Hochschulinformationsbüro

Hochschulinformationsbüro in Oldenburg

Seit Anfang August 2006 hat sich in Oldenburg ein gewerkschaftliches Hochschulinformationsbüro etabliert. Damit öffnen Gewerkschaften sich an der Universität und der Fachhochschule stärker den Problemen von Studierenden. Der Studierendenalltag bietet dazu viele Gelegenheiten.

Das HiB arbeitet kontinuierlich in verschiedenen Bündnissen. In erster Linie handelt es sich um die jeweilige Gewerkschaftsjugend, den AStA, Fachschaften und Studierende. Ferner arbeitet das HiB mit einzelnen Lehrenden, Fakultäten, der Studienberatung des Studentenwerkes und Einrichtungen der Universität wie dem Career Service zusammen.  

Studierende sind in ihrer Mehrzahl auch Erwerbstätige...

.... denn fast drei Viertel der Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten. Ob als Hilfskräfte an der Uni, als Honorarkräfte in der Erwachsenenbildung, als kurzfristig oder dauerhaft geringfügig Beschäftigte – Studierende bilden für die lokalen Arbeitsmärkte längst ein billiges und flexibles Arbeitskräftepotenzial. Um die erwerbstätigen Kommilitonen zu unterstützen, bietet das Hochschulinformationsbüro Sprechstunden an, um gezielt erste Informationen über Arbeits- und Tarifrecht zu vermitteln.

Weil die Universität (Aus-) Bildungsort ist...

...müssen Studierende sich mit der Qualität von Forschung, Lehre und Betreuung auseinandersetzen. Sich für eine gute Ausbildung an den (Fach-) Hochschulen einzusetzen muss nicht bedeuten, nur zu versuchen die individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Wir möchten zur Diskussion darüber anregen, was ein gutes Studium ist. Lässt sich ein akademisches Studium tatsächlich auf arbeitsmarktorientierte Fachausbildung reduzieren? Welche Kompetenzen und Inhalte werden wie und warum vermittelt? Wie möchten Studierende arbeiten, lernen und leben?

Weil der Einstieg in das Berufsleben heute oft über Praktika verläuft....

..., ist die Gefahr groß, dass Studierende und junge AbsolventInnen ausgenutzt werden. Studienbegleitende Praxiserfahrungen sind gut und wichtig. Sie sollten jedoch weiterqualifizieren sowie fachlich begleitet und angemessen bezahlt werden. Die Realität sieht allerdings anders aus. Unbezahlte und lange Praktika sind weit verbreitet. Um die betroffenen Kommilitoninnen zu unterstützen, werden wir in unserer Sprechstunde über Arbeitsrechte informieren, die auch für Praktikantinnen gelten. Darüber hinaus kann der Kontakt zu der zuständigen Gewerkschaft hergestellt werden, um über weitergehende Beratung und Unterstützung zu sprechen. 

 

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