Archiv: Vorträge, Konferenzen und Veranstaltungen

2012 / 2011 /

10. November 2015: Filmvorführung "Die Frauen der Solidarność"

Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit den Regisseuren (siehe Plakat).
Zeit: Dienstag, 10.11.2015, 18 Uhr,
Ort: Universität Oldenburg, Gebäude A07, Raum 0-030 (Hörsaal G)

 

 

18. Juni - Vortrag "Binnendifferenzierung im Geschichtsunterricht"

  • Referent: Dr. Peter Adamski
  • Zeit und Ort: 18. Juni 2015, 16h c.t. im BIS-Saal
  • Kurzbeschreibung: Eine der zentralen Herausforderungen für den schulischen Unterricht und damit auch für die universitäre Lehrerbildung ist der Umgang mit zunehmender Heterogenität, die durch die flächendeckende Einführung der Inklusion in den Schulen noch verstärkt wird. Dies gilt auch für den Geschichtsunterricht: hier müssen sowohl für den Unterricht selbst als auch für den Bereich der fachdidaktischen Lehre Konzepte entwickelt werden, um binnendifferenziertes Lehren und Lernen zu ermöglichen. Der Geschichtsdidaktiker Dr. Peter Adamski (Kassel) hat an der Universität Frankfurt am Main gelehrt und ist nach wie vor führender Experte für differenzierenden Geschichtsunterricht. Mit seinem Vortrag wird er seine aktuellen Forschungen zum Thema vorstellen.

17./18. Juni 2015: Vortrag und Workshop zu praxistheoretischen Ansätzen einer globalen Mikrogeschichte mit Prof. Dr. Hans Medick (Göttingen) und Prof. Dr. Margaret Hunt (Uppsala)

  • 17. Juni 2015, 19 Uhr,Abendvortrag (BIS-Saal)
    Prof. Dr. Margaret Hunt, University of Uppsala, "Microhistory and Macro-politics: The English East India Company versus the Mughal Empire in seventeenth-century Bombay"
  • 18. Juni 2015, 10–15 Uhr, Workshop (GK-Raum, A)
    mit Prof. Dr. Hans Medick und Prof. Dr. Margaret Hunt
  • (Organisation und Anmeldung: Prof. Dr. Dagmar Freist; der workshop ist eine Veranstaltung des WiZeGG, des DFG Graduiertenkollegs 1608/1 Selbstbildungen und des Prize Papers Projekt www.prizepapers.de )

3. Juni 2015: Komplizenschaft. Praktische Adelsherrschaft im spätmittelalterlichen Nordwesten

  • Referent: Dr. André R. Köller (Papenburg)
  • Zeit und Ort: 03.06.2015, 19.00 Uhr, Schlaues Haus Oldenburg, Schlossplatz 16
  • Adlige Herrschaft im Mittelalter erscheint angesichts ihrer übergroßen und langanhaltenden Wirkungsmacht aus der Rückschau betrachtet als historische Notwendigkeit. Das war sie aber keineswegs. Der Anspruch einer kleinen Minderheit der Bevölkerung auf Herrschaft über Land und Leute war nur unter einer Voraussetzung umsetzbar: Die große Mehrheit der Beherrschten musste zu Komplizen werden. Ohne ihre Anerkennung wäre Adelsherrschaft nicht möglich gewesen. Da diese Ordnung von sehr großer sozialer und politischer Ungleichheit geprägt war, drängen sich folgende Fragen auf: Wie wurden die Beherrschten überhaupt zu Komplizen des Adels? Wie sah diese Komplizenschaft konkret aus? - Beantwortet werden sollen diese Fragen mit einem kulturwissenschaftlichen Blick auf den hohen Adel im spätmittelalterlichen Nordwesten zwischen Weser und Ems. Im Mittelpunkt stehen dabei die Praktiken und Medien, mit denen insbesondere die Grafen von Oldenburg und von Ostfriesland ihre Untertanen dauerhaft zu Komplizen machten.

