Graduiertenkolleg Selbst-Bildungen

Gerrit Vorjans

Promotionsprojekt

Von der »Torheit, wählerisch zu sterben«. Zur Funktion und Bedeutung von Suizidarten 
in Texten der deutschsprachigen Literatur um 1900

Abstract

Die Selbsttötung als tragische Lösung literarischer Konflikte ist so alt wie die abendländische Literatur selbst. Wenig verwunderlich ist es also, dass sich auch die literaturwissenschaftliche Forschung des Suizidthemas bereits in verschiedenen Arbeiten angenommen hat. In all diesen Untersuchungen, die stets entweder die Ursachen oder die moralischen Bewertungen der Suizide in den Blick nehmen, bleibt indes ein Aspekt durchgängig unbeachtet: die Art und Weise der Selbsttötung. Am Beispiel verschiedener literarischer Texte der deutschsprachigen Literatur zwischen 1880 und 1914 - einer Phase, in welcher das Suizidthema inner- wie außerliterarisch intensiv diskutiert wurde - soll die Produktion eines bestimmten kulturellen Wissens um die Art und Weise des Suizids untersucht werden. mehr...

Forschungsschwerpunkte

Praxeologische Perspektiven in der Literaturwissenschaft, Epik und Dramatik in der deutschsprachigen Literatur um 1900: Bürgerlicher Realismus - Naturalismus - Klassische Moderne; historische Geschlechterordnungen, Schriftstellerinszenierungen, Diskursanalyse.

Kurzbiografie

Seit 10/2011 Promotion im Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive" an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
10/2010- 09/2011 Wissenschaftliche Hilfskraft an der FK III am Institut für Germanistik bei Prof. Dr. Sabine Kyora
10/2008- 10/2010 Fachmasterstudium Germanistik an der CvO Universität Oldenburg.
Titel der Abschlussarbeit: Ophelias Brüder. Männlicher Wassersuizid in der deutschsprachigen Literatur um 1900 an ausgewählten Beispielen.
10/2004- 09/2008 Bachelorstudium an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in den Fächern Germanistik und Sozialwissenschaften.

Publikationen

Monografien

Von der Torheit, wählerisch zu sterben. Suizid in der deutschsprachigen Literatur um 1900. Bielefeld: transcript 2016 [im Erscheinen].

Aufsätze in Sammelbänden

„Tu Schlechtes und rede darüber“ – Das Drogengeständnis als Selbstinszenierungspraktik bei Benjamin von Stuckrad-Barre. In: Subjektform Autor: Autorschaftsinszenierungen als Praktiken der Subjektivierung. Hrsg. von Sabine Kyora. Bielefeld: transcript 2014.

 

 

 

Kontakt

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