3. Ideengeschichte

Viele der bis heute – in Politik, Kultur und Gesellschaft – wirkungsmächtigen Ideen sind zuerst in der Antike gedacht worden. Sie lassen sich, wie das Konzept des „Bürgers“, durch alle Epochen bis in die Formierungszeit der Polis im archaischen Griechenland zurückverfolgen.

Die Ideengeschichte ist ein Bindeglied zu geisteswissenschaftlichen Nachbardisziplinen, vor allem zur Philosophie. Beiträge zur Ideengeschichte sind etwa das als EU-Projekt angelegte Arbeitsvorhaben zum Bürgerrecht (MS, AE) und Arbeiten zur Geschichtshermeneutik, vor allem bei Max Weber (MS) sowie zu antiken Vorstellungen von Glück (AE). Künftiges Forschungsfeld, das Ideengeschichte mit dem Modell der kleinen Globalisierung verbindet, ist Jaspers’ Konzept der Achsenzeit.

Mit dem Jaspers-Haus und dem Institut für Philosophie befindet sich eine Kooperation zur Ideengeschichte im Aufbau.

  • Eckert, A. (im Druck, 2015), ‚Nobody can be called fortunate, who brings misfortune upon the republic’,
in: Catherine Steel/Henriette van der Blom/Christa Gray (eds.), Institutions and ideology in republican Rome. Speech, audience and decision (Cambridge).
  • Sommer, M. (2012). 'Heart of Darkness? Post-colonial theory and the transformation of the Mediterranean', Ancient West & East 11: 235-246.
  • Sommer, M. (2012). 'Die Geburt der Weltgeschichte aus dem Geist der oikumene. Mythos und Geschichtsschreibung in Griechenland und Rom', Erwägen Wissen Ethik 22: 432-435.
  • Sommer, M. (2014). 'Sonderweg in die Moderne. Max Webers Fragment Die Stadt', Offener Horizont. Jahrbuch der Karl Jaspers-Gesellschaft 1: 130-146.
  • Sommer, M. (2015). 'Von der Zukunft der Vergangenheit. Geschichte als Wissenschaft', in: D. Lamping (ed.), Geisteswissenschaft heute. Die Sicht der Fächer (Stuttgart), 1-21.