20. Mai 2015: Demut und Macht. Die christlichen Kaiser der Spätantike

  • Referent: Prof. Dr. Hartmut Leppin (Frankfurt)
  • Zeit und Ort: 20.05.2015, 19.00 Uhr, Lambertikirche, Markt 17
  • Zu Beginn des 4. Jahrhunderts nahm Constantin der Große das Christentum an. Das bedeutete für die Christen des Reiches eine große Freude, schuf aber auch viele Probleme. Denn ein christliches Kaisertum war im Neuen Testament nicht vorgesehen. Man konnte nicht erwarten, dass der römische Kaiser, der zugleich der höchste heidnische Priester war, sich dem Christentum zuwenden würde. Was sollte man von einem solchen Herrscher erwarten? Welchen Regeln hatte er zu folgen? Während die Herrscher das Christentum in der Praxis erprobten, reflektierten christliche Denker in vielfältiger Weise darüber. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts setzte sich ein Gedanke durch, dem eine große Nachwirkung beschieden sein sollte: Man erklärte die Demut zu einer kaiserlichen Tugend. Das ist paradox, da der Kaiser der mächtigste Mann war, gewohnt, sich im Gepränge von Macht und Reichtum zu zeigen. Lange wurde die Forderung nach Demut als eine Erniedrigung des Kaisers unter christlichen Vorzeichen verstanden, doch hat die neuere Forschung eine andere Sicht auf die Dinge gewonnen: Demut konnte die Macht des Kaisers erhöhen. Denn mit demütigem Verhalten vermochte er Fehler zu bekennen und auszugleichen, womit er Gegnern den Wind aus den Segeln nahm. Ferner konnte er aufgrund seiner Demut eine geistliche Autorität gewinnen, wie sie sonst nur Priester besaßen, und diesen damit Konkurrenz machen. So wuchs mit der Demut die Macht der christlichen Kaiser.

06. Mai 2015: Medien und Praktiken ‚gegenköniglicher‘ Herrschaft im deutschen Reich des Hochmittelalters

  • Referentin: Dr. Michaela Muylkens (Oldenburg)
  • Zeit und Ort: 06.05.2015, 19.00 Uhr, Schlaues Haus Oldenburg, Schlossplatz 16
  • "Gegenkönige" galten in der Geschichtswissenschaft lange Zeit als die weniger legitimen Thronkonkurrenten eines bereits amtierenden Königs. Dieses "Legitimationsdefizit" wurde an verschiedenen Facetten Ihres "Gegen"-Königtums festgemacht, z.B. am Wahlort, der Wählerschaft oder dem Herrschaftsraum des "Gegenkönigs". Jüngere Arbeiten zeigen demgegenüber, dass "Gegenkönige" von den Zeitgenossen durchaus als vollwertige Alternativen für den amtierenden Throninhaber angesehen wurden. Der Vortrag will dies anhand ausgewählter Beispiele des deutschen Hochmittelalters (11. bis 13. Jahrhundert) zeigen und darlegen, welche "Medien" und "Praktiken" eine "gegenkönigliche" Herrschaft in dieser Zeit ausmachten.

22. April 2015: Wechselnde Protagonisten - bleibende Rollen. Die ,ideologische Herrschaft' der römischen Kaiser im Spiegel der Bildwerke

  • Referent: Prof. Dr. Tonio Hölscher (Heidelberg)
  • Zeit und Ort: 22.04.2015, 19.00 Uhr, Upstairs Gallery Meyer-Bohlen Oldenburg, Gartenstr. 34
  • Die römischen Kaiser erscheinen in der Repräsentation der öffentlichen Denkmäler und der Münzprägung in einer auffallend konstanten Rolle: als Repräsentanten eines relativ statischen Systems von ideologischen Leitvorstellungen, die in öffentlichen Auftritten und Ritualen vollzogen werden. Auch konkrete Leistungen, Maßnahmen und Vorgänge der Politik werden stark nach diesen ideologischen Kategorien präsentiert. Das führt auf die Frage, wie die Herrschaft der römischen Kaiser in Max Webers Typen der Herrschaft zu verorten ist.

27. November 2012: Vortrag "Der Hl. Wenzel an der Goldenen Straße"

Im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung des BKGE und des Instituts für Geschichte wird Dr. Marco Bogade (BKGE, Abt. Kunstgeschichte) am Di., 27. November 2012, um 18.15h im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg einen Vortrag halten. Der Titel des Vortrags lautet "Der Hl. Wenzel an der Goldenen Straße. Materielle Zeichen des Kulturtransfers in der bayerisch-böhmischen Kontaktregion". 

