Gleichstellungsstelle

VORTRAG / LESUNG "Frauengesellschaft(en)"
Britta Jürgs, AvivA Verlag, Berlin

8. März 2012, 11:15 Uhr im Bibliothekssaal

BildBücher, Kunst und Vernetzung sind auch zentrale Themen für die Berliner Publizistin und Verlegerin Britta Jürgs. Die Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin gründete 1997 den AvivA Verlag mit einem Programmschwerpunkt auf Anthologien, Porträts und Biografien zu Frauen aus Kunst- und Kulturgeschichte verschiedener Epochen, mit besonderem Blick auf solche, die trotz herausragender und innovativer Arbeiten zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. In der Reihe „Wiederentdeckte Schriftstellerinnen“ veröffentlicht der Verlag in Erst- und Neuauflagen Romane aus den 20er- und 30er-Jahren von deutsch-jüdischen Autorinnen, die aufgrund des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten und deren Karrieren dadurch oft ein abruptes Ende fanden. AvivA, im Hebräischen die weibliche Form des Wortes Frühling, „steht für einen lebendigen und undogmatischen Aufbruch mit Sinn für Entdeckungen jenseits des Mainstreams“, so Britta Jürgs. Mehrere Jahre war die Verlegerin Vorsitzende des Branchen-Netzwerks „BücherFrauen“, einem Zusammenschluss von ca. 850 Frauen, die angestellt oder freiberuflich mit Büchern zu tun haben – in Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken, Institutionen oder im eigenen Büro. Vorbild des 1990 gegründeten Vereins ist das Netzwerk „Women in Publishing (WiP)“, mit Ablegern in den USA, Australien, Irland, Indien, Hongkong und den Philippinen. Britta Jürgs wurde 2011 auf der Frankfurter Buchmesse für ihr Engagement als „BücherFrau des Jahres“ ausgezeichnet.

BildAnlässlich des Internationalen Frauentags 2012 gibt Britta Jürgs einen persönlichen Einblick in ihre Arbeit und stellt unter anderem das im AvivA Verlag erschienene Buch der Fotografin und Autorin Eva Hehemann mit dem Titel „Frauengesellschaft(en) in Deutschland. Von der privaten Feier bis zum Berufsverband“ vor.