweg Biologiedidaktik. Beiträge auf der 8. Frühjahrsschule der Sektion Biologiedidaktik im VdBiol in Berlin 2006, Seite 99-114
  • Reitschert, K. / Hößle, C. (2006): Competence of moral judgement in Biology lessons. How do students judge problems of biomedical sciences? in: VIth conference of ERIDOB, Institute of Education, London (abstract)
  • Reitschert, K., Langlet, J., Hößle, C., Mittelsten Scheid, N., Schlüter, K. (2007): Dimensionen von Bewertungskompetenz. In: MNU, 60. Jahrgang, Heft 1, S.43-51
  • Reitschert, K. (2007): Bioethisches Schülerurteil im Spannungsfeld von Biologie, Philosophie und Religion. Ein Problemaufriss am Beispiel der Präimplantationsdiagnostik. In: AUFbrüche, 2/2007, Hausnachrichten des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts, S.33-40
  • Katja Reitschert & Corinna Hößle (2007): Zur Struktur der Bewertungskompetenz in der Sek.I – Ein Beitrag zur Konkretisierung eines Kompetenzmodells im Bereich der Bioethik. In: Ausbildung und Professionalisierung von Lehrkräften. Internationale Tagung der Fachgruppe Biologiedidaktik im VBIO – Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin. Abstractband, S. 59-62
  • Katja Reitschert & Corinna Hößle (2007): Wie Schüler ethisch bewerten - Eine qualitative Untersuchung zur Strukturierung und Ausdifferenzierung von Bewertungskompetenz in bioethischen Sachverhalten bei Schülern der Sek.I-. In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften (ZfDN), Jg. 13, 2007, S.125-143 http://www.ipn.uni-kiel.de/zfdn/pdf/007_Reitschert_13.pdf
  • Katja Reitschert & Corinna Hößle (2008): Zum moralischen Problembewusstsein in bioethischen Konfliktfeldern. In: Ute Harms / Angela Sandmann (Hrsg.): Lehr- und Lernforschung in der Biologiedidaktik. Band 3. Innsbruck: Studienverlag, S. 81-102
  • Reitschert, Katja (2009): Ethisches Bewerten im Biologieunterricht. Eine qualitative Untersuchung zur Strukturierung und Ausdifferenzierung von Bewertungskompetenz in bioethischen Sachverhalten bei Schülern der Sekundarstufe I. (347 Seiten). Hamburg: Verlag Dr. Kovač. ISBN: 978-3-8300-4212-9 http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-4212-4.htm
  • Reitschert, Katja (2009): Zum Umgang mit den Anforderungen des fachspezifischen Kompetenzprofils der KMK für Biologielehramtsstudierende. In: Heterogenität erfassen – individuell fördern im Biologieunterricht. Tagungsband der Internationalen Tagung der Fachsektion Didaktik der Biologie im VBiO (FDdB). IPN, Kiel (abstract)