23./24. November 2012: Workshop "Materielle Kulturforschung und postkoloniale Studien"

Am 23./24. November findet am Institut für Geschichte ein Workshop mit einer internationalen Gastwissenschaftlerin zum Thema "Materielle Kulturforschung und postkoloniale Studien" statt. Interessierte Studierende können sich ab sofort für die Teilnahme an diesem Workshop bewerben (Bewerbungsschluss: 14.11.). Genauere Informationen zu Thema, Ablauf und Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

22. November 2012: Vortrag "Dialog und Versöhnung: Leo Trepp (1913-2012)"

Mit dem Vortrag "Dialog und Versöhnung: Leo Trepp (1913-2012)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die CvO Universität Oldenburg am Donnerstag, 22. November, 19.30 Uhr, im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe "Rabbiner in Oldenburg im Kontext von Politik, Religion und Gesellschaft" fort. Die Referentin ist Gunda Trepp.

15. November 2012: Vortrag "Feste, Spiele und materielle Kultur im Mittelalter"

Im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung des BKGE und des Instituts für Geschichte wird Prof. Dr. Rudolf Holbach (CvO Universität Oldenburg, Institut für Geschichte) am Do., 15. November 2012, um 19.30h im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg einen Vortrag halten. Der Titel des Vortrags lautet "'Der erste Zettel kriegt einen silbernen Becher von 10 Gulden'. Feste, Spiele und materielle Kultur im Mittelalter".

30. Oktober 2012: Vortrag "Das 'Auf- und Entladen' von Sammlungsobjekten - Aspekte der Unbeständigkeit materieller Kultur"

Die diesjährige Interdisziplinäre Ringvorlesung zur Geschichte wird vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und vom Institut für Geschichte gemeinsam getragen und bietet in insgesamt acht Vorträgen Zugänge und Perspektiven zum Oberthema "Vom Erzählen und Schweigen der Dinge. Materielle Kultur in den Geschichtswissenschaften". [Programm]
Den Auftakt der Vortragsreihe macht Cornelia Eisler (Seminar für Europäische Ethnologie / Volkskunde, CAU Kiel) mit dem Vortrag "Das 'Auf- und Entladen' von Sammlungsobjekten - Aspekte der Unbeständigkeit materieller Kultur", der am Dienstag, 30. Oktober, um 18h im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg stattfindet.

25. Oktober 2012: Vortrag "Jüdischer Patriotismus und der Erste Weltkrieg: David Mannheimer"

Mit dem Vortrag "Jüdischer Patriotismus und der Erste Weltkrieg: David Mannheimer (1863-1919)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge (Wihelmstraße 17) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referentin ist die Historikerin Dr. Christine G. Kürger (FRIAS, Freiburg). [Ankündigung]
Kurzbeschreibung: Der Oldenburger Landesrabbiner David Mannheimer verfasste während des Ersten Weltkrieges patriotische Gedichte, wurde zum Marineseelsorger ernannt und für seinen engagierten Einsatz mit zwei Orden ausgezeichnet. Drei seiner Söhne zogen als Freiwillige in den Ersten Weltkrieg, einer von ihnen fiel. Die Familie Mannheimer ist daher ein typisches Beispiel für den ausgesprochenen Patriotismus deutscher Juden im 19. und 20. Jahrhundert. Diese Vaterlandsliebe wurde von Antisemiten stets in Zweifel gezogen. Heute, mit dem Wissen um die grausame Vertreibung und Ermordung des europäischen Judentums während der nationalsozialistischen Diktatur, wird die nationale Haltung deutschen Juden und Jüdinnen mitunter als abwegig oder naiv abgetan. Der Vortrag geht der Frage nach, warum ihre Mehrzahl trotz fortwährender Diskriminierung und antisemitischer Anfeindungen bis in die nationalsozialistische Zeit hinein an ihrem Patriotismus festhielt.

