Praktika

Ziele

Praktika haben die Funktion, Berufsfelder mit ihren spezifischen Anforderungen und Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen. Studierende erhalten während des Studiums die Gelegenheit, die eigene Berufsmotivation und die Wahl ihrer Studienfächer zu überprüfen. Darüber hinaus bieten die Erfahrungen im Praktikum häufig einen Anlass, um über die weitere Gestaltung des Studiums bzw. über weitere berufliche Perspektiven nachzudenken. Deshalb absolvieren Sie Im Laufe Ihres Studiums mehrere Praktika, die sich – je nach Berufsziel – im Zuschnitt unterscheiden.

Zu den Schulpraktika finden Sie alle notwendigen Informationen auf den Seiten des Didaktischen Zentrums (diz). Auf dieser Seite sind alle Informationen zu den vom Fach Geschichte im B.A.-Studiengang angebotenen Praxismodulen zusammengestellt, nämlich zum:

  • Orientierungspraktikum (außerhalb der Schule) für alle Studierenden (plus Begleitveranstaltung)
  • Berufsfeldpraktikum für Studierende mit außerschulischem Berufsziel (plus Begleitveranstaltung)

Fragen zum Orientierungs- und Berufsfeldpraktikum

Suchen und Finden: der Praktikumsplatz

  • Die Ausführungsbestimmung im Fach Geschichte sieht vor, dass alle außerschulischen Praktika in geschichtskulturellen Tätigkeitsfeldern absolviert werden müssen. Darunter fallen beispielsweise Museen, Archive, Denkmalpflege, Journalismus und öffentliche Medien, Öffentlichkeitsarbeit, Kulturmanagement, aber auch Bibliotheken, Geschichtsvereine und Geschichtswerkstätten, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, politische Institutionen, Forschungsinstitute, Universitäten und Recherchefirmen.
  • Es wird erwartet, dass sich die Studierenden ihren Praktikumsplatz eigenständig suchen. Die Zahl der (potentiellen) Praktikumsgeber ist groß. Im Vorfeld sollten Sie sorgfältig überlegen, welche Bereiche eines Arbeitsfeldes Sie kennenlernen und/oder welche Kompetenzen Sie für den späteren Berufseinstieg erwerben wollen. Selbstverständlich bestimmen auch individuelle Lebensumstände die Entscheidungsfindung. Bevor Sie sich schriftlich bewerben, sollten Sie sich ausführlich über die Institution Ihrer Wahl informieren und z.B. telefonisch abklären, ob und in welcher Form PraktikantInnen aufgenommen werden. Je früher Sie sich bewerben, desto höher sind u.U. die Chancen auf eine Zusage. Grundsätzlich können Praktika in ganz Deutschland, aber auch im Ausland absolviert werden. Auch wenn ein Praktikum am Studien- und/oder Heimatort logistisch komfortabel sein mag, bedenken Sie bei Ihrer Wahl vor allem inhaltliche Kriterien und nutzen Sie die Chance, Ihren Horizont zu erweitern!
  • Eine kleine Auswahl möglicher Ansprechpartner/Instutionen, an die Sie sich bei der Suche wenden können, finden Sie auf S. 2 des Leitfadens (s. rechte Spalte).

Zeitrahmen

  • Im Fach Geschichte haben Sie die Möglichkeit, das Orientierungspraktikum (i.d.R. in der vorlesungsfreien Zeit des 2. Semesters) wie auch das Berufsfeldpraktikum (i.d.R. in der vorlesungsfreien Zeit des 4. Semesters) zu absolvieren. Jedes Praxismodul besteht aus dem Praktikum selbst und einer Begleitveranstaltung.
  • Zu Beginn des Sommersemesters wird eine Informationsveranstaltung zu den Praxismodulen im Fach Geschichte angeboten (Terminankündigung über Stud.IP). Die Begleitveranstaltungen finden als zweiteilige Blockveranstaltungen statt. Der erste Block (im Sommersemester) dient der allgemeinen Vorbereitung auf das Praktikum, der zweite Block (im Wintersemester) der Nachbereitung und Reflexion. Die Begleitveranstaltungen im Fach Geschichte sind inhaltlich mit dem Basismodul "ges171 – Geschichte als Beruf" verzahnt. Sie bieten die Gelegenheit, "Schlüsselqualifikationen historischer Vermittlungsprozesse", die im gleichnamigen Tutorium gelernt werden, praktisch anzuwenden und ggf. zu vertiefen.
  • Studierende, die schon zu Beginn ihres BA-Studiums sicher sind, dass sie einen außerschulischen Abschluss erwerben wollen, haben die Option, statt eines Orientierungs- und eines Berufsfeldpraktikums nur ein (längeres) Berufsfeldpraktikum zu machen. Angaben zum Umfang und zur KP-Berechnung entnehmen Sie bitte dem Leitfaden (s. rechte Spalte) oder der BPO Anlage 3.

