Gleichstellungsstelle

Ankündigung: Veranstaltungen zum Jubiläum des Internationalen Frauentags 2011

100 Jahre ist es her, dass mehr als eine Million Frauen in mehreren euro­päischen Ländern mit der Forderung nach dem aktiven und passiven Wahlrecht auf die Straße gingen – die Geburtsstunde des Internationalen Frauentags. Trotz weitreichender Errungenschaften bietet der 8. März auch heute noch genügend Anlass zum Nachdenken, etwa über die nach wie vor bestehenden Gehaltsunterschiede im Geschlechtervergleich oder die anhaltende Unter­reprä­sen­tanz von Frauen auf Spitzenpositionen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Jutta Limbach und Karin Lochte als Gastrednerinnen am 7. März

Zwei außergewöhnliche Frauen, die als Vorreiterinnen in ihrem jeweiligen Gebiet – Justiz und Wissenschaft – gelten und darin großen Einfluss erlangten, sind Referentinnen der Festveranstaltung am 7. März, 17.00 Uhr. Die Festrede hält Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Limbach. Die Juristin, die von 1994 bis 2002 dem Bundesverfassungsgericht als erste Präsidentin der Geschichte vorstand und anschließend Präsidentin des Goethe-Instituts war, spricht zum Thema „Die Geschlechtergerechtigkeit in Programm und Wirklichkeit“. Prof. Dr. Karin Lochte, Biologin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven), berichtet in ihrem Vortrag über ihren persönlichen Werdegang.

Gerahmt werden die Vorträge durch eine Lesung aus dem aktuellen Buch „Darwins Schwestern“ mit spannenden Porträts bekannter – und unbekannter – Naturforscherinnen und eine Einführung durch die Oldenburger Professorin Dr. Rosemarie Nave-Herz, die neben zahlreichen Veröffentlichungen zur Familien­soziologie auch „Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland“ dokumentiert hat.

Diskussion über „Chancen. Gleichheit. Zukunft“ am 8. März

Fragen der Geschlechtergerechtigkeit werden in der globalen Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts zunehmend unter dem Aspekt einer best­mög­li­chen Förderung von Potenzialen diskutiert. In welchem Verhältnis steht das Ziel der „Chancengleichheit“ zu der allgegen­wärtigen Maxime der wissen­schaft­lichen Exzellenz unter Wettbewerbsbedingungen? Wie stehen die Chancen für Frauen heute auf eine erfolgreiche Karriere in der Wissenschaft oder im Hochschulmanagement – vielleicht sogar bei gleichzeitigem Familienwunsch? Was wurde erreicht und was bleibt für die Zukunft zu tun? Antworten darauf suchen die Teilnehmerinnen einer Podiumsdiskussion am 8. März unter Moderation der zentralen Gleichstellungsbeauftragten Anne G. Kosfeld, die auch Initiatorin der beiden Veranstaltungen ist. Es diskutieren die Vizepräsidentin und die Dezernentin für Studium und Lehre, Vertreterinnen der Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Oldenburg sowie des wissenschaftlichen Mittelbaus und der Verwaltung.

An beiden Tagen können im Anschluss bei Musik, Snacks und Getränken auch die Ausstellungen der Gleichstellungsstelle „Von der Gelehrtenstube in den Hörsaal. Oldenburger Wissen­schaftlerinnen im Wandel der Zeit“ sowie „Frauensache...?! Wissenschaft & Gleichstellung an der Universität Oldenburg 1986-2009“ betrachtet werden. Frauen wie Männer sind gleichermaßen willkommen!

 Programm für Montag, 7.3.2011, 17.00 Uhr

Programm für Dienstag, 8.3.2011, 10.00 Uhr