11. Oktober 2012: Schlosssaalvortrag "Luther 2017. 500 Jahre Reformation"

Die EKD hat eine Luther-Dekade proklamiert und eine Botschafterin ernannt. Mit großem Aufwand geht der Protestantismus dem Reformationsjubiläum entgegen. Das hat in der Geschichte Analogien. Mal wurde der deutsche Luther auf den Sockel gehoben, mal der Gegner von Papst und Katholizismus herausgestellt. Ausgeblendet wurden die wüsten Äußerungen gegen Bauern, Türken und Juden. Dennoch steht Luther an der Schwelle zur Neuzeit. Aber die Welt hat sich inzwischen verändert, sie ist globalisiert, säkularisiert und pluralistisch geworden. Wie also 2017 an Luther denken, ohne ihn zu heroisieren, wie seine reformatorische Entdeckung würdigen, ohne die Fehlurteile zu verdrängen? Wie kann man in der offenen Gesellschaft einen Mann vergegenwärtigen, ohne ihn und seine Botschaft zu instrumentalisieren?
Im Rahmen der vom Oldenburger Landesverein getragenen "Schlosssaalvorträge" wird Prof. Dr. Dr. h.c. Hartmut Lehmann am kommenden Donnerstag, 11. Oktober 2012, um 20h (auch) diesen Fragen nachgehen (Eintritt: 3 EUR für Mitglieder des Landesvereins und Studierende / 5 EUR für Gäste).
Der Referent war Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Washington D.C. und bis 2004 Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen. Er ist Honorarprofessor in Kiel und Göttingen und hat jüngst zwei Bücher zum aktuellen Diskurs vorgelegt: Das Christentum im 20. Jahrhundert: Fragen, Probleme, Perspektiven (Leipzig 2012) und Das Luthergedächtnis 1817 bis 2017 (Göttingen 2012).

20. September 2012: Abendvortrag von Prof. Dr. Brakensiek

Im Rahmen der Konferenz "Bäuerlich-bürgerliche Eliten in Europa" (17.-19.Jh ),die vom 20.-22. September 2012 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Raum A05 0-054) stattfindet, wird Prof. Dr. Stefan Brakensiek (Universität Duisburg-Essen) am Do., 20. September 2012 um 19.30h im Staatsarchiv einen Abendvortrag mit dem Titel "Kommerzialisierung vor der Industrialisierung. Regionale Differenzierungsprozesse ländlicher Ökonomien in Europa". Interessierte sind herzlich eingeladen!

20.-22. September 2012: Konferenz "Bürgerlich-bäuerliche Eliten im 17.-19. Jh."

Im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Verbundprojekts "Hinter dem Horizont: Bäuerlich-bürgerliche Eliten in den friesischen Marschen und den angrenzenden Geestgebieten" findet vom 20. bis zum 22. September 2012 die internationale Konferenz "Bürgerlich-bäuerliche Eliten im 17.-19. Jahrhundert" statt. Veranstaltungsort ist Raum A05 0-054 auf dem Campus Haarentor an der CvO Universität Oldenburg. Das komplette Tagungsprogramm finden Sie hier.
Verflechtungsprozesse Europas in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht sind in den vergangenen Jahren verstärkt von der Forschung in den Blick genommen worden. Nahezu völlig ausgeblendet wurde bislang allerdings die Frage nach der Verflechtung ländlicher Regionen mit europäischen Märkten, der Konsum von Luxusgütern sowie die Bedeutung von Bildung und Handel, politischer Ämter, Konsumgüter, Geschmack und Kennerschaft für die Herausbildung distinkter sozialer Gruppen in der ländlichen Gesellschaft.
Ausgehend von vielfältigen regionalen Ausprägungen bäuerlich-bürgerlicher Eliten auf dem Lande geht es in der Konferenz zum einen um eine vergleichende europäische Sicht auf ländliche Oberschichten, die die regionale Vielfalt politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen und sozialer und kultureller Ausdrucksformen sichtbar macht. Zum anderen wird die Einbindung vieler Großbauern seit dem 17. Jahrhundert als "Unternehmer Bauern" oder "Händler-Bauern" in grenzüberschreitende Handelsaktivitäten mit in den Blick genommen werden. Erst in diesem Wechselspiel lokaler und globaler Kultur lässt sich die Herausbildung der bäuerlich-bürgerlichen Eliten seit dem späten 17. Jahrhundert und damit der gesellschaftliche Wandel erklären, so eine leitende These der Konferenz.
Ziel der einzelnen Sektionen dieser Konferenz ist es, durch eine Verknüpfung wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlicher/-wissenschaftlicher Fragestellungen im Kontext praxeologischer Ansätze und moderner Globalisierungstheorien das Selbstverständnis der bäuerlich-bürgerlichen Elite im europäischen Vergleich nachzuzeichnen, ihr Innovationspotential zu untersuchen und damit einen Beitrag zu einer differenzierteren Betrachtungsweise der vormodernen ländlichen Gesellschaft sowie ihrer interkulturellen Verflechtung und Transformation zu leisten.
Die Konferenz ist interdisziplinär angelegt und ermöglicht einen wissenschaftlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern an Museen, in Archiven und Universitäten. Von zentraler Bedeutung für diesen Austausch ist die sich wechselseitig ergänzende Analyse von vorhandener Sachkultur und Schriftquellen, die es erlaubt, gesellschaftliche Transformationsprozesse über soziale Praktiken, die die Verwendung von Artefakten dezidiert mit einbeziehen, zu untersuchen.
Die Konferenz steht im Kontext des von der VW-Stiftung geförderten Forschungsprojekts "Hinter dem Horizont..." Bäuerlich-bürgerliche Eliten in den friesischen Marschen und den angrenzenden Geestgebieten, an dem die Museen Cloppenburg und Jever, die Universität Oldenburg, Institut für Geschichte, Abt. Geschichte der Frühen Neuzeit, sowie das Staatsarchiv Oldenburg beteiligt sind.
Hier geht es zum Tagungsbericht.

