Graduiertenkolleg Selbst-Bildungen

Meldungen aus dem Graduiertenkolleg

20.03.2018 – DFG Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen"

Call for Papers

"Literarische Praktiken der Gegenwart. Autorschaft und autofiktionales Schreiben im digitalen Raum"

Ein interdisziplinärer Workshop im Rahmen der Summer School des DFG-Graduiertenkollegs "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive", Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, 13.-14. September 2018

Literarisches Schreiben im 21. Jahrhundert ist mit Blick auf die Veränderungen der Produktions- und Distributionsbedingungen durch die digitalen Medien, allen voran durch das Internet, zu betrachten. So sind gegenwärtige literarische Formate, wie Hyperfiction, kollaborative Mitschreibeprojekte, Weblogs oder Klein(st)formen wie Facebook- und Twitter-Literatur, durch den gegebenen digitalen Rahmen geprägt. Gleichzeitig erscheinen literarische Texte im digitalen Raum oftmals als autobiographisch oder autofiktional, wenn sich Autor*innen als Figuren in diese einschreiben. Die Möglichkeiten des Digitalen beeinflussen zudem die schriftstellerischen Inszenierungspraktiken und die Konzepte von Autorschaft. Nicht zuletzt thematisiert und verhandelt auch die gegenwärtige nicht-digitale Literatur Autorschaft und literarisches Schreiben unter den Bedingungen des Digitalen.

Im Workshop sollen diese verschiedenen literarischen Praktiken der Gegenwart herausgearbeitet und diskutiert werden. Hierbei stehen die Fragen im Vordergrund, ob und welche spezifischen literarischen Praktiken des Digitalen es gibt, inwieweit diese auf andere literarische Praktiken und Verfahren referieren und schließlich, wie diese Praktiken theoretisch gefasst werden können. Damit ist zugleich auch nach den Grenzen und den Übergängen literarischer Praktiken zu anderen medialen Praktiken zu fragen.

Der Workshop nähert sich den hier aufgerufenen Problemstellungen aus einer interdisziplinären Perspektive, wobei einerseits literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Betrachtungsweisen und andererseits praxistheoretische und historische Perspektiven im Fokus stehen.

Mögliche Themen können sein (sind aber nicht begrenzt auf):

  • Konzepte der Autorschaft im Web 2.0
  • Literarische Formate im digitalen Raum
  • Praktiken des Schreibens im digitalen Kontext
  • Grenzen und Übergänge literarischer zu anderen medialen Praktiken
  • Autofiktion/Autobiographie und Digitalität
  • Gattungsentwicklung und Hybridisierung von Genres im digitalen Raum
  • Produktions- und Distributionsbedingungen des Digitalen
  • Rezeption von Literatur im digitalen Raum
  • Darstellung und Verhandlung von Digitalität in nicht-digitaler Literatur
  • […]

Der zweitägige Workshop lädt Nachwuchswissenschaftler*innen ein, auf der Grundlage 30minütiger Vorträge und anschließender Diskussionen über literarische Praktiken im digitalen Raum nachzudenken und sich auszutauschen, hierbei ist der Workshop explizit als Forschungswerkstatt gedacht. Die Teilnahme von Promovend*innen und Post-Docs ist ausdrücklich erwünscht.

Ergänzt werden die beiden Workshop-Tage durch einen öffentlichen Abendvortrag von Dr. Innokentij Kreknin (Technische Universität Dortmund).

Teilnehmer*innen werden die Reise- und Übernachtungskosten erstattet, sofern diese nicht von ihrer Heimatinstitution übernommen werden können.

Ihren Abstract (inkl. Vortragstitel) im Umfang von max. 300 Wörtern und eine Kurzbiographie (wissenschaftlicher Werdegang, Forschungsschwerpunkte) senden Sie bitte unter Angabe Ihres Namens, Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer institutionellen Anbindung als PDF bis zum 30.04.2018 an die untenstehende E-Mail Adresse.

Die Benachrichtigung über die Annahme der Beiträge erfolgt Mitte Mai.

Kontakt:

Marcella Fassio
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Graduiertenkolleg 1608/2 „Selbst-Bildungen”
+49 441 798-2718
marcella.fassio(at)uni-oldenburg.de