Graduiertenkolleg Selbst-Bildungen

 

Björn Bertrams

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26129 Oldenburg
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PROMOTIONSPROJEKT

Ethnopoetik. Literatur als Reflexionsraum der Ethnografie

ABSTRACT

Das Dissertationsprojekt thematisiert die schöpferische und reflexive Dimension ethnografischer Texte anhand zweier Fälle: Michel Leiris (1901–1990) und Hubert Fichte (1935–1986). Beide sollen in einer Engführung von Literatur- und Ethnologiegeschichte als Vorboten einer umfassenden Rekonfiguration der funktional differenzierten Moderne etabliert werden. In einem doppelten Zugriff von Diskurs- und Textverfahrensanalyse soll die Ausgangsthese gestützt werden, der zufolge bei Leiris und Fichte die ethnopoetologische Reflexion eine (Re-)Subjektivierung des modernen Forscher-Ich im Bezugsmodus kultureller Alterität leiste. Die Neubestimmung des ethnografischen Subjekts bilde dann den Auftakt zu einer Nivellierung kulturpolitischer Hierarchien und einer Symmetrisierung der Ethnologie als Anthropologie, wie sie im heutigen anthropologischen Diskurs entworfen wird.

Kurzbiografie

seit 2015

Kollegiat im Graduiertenkolleg "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung"

SoSe 2017

Lehrbeauftragter am Fachbereich 10 (Germanistik) der Universität Bremen

WiSe 2016/17

Lehrbeauftragter des Instituts für Germanistik der Universität Oldenburg

SoSe 2016

Lehrbeauftragter des Instituts für Germanistik der Universität Oldenburg

2007-2014

Studium der Komparatistik, Philosophie und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2009-2010   Studium der Philosophie an der Université Jean Moulin Lyon III

Während des Studiums studentische Hilfskraft

  • am Institut für Erziehungswissenschaft (Abt. Schulpädagogik) der JGU Mainz,
  • am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz (Redaktion),
  • am Institut für Soziologie der JGU Mainz (Abt. Soziologische Theorie und Gender Studies) und
  • am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universitätsmedizin Mainz
    

Veröffentlichungen

Erstaunliches Lichtspiel. Claude Lévi-Strauss und die Kunst der Ethnographie, in: Timo Kehren / Carolin Krahn / Georg Oswald / Christoph Poetsch (Hg.): Staunen. Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur, in Vorbereitung.

Au revoir, critique! B.B. im Gespräch mit Philipp Felsch über Merve, Kritik und Theorie als Lebensform, in: testcard 25 (2017), S. 42–50.

Kritik der Selbst-Bildung. Routine und Eigensinn in den Praktiken der Subjektivierung. Bericht zur Summer School: "Kritik der Selbst-Bildungen. Routine und Eigensinn in den Praktiken der Subjektivierung, 13.–14. September 2016, in: H-Soz-Kult, 02.12.2016 (zusammen mit Alexandra Janetzko, David Adler, Hannes Glück und Stefan Kühnen).

REZENSIONEN (AUSWAHL)

Rezension zu: Dorothee Kimmich: Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne, Paderborn u.a.: Konstanz University Press 2017, in: KulturPoetik 1/2018, im Erscheinen.

Rezension zu: Hubert Fichte: Ich beiße dich zum Abschied ganz zart. Briefe an Leonore Mau, Frankfurt am Main: Fischer 2016, in: literaturkritik.de 12/2016.

Ein Buch zu viel. David Foenkinos liefert einen rundum misslungenen Roman über Charlotte Salomon und heimst damit Preise in Frankreich ein, in: literaturkritik.de 09/2015.

Entstellte Anthropologie. Michael Taussigs neu aufgelegte Geschichte von »Mimesis und Alterität« ist eine Lektüre wert, in: literaturkritik.de 03/2015.

Rezension zu: Oswald Wiener: die verbesserung von mitteleuropa, roman, Salzburg / Wien: Jung und Jung 2013, in: testcard. Beiträge zur Popgeschichte 24 (2014), S. 280f.

Rezension zu: Ursula Markus / Tanja Polli: Das Geschlecht der Seele. Transmenschen erzählen, Zürich: Elster 2013, in: testcard 23 (2013), S. 307f.

Rezension zu: Thomas Meinecke: Ich als Text. Frankfurter Poetikvorlesungen, Berlin: Suhrkamp 2012, in: testcard 22 (2012), S. 264/266.