2. September 2012: Workshop zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Am 1. September 2012 startet der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Dazu ist am 2. September ein Workshop für Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen geplant. Der Workshop findet von 15.00 bis 18.00 Uhr statt im Cine K, Kino in der Kulturetage Bahnhofstr. 11, 26122 Oldenburg. Die ausführliche Ankündigung mit dem Programm des Workshops finden Sie hier.

26. Juni 2012: Vortag zu vorgeschichtlichen Grabstätten im südlichen Oldenburg

Frau Dr. Jana Esther Fries, Bezirksarchäologin für den Bereich Weser-Ems, hält am 26. Juni um 18h in A06 0-001 einen Vortrag mit dem Titel "Schlüssellöcher, Königshügel und große Steine: vorgeschichtliche Bestattungsformen im südlichen Oldenburger Land" (Vortragsankündigung). Dieser Vortrag dient (auch) als thematische Vorbereitung auf die Exkursion am 3. Juli.

21./22. Juni 2012: Symposium des Projekts "Mensch und Umwelt" in Osnabrück

Die Umweltgeschichte bietet wie kaum eine andere Teildisziplin der Geschichtswissenschaft die Chance zu interdisziplinären und diachronen Betrachtungsweisen. Umwelthistorische Problemanalysen sind in besonderem Maße dazu geeignet, politische, ökonomische, soziale und geographisch-naturräumliche Zusammenhänge in ihrer Komplexität zu erkennen und aus diesen Erkenntnissen Lösungsstrategien für den heutigen Umgang mit der Umwelt zu entwickeln und ein zukunftsorientiertes Denken zu fördern. Ihre Themenfelder und Methoden sind von gesellschaftlicher Relevanz und sollten neben den Universitäten, auch in Museum und Schule Eingang finden und eine institutionelle Verankerung erfahren. Dies ist der Ansatzpunkt von "Mensch und Umwelt", einem Pilotprojekt zur Vernetzung von Forschung, museologischer Dokumentation und Didaktik. Die Ergebnisse dieses Verbundprojekts werden am 21./22. Juni 2012 auf dem Symposium "Umweltgeschichte des ländlichen Raumes" im Osnabrücker Schloss präsentiert und zur Diskussion gestellt. Weitere Informationen finden Sie hier.

6. Juni 2012: Vortrag "Desertion unterm Hakenkreuz"

Das Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg lädt am Mittwoch dem 06.06.2012 um 18 Uhr zu einem Abendvortrag des ehemaligen Wehrmachtsdeserteurs Ludwig Baumann ein. Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Seminars "Die Wehrmacht" von Markus Evers. Veranstaltungsort ist der Bibliothekssaal der Universität; der Eintritt ist frei. - Ludwig Baumann saß wegen "Fahnenflucht im Felde" u. a. zehn Monate in einer Todeszelle des Militärgefängnisses von Bordeaux (spätere Stationen seines Leidens waren insbesondere das Konzentrations- und Strafgefangenenlager Esterwegen, das Wehrmachtsgefängnis in Torgau sowie der Kampfeinsatz im sog. "Bewährungs-" bzw. Strafbataillon 500). Der in puncto Erinnerung selbstkritische Zeitzeuge wird bei diesem Vortrag jedoch nicht nur darüber sprechen, was er unter dem menschenverachtenden NS-Regime ertragen musste, sondern auch von seiner späteren Verarbeitung dieser Zeit und dem damit verbundenen Ringen um Rehabilitierung berichten. Der in der Friedensbewegung aktive Ludwig Baumann setzte sich nämlich als Mitbegründer der 1990 ins Leben gerufenen "Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V." hartnäckig und letztlich erfolgreich für eine allgemeine Rehabilitierung der als vorbestraft geltenden Wehrmachtsdeserteure (im Jahre 2002) und schließlich auch der sog. "Kriegsverräter" (im Jahre 2009) ein. Die Presse unserer Tage ehrt "Deutschlands bekannteste[n] Deserteur" (Die Zeit) hierfür mit Bezeichnungen wie "deutscher Held" (Spiegel Online).

