Rundfunkgeschichten von "Flucht und Vertreibung"
18.-19. Juni 2015, Deutsches Rundfunkarchiv Frankfurt/M.

Wie klingt eine Flucht? Wie eine Ankunft in der Fremde? – „Flucht und Vertreibung“ Deutscher aus dem östlichen Europa am Ende und infolge des Zweiten Weltkriegs sind angesichts heutiger Zwangsmigrationen sowie des 70-jährigen Gedenkens an das Kriegsende äußerst aktuelle Themen. Wie griff das Radio Flucht, Vertreibung und Integration von etwa 12 Millionen Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern nach 1945 in beiden deutschen Staaten auf? Welche Programmangebote entwickelten Radiomacher für die Vertriebenen und welche über sie? Wer waren die Akteure der einschlägigen Programme?

Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker aus dem In- und Ausland kommen mit Archivarinnen und Archivaren aus den Historischen Archiven der ARD-Rundfunkanstalten zusammen. Sie wollen die Nachgeschichte von „Flucht und Vertreibung“ nach 1945 als eine Verflechtungsgeschichte von Medienmachern, Verbandsvertretern, Politikern und gesellschaftlichen Akteuren erforschen.

Gemeinsamer Workshop des Instituts für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Dr. habil. Stephan Scholz), der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg und der Juniorprofessur „Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa“ sowie dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg.

Programm

Medien und Praktiken der Erinnerung an Flucht und Vertreibung
18.-19. Januar 2013, Oldenburg

Seit fast sieben Jahrzehnten ist die Zwangsmigration der Deutschen am Ende und in der Folge des Zweiten Weltkrieges ein wichtiges Thema der deutschen Erinnerungskultur.

Die Tagung beschäftigt sich mit verschiedenen Erinnerungsmedien und -praktiken in ihrer Funktion als Speicher, Vehikel und Produzenten kollektiver Erinnerungen an Flucht und Vertreibung. Medien und Praktiken der Erinnerung konstituierten durch ihre spezifische Formen und Eigenlogiken die Geschichtsdeutungen wesentlich mit und beeinflussten die Reichweite und das Ausmaß ihrer Rezeption.

Gefragt werden soll nach den jeweiligen medialen Spezifika und intermedialen Bezügen, nach Konjunkturen und Konflikten, Akteuren und Rezipienten.

Die Tagung wird veranstaltet und finanziert vom Institut für Geschichte und dem Deutschen Historischen Institut Warschau in Kooperation mit der Nottingham Trent University und dem Bundesinstitut für die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa Oldenburg. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Programm