Graduiertenschule 3GO

Details zum Termin:

Welche Theorien (ver-)stecken (sich) in meiner Arbeit? Erkenntnistheoretische Überlegungen

20. Januar 2017, 10:00 , 18:00

Welche Theorien (ver)stecken (sich) in meiner Arbeit? Erkenntnistheoretische Überlegungen für das wissenschaftliche Arbeiten

Wissenschaft will Aussagen über die Wirklichkeit machen. Dabei geht es darum, Beobachtungen anzustellen und diese in widerspruchsfreien, zusammenhängenden und begründbaren Darstellungen zusammenzufügen. Gute Wissenschaft macht deutlich, nach welchen Prinzipien sie das macht. Aus welcher Perspektive, mit welchen Vorstellungen, Theorien oder theoretischen Konzepten wird auf das geschaut, was wir Wirklichkeit nennen? Jede Theorie verändert das Beobachtete in den Augen des Wissenschaftlers und prägt die Darstellung des Phänomens.

Dieser Workshop richtet sich an Doktoranden, die interessiert sind, einen konsistenten Theorierahmen für Ihre Arbeit zu entwickeln oder bereits entwickelte Theoriegrundlagen kritisch zu überprüfen.

Im ersten Teil des Workshops (vormittags) sollen wissenschaftstheoretische und erkenntnistheoretische Grundlagen dargestellt werden.
• Über den Stellenwert von Theorien: Was leisten sie, wozu sind notwendig. Geht es ohne? Wo beginnt Theorie? Wie werden Theorien gewonnen.
• Der Unterschied zwischen Theorie und Empirie: Wie stellt sich das Verhältnis von Theorie zum Gegenstand der Untersuchung dar?
• Über den Relativismus von Wissenschaft: Welche grundsätzlichen wissenschaftlichen Positionen lassen sich entwickeln? Welche Perspektive kann ein Wissenschaftler gegenüber seinem Gegenstand einnehmen? Verändert die Perspektive des Wissenschaftlers den Gegenstand?
Im zweiten Teil des Workshops (nachmittags) soll konkret Bezug auf die Arbeiten der Teilnehmenden genommen werden.
• Was ist der Gegenstand meiner Arbeit?
• Was lässt sich - wissenschaftlich - über diesen Gegenstand sagen?
• Welche (erkenntnis-)theoretische Position möchte ich in meiner Arbeit einnehmen?
• Wie lässt sich ein konsistenter theoretischer Rahmen herzustellen? Worin liegen die Konsequenzen dieser theoretischen Position?
• Was für Erkenntnisse kann und soll meine Arbeit liefern?

Dr. Stefan Treitz, studierte Philosophie in Heidelberg und Oldenburg und promovierte mit einer Arbeit über Metaphysik und Erkenntnistheorie. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Philosophie der normalen SpracheLeibanthropologie, SozialphilosophieErkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Stefan Treitz unterrichtete an den Universitäten Oldenburg und Bremen in Philosophie, Sportwissenschaft und Ökonomie. Sein gegenwärtiges Forschungsinteresse richtet sich auf das Werk Ludwig Wittgensteins.

Dozent: Dr. Stefan Treitz
Termin: 20. Januar 2017, 10 – 18 Uhr Teilnehmerzahl: max. 12
Vorbereitung: Erstellung eines Kurz-Exposés über das Forschungsvorhaben von maximal 1,5 Seiten. Stellen Sie darin kurz Ihren Theorierahmen und Ihren Untersuchungsgegenstand dar. Hierbei müssen keine fertigen Lösungen und Theoriegebäude präsentiert werden. Auch eine Problem- oder Fragestellung kann dargestellt werden. Bereiten Sie sich darauf vor, den eigenen Theorierahmen oder Ihre theoretische Problemstellung kurz (ca. 2 Minuten) im Workshop zu referieren.
Raum: V01 3-332a
Anmeldung: Bitte reichen Sie zusammen mit der Anmeldung das Exposé Ihres Forschungsvorhabens unter 3go(at)uni-oldenburg.de ein (spätestens jedoch am 23. Dezember 2016).