8. Mai 2012: Historisches Quartett mit Ute Frevert

Das "Historische Quartett" eröffnet den Bücherfrühling 2012: die Oldenburger ProfessorInnen Gunilla Budde, Hans Henning Hahn und Heinrich Schmidt begrüßen in Ihrer Runde diesmal Prof. Dr. Ute Frevert mit Ihrem Buch "Gefühlspolitik - Friedrich II. als Herr über die Herzen?". Das gesamte Programm finden Sie hier.

26. April 2012: Vortrag von Prof. Althoff zu Papsttum und Gewalt im Mittelalter

Im Zusammenhang der großen Auseinandersetzung zwischen Papsttum und Kaisertum, die als "Investiturstreit" im Geschichtsbewusstsein bis heute präsent ist, entwickelten die Päpste eine neue Doktrin, die Gewalt im Dienste und Auftrag der Kirche für legitim erklärte. Die argumentativen Grundlagen dieser neuen Geltungsansprüche der Päpste und ihre Anwendungsfelder im Kampf gegen Ungehorsame und Ungläubige sind Gegenstand des nächsten Schlossvortrags des Oldenburger Landesvereins. - Unter dem Titel "'Selig sind, die Verfolgung ausüben…' Das Papsttum und die Gewalt im Hochmittelalter" wird der bekannte Münsteraner Mediävist Prof. Dr. Gerd Althoff am Do., 26.04. ab 20h im Schloss zu Oldenburg das skizzierte Themenfeld vorstellen.

26. April 2012: Vortrag "Neo-Orthodoxie: Rabbiner Samson Raphael Hirsch"

Mit dem Vortrag "Neo-Orthodoxie. Samson Raphael Hirsch (1808-1888)" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr, in der Oldenburger Synagoge (Wihelmstraße 17) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referent ist der Düsseldorfer Rabbiner Julian-Chaim Soussan. Er spricht über Samson Raphael Hirsch (1808 - 1888), der von 1830 bis 1841 als Rabbiner in Oldenburg wirkte. Er gilt als organisatorischer Kopf der Neuorthodoxie im 19. Jahrhundert und befürwortete die Eigenständigkeit orthodoxer Kreise durch Austritt aus den jüdischen Gemeinden, die in Deutschland häufig zur Reformbewegung tendierten.

Die Vortragsreihe steht anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im Jahr 1992 unter dem Jahresthema "Rabbiner in Oldenburg im Kontext von Religion, Politik und Gesellschaft". Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg, der Ev. Kirchenkreis Oldenburg, das Dekanat Oldenburg der Kath. Kirche, das Forum St. Peter und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

19. April 2012: Vortrag "Der stille Schrei - Untersuchung von Schiffsunglücken im Seeamt Brake

Dr. Matthias Nistal stellt in seinem Vortrag, der am 19. April 2012 um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs (Damm 43) stattfindet, ausgewählte Schiffsunglücke wie auch Einzelschicksale, die vor dem 1877 gegründeten Seeamt in Brake verhandelt wurden, vor. Das Seeamt war Oldenburgische Landesbehörde unter Aufsicht des Reichs. Die Ermittlungen bei Seeunglücken auf mögliches Verschulden des Kapitäns oder Dritter wurden als vorgerichtliches Verfahren mit einem Seeamtsspruch entschieden und waren wichtig für die Renten- und Witwenansprüche und für eine versicherungs- und zivilrechtliche Weiterverfolgung

23.-24. März 2012: Tagung "Infiziertes Europa"

Seuchen machen Geschichte. Diese Behauptung ist eine Trivialität. Schließlich wissen wir, dass Pest-, Pocken- und Cholera-Züge die Europäer bis zum 19. Jahrhundert ebenso in Atem hielten wie Typhus, Tuberkulose oder die Syphilis. Aber welche Geschichte haben und machen Seuchen danach? Wie prägten Seuchen und Infektionskrankheiten das 20. Jahrhundert? Und welche methodischen Potenziale und Probleme ergeben sich, wenn man Seuchen in der neuesten Zeit, als Zeitgeschichte, erkundet?

