Ausstellungsprojekt

"Antike im MachMitMuseum"

  • Dozentin: Lena Schönborn
  • Kooperationspartner: MachMitMuseum "miraculum", Aurich
  • Modul: MM 6a/b im M.A. „Museum und Ausstellung“ und VM/GM 1 im M.A. „Europäische Geschichte“
  • Dauer: SoSe 2013-WiSe 2013/14

Kurzbeschreibung

Das „miraculum“ ist ein Kinder- und Jugendmuseum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, in jährlich wechselnden Ausstellungen Bildungsinhalte interaktiv zu vermitteln und die Kinder zum Mitmachen anzuregen. Ab Februar 2013 läuft dort eine Ausstellung mit dem Titel „Spinnrad Schwert und Federkiel – Mittelalter zum Mitmachen“, die von Oldenburger Studierenden im letzten Sommersemester konzipiert wurde. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Auricher Kindermuseum/ Kunstschule und Studierenden geht nun in die zweite Runde, diesmal zum Thema „Antike im MachMitMuseum.“Unser Ziel ist es, diese neue Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des „miraculum“ konzeptionell vorzubereiten und dabei Einblicke in die Arbeitsweisen eines Kinder- und Jugendmuseums zu gewinnen.Das Projektmodul richtet sich in erster Linie an Studierende der Fachmaster „Museum und Ausstellung“ und „Europäische Geschichte“ und besteht aus zwei Veranstaltungen: In Teil 1 werden wir uns während des Sommersemesters 2013 in die Thematik einarbeiten und das nötige Hintergrundwissen erwerben, um die einzelnen Themengebiete für die Ausstellung abzustecken. Dazu sollen die Themen kindgerecht aufbereitet und gemeinsam mit dem „miraculum“ in einem Ausstellungskonzept zusammengeführt werden. Hier sind kleine Exkursionen nach Aurich und ggf. eine Abkehr vom wöchentlichen Rhythmus denkbar. In Teil 2 werden wir in einem Blockseminar die jeweiligen Ausstellungstexte, den Audioguide und das Begleitmaterial erstellen.

Aktuelle Projekte (SoSe 2013)

aktuelle Ausstellung

                                                       

Studierendenkonferenz

Im Dienste der Macht. Museen und Ausstellungen im Nationalsozialismus

  • Dozentin: Mareike Witkowski
  • Modul: PB 72: Historische Museen und Ausstellungen (Bachelor), MM 6a/b im M.A. Museum und Ausstellung
  • Dauer: SoSe 2013

Kurzbeschreibung

Zahlreiche Museen haben in den letzten Jahren begonnen, die Geschichte ihres Hauses in der Zeit der Nationalsozialismus zu erforschen. Der gerne geglaubte Mythos, dass sich ihr Haus aus der Politik weitestgehend raushalten konnte, zerbrach dabei. Museen befanden sich in politischen Abhängigkeiten, leisteten Gehorsam und dies häufig bevor es überhaupt von ihnen gefordert wurde. Im Seminar wird es um die Rolle der Museen und Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus gehen. Inwiefern lassen sich diese als Stabilisatoren des Regimes deuten? Wie wurde die nationalsozialistsiche Ideologie über das Medium Ausstellung transportiert? Welche Spielräume blieben bei der Konzeption und Umsetzung von Ausstellungen? Gemeinsam mit dem Seminar „Geschichte des Museums“ wird am 24./25. Mai eine studentische Konferenz stattfinden.

Publikationsprojekt

"Überwachen und Strafen im Zeitalter der Nation"

  • Dozentin: Yvonne Robel
  • Modul: AM 4
  • Dauer: SoSe 2013

Kurzbeschreibung

Disziplinaranlagen und ein „verallgemeinertes Kerkersystem“, so Michel Foucault in seinen Überlegungen über die französische „Geburt des Gefängnisses“, wirkten seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert weit „in die Tiefe des Gesellschaftskörpers hinein“ (S. 319). Ihre Etablierung und Ausgestaltung beruhte dabei wesentlich auf Ideen des Besserns, Erziehens und Heilens. Foucaults Feststellung, dass diese Ideen an ein klassifizierendes und hierarchisierendes Wissen anknüpften, das weit über die Einrichtung von Gefängnissen hinausweist, hat den geisteswissenschaftlichen Blick auf die Herausbildung überwachender und strafender Institutionen nachhaltig geprägt. Hiervon ausgehend werden wir im Seminar fragen: Wann wurde in Oldenburg ein Bedarf für die Errichtung von solcherlei Institutionen entdeckt? Welche Rolle kommt hierfür der deutschen Nationalstaatsbildung zu? Wie und vor welchem Hintergrund wurde der Bedarf für jene Institutionen begründet? Lässt sich mit Foucaults Theorieinstrumentarium deren Charakter, Wandel und Kontext beschreiben? Fragen wie diese entfalten ein Netz aus Institutionen-, Regional-, National-, Architektur- und Wissensgeschichte, dem wir im Seminar nachgehen wollen. Ziel ist es, in gemeinsamer Projektarbeit eine Broschüre zu erstellen, die am ausgewählten Beispiel das Überwachen und Strafen in Oldenburg thematisiert.

 

Oldenburg postkolonial