Gleichstellungsstelle

Frauenförderrichtlinie

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Präambel

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Frauenförderrichtlinie zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Hochschule beizutragen. Sie dient dazu, die bestehende Unterrepräsentanz von Frauen 1 abzubauen und Frauen aktiv zu fördern. Mit der Frauenförderrichtlinie sollen somit der strukturellen Benachteiligung von Frauen entgegengewirkt und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten sichergestellt werden.

1986 verabschiedete der Senat erstmals eine Frauenförderrichtlinie mit der o.g. Zielsetzung. Seitdem ist in den letzten 10 Jahren die lnstitutionalisierung der Frauenförderung deutlich vorangegangen. Die Bewußtwerdung der Diskriminierung in der Öffentlichkeit führte zu Ergänzungen, Konkretisierungen und Differenzierungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Landes- und Bundesebene. Diese Veränderungen machten eine Überarbeitung der bisherigen Richtlinie erforderlich.

Die vorliegende Richtlinie basiert auf den gesetzlichen Regelungen des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) 2 sowie des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG) 3 in Verbindung mit dem Gleichberechtigungsgesetz des Bundes und dem Beschäftigtenschutzgesetz des Bundes und konkretisiert sie für den Hochschulbereich. Sie legt die Vorgaben für die im zentralen Frauenförderplan und in den Frauenförderplänen der Fachbereiche, der Zentralen Einrichtungen sowie der Verwaltung zu entwickelnden Einzelmaßnahmen fest.

1 Eine Unterrepräsentanz von Frauen liegt dann vor, wenn innerhalb eines Faches, Institutes oder einer Organisationseinheit unter den Stelleninhaberinnen und -inhabern (gerechnet auf das Stellenvolumen) einer Besoldungs-, Vergütungs- oder Lohngruppe, einer Laufbahn bzw. Berufsfachrichtung mehr Männer als Frauen vertreten sind. Die Definition gilt dementsprechend auch für Honorarprofessuren, Gastprofessuren und Gastdozenturen, Lehraufträge, bei wissenschaftlichen und studentischen Hilfskraftstellen, Ausbildungsplätzen und Stipendien. Studentinnen sind dann unterrepräsentiert, wenn in den einzelnen Studiengängen mehr Männer als Frauen immatrikuliert sind. Starke Unterrepräsentanz liegt bei einem Frauenanteil von unter 20% vor.

2 Alle in den Richtlinien aufgeführten NHG-Verweise beziehen sich auf die Fassung vom 21.1.1994. Zuletzt geändert durch Art. III "3. Gesetz zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften" vom 17.12.1997 (Nds. GVBl. 1997,S. 528ff)

3 Alle in der Richtlinie aufgeführten NGG-Verweise beziehen sich auf die Fassung vom 15.6.1994. Der Geltungsbereich der Paragraphen aus dem NGG, auf die in dieser Richtlinie Bezug genommen wird, erstreckt sich auf alle an der Hochschule beschäftigten Frauen.