Diesen Fragen wird die Tagung am 23. und 24. März in Oldenburg nachspüren, um Umrisse einer Sozial- und Kulturgeschichte von Seuchen im 20. Jahrhundert zu skizzieren und in vergleichenden sowie Fallstudien thematische Tiefenbohrungen vorzunehmen. Neben zwei Überblicksvorträgen, die dem Tagungsthema seine Konturen verleihen und gemeinsame Leitfragen diskutieren, erproben die ReferentInnen in fünf Panels unterschiedliche Zugriffe auf das Tagungsthema: Erkundet werden Seuchen als Gefühls-, Medien- und Wissenschaftsgeschichte, in vergleichender, beziehungsgeschichtlicher oder in Gender-Perspektive. [Tagungsprogramm]

Über Ihr Interesse an dieser Erkundung und an einem Austausch auf der Tagung würden wir uns freuen. Melden Sie sich bitte bis zum 4. März 2012 bei Anke Berding (anke.berding(at)uni-oldenburg.de) vom Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg an. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, Reise- und Übernachtungskosten können indes nur für ReferentInnen übernommen werden.

22. März 2012: Vortrag "Das Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof als Monument persönlichen Empfindens und fürstlichen Selbstverständnisses

Dr. Michael Brandt widmet seinen Vortrag, der am 22. März 2012 um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs (Damm 43) stattfindet, einem auf den ersten Blick unscheinbar erscheinenden Bau auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof: Das Mausoleum ist nicht nur ein herausragendes Beispiel des Frühklassizismus in Nordwestdeutschland, es birgt auch einen der bedeutendsten und weitgehend unveränderten Innenräume dieser Zeit. Neben seiner architekturgeschichtlichen Bedeutung ist das Mausoleum auch ideengeschichtlich äußerst interessant, hat doch der Auftraggeber, Herzog Peter Friedrich Ludwig, selbst maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung und Ausstattung genommen. Es ist gleichzeitig ein Monument persönlicher Trauer, dynastisches Denkmal und Ausdruck einer Idealverstellung vom Fürstenamt. Diese Bedeutungszusammenhänge stehen in enger Beziehung zu einer nur teilweise verwirklichten Friedhofsplanung. Das Mausoleum ist vor kurzem als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt worden und sieht einer umfassenden Restaurierung entgegen.

23. Februar 2012: Vortrag "Oldenburg und das Reich im ausgehenden Mittelalter und in der Frühen Neuzeit"

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts nahm das Oldenburger Grafenhaus das Reich allenfalls als finanzielle Bedrohung zur Kenntnis, ein Jahrhundert später waren Kaiser und Reich begehrte Adressaten oldenburgischer "Außenpolitik". Beeinflusst waren die Beziehungen Oldenburgs zum Reich aber auch durch die dynastischen Verbindungen nach Dänemark und Schleswig-Holstein. Hon.-Prof. Dr. Gerd Steinwascher wird diese Entwicklung in seinem Vortrag, der am 23. Feb. 2012 um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs stattfindet, nachzeichnen und verständlich machen.

16.-18. Februar 2012: Tagung "Praktiken der Selbst-Bildung"

Unter dem Titel "Praktiken der Selbst-Bidung im Spannungsfeld von ständischer Ordnung und gesellschaftlicher Dynamik" veranstaltet das DFG-Graduiertenkolleg 1608/1 "Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung" vom 16. bis 18. Februar eine Tagung. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

