5. Herrschaft und Institutionen

Die Institutionalisierung von diffuser Macht zu Herrschaft lässt sich an unzähligen antiken Beispielen studieren. Nicht umsonst entwickelte Machiavelli sein Konzept eines idealen Staates auf der Grundlage seiner Livius-Lektüre. Paradigmatisch ist ebenso Caesars gescheiterter Versuch, persönliche Macht in Herrschaft zu überführen, wie das Experiment des Prinzipats unter Augustus 15 Jahre später. Im römischen Bürgerrecht der Prinzipatszeit, vor allem ab der constitutio Antoniniana (212 n. Chr.), vollendete und universalisierte sich gleichsam die kleine Globalisierung im antik-mediterranen Maßstab. Der römische Prinzipat, seine Institutionen und die Legitimitätsprobleme (MS) römischer Kaiser sind ebenso ein Arbeitsschwerpunkt der Abteilung wie die institutionelle Komponente des antiken Bürgerrechts (MS, AE).

  • Sommer, M. (2000). 'Krieg im Altertum als soziales Handeln', Militärgeschichtliche Zeitschrift 59: 297-322.
  • Sommer, M. (Hg., 2005). Politische Morde. Vom Altertum bis zur Gegenwart (Darmstadt).
  • Sommer, M. (2010). The complete Roman emperor (London).
  • Sommer, M. (2011). 'Empire of glory. Weberian categories and the complexities of authority in imperial Rome', Max Weber Studies 11: 155-191.
  • Sommer, M. (2013). 'Attentate in der Weltgeschichte. Was haben Sie bewirkt?', Aus Politik und Zeitgeschichte 45-46: 3-10.
  • Sommer, M. (2013). Römische Geschichte I. Rom und die antike Welt bis zum Ende der Republik (Stuttgart).
  • Sommer, M. (2015). 'Feinde von einst, Teilhaber von morgen. Die Bindekraft des römischen Bürgerrechts', Damals 47: 58-63.