Hydrogeologie und Landschaftswasserhaushalt

Entwicklung von Betriebsstrategien für einen optimierten Abbau von Spurenstoffen in der Uferfiltration

Projektbeschreibung

In Berlin basiert die Trinkwassergewinnung auf Uferfiltration innerhalb des halb-geschlossenen Berliner Wasserkreislauf. Uferfiltration stellt die wichtigste Wasserreinigungsstufe dar und ihre hohe Leistungsfähigkeit ist zum Schutz der Trinkwasserressourcen unerlässlich. Das gegenwärtige Prozessverständnis ist durch Forschungsprojekte in Berlin (NASRI, ASKURIS etc.) bereits hoch, es existieren aber immer noch viele Wissenslücken. Neue Methoden der Mikrobiologie (next generation high-throughput sequencing) und der DOC-Charakterisierung sollen helfen, in Laborsäulenversuchen beobachtete, standortspezifische Unterschiede beim Abbau von organischen Spurenstoffen in Berlin aufzuklären. Dabei sollen die Faktoren Temperatur, Trophie des Gewässers, Komposition und Konzentration des DOCs, Rolle der Uferrandzonen (Schilf), sowie des Redoxpotentials untersucht werden. Mittels Indikatorsubstanzen (z.B. Gemfibrozil, Diclofenac, Primidon, Carbamazepin) sollen Feldstandorte bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit bewertet werden. Übergeordnetes Ziel ist es, die Bewirtschaftung der Uferfiltration und Grundwasseranreicherung für einen verbesserten Abbau von Spurenstoffen durch ein kontrolliertes Redoxmanagement zu optimieren.

Kooperationspartner

Prof. Dr.-Ing. Jörg E. Drewes (Lehrstuhl Siedlungswasserwirtschaft, Technische Universität München) & Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel (Fachgebiet Wasserreinhaltung, Technische Universität Berlin)

Finanzierung

Berliner Wasserbetriebe

Projektlaufzeit

Ab Mai 2015

Bearbeiterin