Gleichstellungsstelle

Frauenförderrichtlinie

4. Vereinbarkeit von Familie1 und Beruf, Studium, Aus- und Weiterbildung

Rechtlicher Rahmen:

§ 2 (3) NHG Aufgaben
§ 11 (3) NHG Lehrangebote
§ 14 (5) NHG Studienordnung
§ 16 (3) NHG Hochschulprüfungen
§ 10 (4) NGG Fortbildung
§ 13 NGG Gleitende Arbeitszeit
§ 14 NGG Familiengerechte Arbeitszeitgestaltung
§ 15 NGG Beurlaubung und Teilzeitarbeit
§ 16 NGG Verbot der Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten und Beurlaubten
Anlage zu 2y zum BAT "Sonderregelung für Zeitangestellte, Angestellte für Aufgaben von begrenzter Dauer und für Aushilfsangestellte" (SR 2y BAT) Link

Bestandteil der Richtlinie im Wortlaut:

§ 15 (3) NGG Beurlaubung und Teilzeitarbeit

(1) Bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Studium, Beruf, Aus- und Weiterbildung ist zu berücksichtigen, daß diese mit der Arbeit in der Familie vereinbar sind.

(2) Sowohl für Frauen als auch für Männer sollen die Möglichkeiten der Beurlaubung aus familiären Gründen gewährleistet werden. Studierende Eltern haben einen Beurlaubungsanspruch von drei Jahren nach der Geburt des letzten Kindes. Die Universität verpflichtet sich, die Beschäftigten und Studierenden umfassend über die Möglichkeiten der Beurlaubung und deren Folgen zu informieren.

(3) Die Dienststelle erarbeitet Vorschläge, die insbesondere Männer motivieren, Erziehungsurlaub, Beurlaubung und Teilzeittätigkeit aus familiären Gründen in Anspruch zu nehmen.

(4) Die Dienststelle hat dafür zu sorgen, daß sie ihren Beschäftigten genügend Teilzeitarbeitsplätze anbieten kann. Stellen von Beschäftigten mit Leitungsaufgaben dürfen hiervon nicht ausgeschlossen werden.

(5) Wird die Arbeitszeit ermäßigt, soll der freiwerdende Stellenanteil grundsätzlich wiederbesetzt werden. Freigewordene Stellenanteile sind vorrangig bereits beschäftigten Teilzeitkräften zur Aufstockung ihrer Beschäftigungsverhältnisse anzubieten.

(6) Für die Beschäftigung von Ersatzkräften während der Zeit des Mutterschutzes, des Erziehungsurlaubs oder einer Beurlaubung aus anderen Gründen sind grundsätzlich Haushaltsmittel bereitzustellen.

1 Der Begriff der Familie umfaßt neben biologischen und rechtlichen Verwandtschaftsverhältnissen auch individuelle Kooperations- und Solidaritätsbeziehungen wie nahestehende Personen, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften usw.