Anmeldung

  • Zu den Begleitveranstaltungen melden Sie sich bitte über Stud.IP an. Sollten Sie im Zuge Ihrer Praktikumsplatzsuche die Fachrichtung ändern und in die Begleitveranstaltung Ihres Zweitfaches wechseln, tragen Sie sich bitte wieder aus der Veranstaltung aus, da die Zahl der angemeldeten TeilnehmerInnen eine wichtige Planungsgrundlage für die Veranstaltung ist. Der Titel der Veranstaltungen lautet "Begleitveranstaltung Orientierungspraktikum Geschichte" bzw. "Begleitveranstaltung Berufsfeldpraktikum Geschichte".

Anerkennung

  • Die vollständige Anerkennung des Praxismoduls übernimmt das Akademische Prüfungsamt, wenn eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nachgewiesen werden kann.
  • Eine Teilanerkennung durch die Modulbeauftragte des Faches ist möglich, wenn eine mindestens dreimonatige Vollzeittätigkeit oder ein dreimonatiges Ganztagespraktikum in einem geschichtskulturellen Tätigkeitsfeld absolviert wurde, das nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. In diesem Fall wird die Praktikumszeit angerechnet, die Begleitveranstaltung muss jedoch noch abgeleistet werden. Das heißt Sie müssen u.a. einen Bericht schreiben und Ihre Erfahrungen auf Ihre jetzige Ausbildungssituation beziehen können.
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten, die über eine Dauer von einem Jahr (Orientierungspraktikum) bzw. von mindestens 400 Stunden (Berufsfeldpraktikum) geleistet wurden, sind nur anrechnungsfähig, wenn Sie in einem geschichtskulturellen Feld geleistet wurden, z.B. im Rahmen eines Freiwilligen Kulturellen Jahrs. Die ehrenamtliche Leitung einer Jugendgruppe (z.B. in einem Musik- oder Sportverein) oder die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr ist im Fach Geschichte kein Anerkennungsgrund.

Prüfungsleistung

Generelle Informationen

  • Die Prüfungsleistung ist in allen Praxismodulen ein Praktikumsbericht. Der Bericht umfasst die schriftliche Dokumentation der Tätigkeiten im Praktikum, eine kritische Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen und bildet zudem die Grundlage für einen multimedial gestützten Vortrag, der im Rahmen der Nachbereitungsveranstaltung zu halten ist
  • Die Prüfungsleistung im Orientierungspraktikum wird nicht benotet; beim Berufsfeldpraktikum wird der Praktikumsbericht (einschl. Vortrag/Präsentation) benotet.
  • Bericht und Präsentation sind im Hausarbeitsordner bei Stud.IP zur Archivierung hochzuladen; der Bericht ist zudem als Papier-Ausdruck im Postfach der Praktikumsbeauftragen (Frau Dr. Maren Ullrich) zu hinterlegen. Das Formular Bescheinigung über die Ableistung eines Praktikums ist von der Praktikumsstelle zu unterzeichnen und dem Bericht beizufügen. Die genauen Abgabetermine erfahren Sie über Stud.IP.

