Abteilung für die Geschichte der Frühen Neuzeit

 

Forschungsschwerpunkte

Nordwesteuropa, Öffentlichkeit und politische Kultur, Herrschaftsformen und -praktiken, Interkonfessionelles Zusammenleben, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Regional- und Landesgeschichte, Praktiken der Subjektivierung, globale Mikrogeschichte

Studium und Lehre 

Ziel der Lehre ist es, den Aufbruchcharakter dieser Epoche (c. 1500-1800) gewissermaßen als "Musterbuch der Moderne" und zugleich die historischen Eigenarten und die Fremdheit der Frühen Neuzeit vor Augen zu führen und dabei wesentliche Epochenmerkmale herauszuarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden strukturgeschichtliche und erfahrungsgeschichtliche Zusammenhänge verdeutlicht, und es wird in die entsprechenden historischen Methoden für die Analyse struktureller und kultureller historischer Phänomene sowie relevante Quellen eingeführt.
Neben der Vermittlung von Fachwissen und der Vertiefung von Theorie und Methodik geht es darum, zu selbständigem, quellenbezogenen wissenschaftlichen Arbeiten unter Anwendung methodischer und theoretischer Konzepte anzuleiten. Besonderer Wert wird dabei auf die eigenständige Entwicklung historischer Fragestellungen gelegt. Die Themenwahl orientiert sich sowohl an Orientierungsbedürfnissen der Gegenwart als auch an aktuellen Fragen der Frühneuzeitforschung und ist somit zugleich forschungsbezogen und gesellschaftsreflektierend.
Die Lehrveranstaltungen haben in der Regel eine europäisch und kulturhistorisch ausgerichtete Komponente und vertiefen so die Fähigkeit, historisch komparativ und interdisziplinär zu arbeiten. Die Berücksichtigung von Geschlecht als analytische Kategorie ist ein Merkmal aller Veranstaltungen. 

Forschung und Lehre (Kolloquium)

Ziel des Kolloquiums ist es, interessierte Studierende bereits ab dem 5. Semester über das allgemeine Lehrangebot hinaus mit der Forschungslandschaft zur Geschichte der Frühen Neuzeit in Nordwesteuropa vertraut zu machen und mögliche Themenstellungen für Abschlussarbeiten aufzuzeigen. Im Verlauf des Kolloquiums werden verschiedene Forschungsprojekte vor allem in Deutschland, England und den Niederlanden vorgestellt und neuere Forschungstendenzen in der Frühneuzeitforschung diskutiert. Darüber hinaus bietet das Kolloquium Studierenden die Möglichkeit, eigene Projekte (Abschlussarbeiten) zu präsentieren. Das Programm wird durch Gastvorträge ergänzt.

Forschungsprojekte

Eine Übersicht der Forschungsprojekte finden Sie hier.

 
Herrschaftskritik: um 1588/89 in Amberg entstandenes Spottbild über die Obrigkeit (Bayrisches Nationalmuseum, München)

Lehrstuhlinhaberin

Mitarbeiterin

Drittmittelbeschäftigte

  • Dr. Jessica Cronshagen
    Postdoktorandin/FLiF (BMBF), ehemalige Stipentiatin Ev. Studienwerk Villigst e.V. 
  • Annika Raapke
    Projektkoordinatorin Freiheitsraum Reformation (BKM), Kollegiatin DFG GK 1608/1-2 "Selbstbildungen" 
  • Isabel Schnieder 
    Doktorandin (Pro-Niedersachsen)

LfBA/Lehrbeauftragte

Frühere Mitglieder der Abteilung

  • Frank Schmekel, wiss. Mitarbeiter, Doktorand und Stipendiat "Forschung in Museen", VW-Stiftung sowie Doornkaat Stiftung (2010-2014)
  • Constantin Rieske, Doktorand und Kollegiat DFG GK 1608/1, Stipendiat Ev. Studienwerk Villigst e.V. (2010-2014) 

HILFSKRÄFTE:

  • Nele Wieting 
  • Thomas Heidorn

SEKRETARIAT: