4. Antike Religionen

Anders als in modernen Gesellschaften funktionierte in der Antike Religion nicht als soziales „Subsystem“: Religion war nicht in die Gesellschaft eingelassen, sondern die Gesellschaft als ganze in die Religion. Ort der Religion war die (städtische) Gemeinschaft, in deren Öffentlichkeit sich die meisten Kulte abspielten. Zudem hatte unter dem Vorzeichen polytheistischer Kulte das Göttliche einen von monotheistischen Religionen grundverschiedenen Stellenwert. Wegen ihrer prinzipiellen Andersartigkeit eröffnet das Verständnis antiker Religionen einen distanzierten, Einsichten eröffnenden Blick auf die Moderne.

Neben den Religionen im hellenistischen und römischen Vorderasien (MS) beschäftigt sich die Abteilung vor allem mit Kulten im antiken Griechenland (AE), in der Zweiten Sophistik (LS) und im römischen Militär (AC).

  • Sommer, M. (2013). 'Creating civic space through religious innovation? The case of the post-Seleucid Beqaa Valley', in: T. Kaizer et al. (ed.), Cities and gods. Religious space in transition (Leuven), 69-79.