Der Praktikumsbericht

  • Gegenstand des Berichts sind nicht Ihre persönlichen Erlebnisse, sondern deren Relevanz im Hinblick auf Praxiskompetenz, Berufsorientierung bzw. Berufseinstieg. Es empfiehlt sich, schon während des Praktikums eine Art Tagebuch zu führen und ausgewählte Arbeitsprozesse fotografisch zu dokumentieren. Hinweise zum Verfassen von Praktikumsberichten finden Sie in den gängigen Schreibratgebern für Studium und Beruf.
  • In den Anlagen des Berichts können Materialien zur Veranschaulichung der Institution, v.a. aber der Tätigkeitsschwerpunkte untergebracht werden (Texte, Fotos, erstelltes Material, Archivalien etc.). Literatur zu den verschiedenen Berufsfeldern findet sich im Dauerhandapparat "Geschichtsdidaktik: Berufsfelder" auf der Ebene 2 der Bibliothek. Es wird erwartet, dass darüber hinaus Literatur gefunden und für den Bericht verwendet wird. Das Literaturverzeichnis muss mindestens fünf Titel umfassen, davon zwei wissenschaftliche Titel zum Berufsfeld. Deren Verarbeitung ist im Bericht durch Anmerkungen nachzuweisen.
  • Für den Bericht gelten die gleichen formalen Anforderungen wie für eine schriftliche Hausarbeit. Die Zitiervorschriften des Instituts für Geschichte sind einzuhalten. Das Titelblatt enthält folgende Angaben: Praktikumstyp, Praktikumsinstitution, Praktikumsdauer, Name, Adresse, E-Mail, Studiengang, Studienfächer, Semesterzahl, Datum.
  • Der Bericht umfasst 10-12 Seiten und ist gegliedert in: Einleitung (ca. ½ Seite ), Beschreibung des Berufsfeldes bzw. der Praktikumsinstitution (ca. 2 Seiten), Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten (ca. 2 Seiten), Vertiefende Darstellung von zwei Schwerpunkten (4-6 Seiten), Reflexion und Bewertung der eigenen Tätigkeiten (ca. 1 ½ Seiten; Was habe ich gelernt und wofür? Perspektiven für Beruf und Studium), Literaturverzeichnis und Anlagen.

Vortrag und Präsentation

  • Der Vortrag ist auf 15 Minuten reine Redezeit zu konzipieren und muss durch eine multimediale Präsentation unterstützt werden. Bei der Präsentation ist folgender Aufbau zu beachten: Vorstellung der Institution (maximal 2 Folien), Überblick zu den eigenen Tätigkeiten (maximal 2 Folien), ausführliche Beschreibung von einem Schwerpunkt (maximal 10 Folien)
  • Die Grundlagen des Präsentierens sind Gegenstand des Tutoriums "Schlüsselqualifikationen historischer Vermittlungsprozesse" (Modul "ges171 – Geschichte als Beruf"), dessen Besuch im 2. Semester empfohlen wird.
 

Ansprechpartner/innen

aktuelle Praktikumsangebote

Das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung vergibt mehrere Praktikumsplätze für die Teilnahme an einer Ausgrabung in Elsfleth-Hogenkamp und an einer Ausgrabung in Cuxhaven-Altenwalde.

Spezielle Angebote

  • Neben dem Niedersächsischen Landesarchiv (NLA, Ansprechpartner: Hon. Prof. Dr. Gerd Steinwascher) vergibt auch das Universitätsarchiv in der vorlesungsfreien Zeit jeweils einen Praktikumsplatz an Geschichtsstudierende (Mindestzeitraum: 2 Wochen). Ihre Ansprechpartnerin ist Kirsten Sturm.
  • Für Studierende mit Interesse an Archäologie und / oder Denkmalpflege besteht die Möglichkeit, in folgenden Institutionen ein Praktikum zu absolvieren:
    - Niedersächsisches Institut für Küstenforschung in Wilhelmshaven (NihK); Ihre Ansprechpartnerin ist Dr. Annette Siegmüller.
    - Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (NLD); Ihre Ansprechpartnerin für das Regionalteam Weser-Ems mit Standort in Oldenburg ist Dr. Jana Esther Fries.

Weitere Informationen