9. Februar 2012: Vortrag "Über die Ambivalenzen der Aufklärung"

Mit dem Vortrag "'Über die bürgerliche Verbesserung der Juden (1781) und die Ambivalenzen der Aufklärung" setzen das Leo Trepp-Lehrhaus und die Universität Oldenburg am Donnerstag, 9. Februar 2012, 19.00 Uhr, im Bibliothekssaal (Campus Haarentor) ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Referentin ist Prof. Dr. Dagmar Freist, Hochschullehrerin für Geschichte der Frühen Neuzeit. Sie wird sich in ihrem Vortrag mit der Schrift Christian Wilhelm von Dohms (1751 - 1820) sowie mit anderen Stimmen zur "bürgerlichen Verbesserung der Juden" befassen. Dabei wird sie auch über den Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755 - 1829) sprechen.
Die Vortragsreihe steht anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Wiedergründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg im Jahr 1992 unter dem weit gefassten Jahresthema "Rabbiner in Oldenburg im Kontext von Religion, Politik und Gesellschaft". Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die Arbeitsstelle Jüdische Studien der Universität Oldenburg, der Ev. Kirchenkreis Oldenburg, das Dekanat Oldenburg der Kath. Kirche, das Forum St. Peter und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. - Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

8. Februar 2012: Vortrag "Consumption and the making of the bourgeoisie in 19th century Sweden"

Am Mi., den 8. Februar 2012 wird Dr. Gudrun Andersson (Universität Uppsala) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im BIS-Saal einen Vortrag mit dem Titel "Consumption and the making of the bourgeoisie in 19th century Sweden" halten.

26. Januar 2012: Vortrag "Die Hanse und der Nordwesten"

Prof. Dr. Rudolf Holbach geht in seinem Vortrag der Frage nach, welche politisch-herrschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Nordwesten für die Gemeinschaft der Kaufleute und Städte besaß, in welchem Maße die Hanse bzw. ihre Mitglieder hier überhaupt präsent waren und kontrollierend eingreifen konnten, wie sich ihre Beziehungen zu verschiedenen Herrschaftsträgern und untereinander entwickelten, auf welche Schwierigkeiten man stieß und wie mit Konfliktsituationen umgegangen wurde. - Der Vortrag findet am 26. Jan. 2012 um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs (Damm 43) statt.

25. Januar 2012: Vortrag "Gedenk- und Jahrestage zwischen Lokalisierung und Internationalisierung"

Am Mi., den 25. Januar 2012 wird Dr. Harald Schmid (Universität Kiel) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im BIS-Saal einen Vortrag mit dem Titel "Netzverdichtungen und Netzausfälle. Gedenk- und Jahrestage zwischen Lokalisierung und Internationalisierung" halten.

18. Januar 2012: Vortrag "Zwischen Land und Meer"

Am Mi., den 18. Januar 2012 wird Hon. Prof. Dr. Norbert Fischer (Universität Hamburg) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im Hörsaal B (A11 1-101) einen Vortrag mit dem Titel "Zwischen Land und Meer - Grenzen und Grenzüberschreitungen in den Küstengesellschaften der Nordsee" halten.

11. Januar 2012: Vortrag "Specialisation in the maritime transport business (18th century)"

Am Mi., den 11. Januar 2012 werden Dr. Jan Willem Veluwenkamp und Dr. Werner Scheltjens (Universität Groningen) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im BIS-Saal einen Vortrag mit dem Titel "Specialisation in the maritime transport business in the second half of the 18th century. The cases of Papenburg and Pekela" halten.

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2011

8. Dezember 2011: Podiumsdiskussion zum Jahresthema Religionsfreiheit

Im Rahmen der Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses Oldenburg zum Thema "Religionsfreiheit" findet am 8. Dezember im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg eine Podiumsdiskussion statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind: Landesrabbiner Jonah Sievers (Braunschweig), Rabbinerin Alina Treiger (Oldenburg), Prof. Dr. Heiner Bielefeldt (Erlangen) und Prof. Dr. Bülent Ucar (Osnabrück).

7. Dezember 2011: Vortrag "Reise nach Arkadien oder Urlaub bei den 'Itakern'"

Am Mi., den 7. Dezember 2011 wird Dr. Till Manning (Universität Hannover) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im BIS-Saal einen Vortrag mit dem Titel "Reise nach Arkadien oder Urlaub bei den 'Itakern'. Massentourismus als Stilprinzip der Italiengeneration in den 50er und 60er Jahren" halten.

24. November 2011: Vortrag "Ulrich Jasper Seetzen: Arzt, Wissenschaftler, Reisender und Orientalist"

Aus Anlass des 200. Todesjahres erinnert Rolf Seetzen in seinem Vortrag in einem genealogischen Überblick von 1540 bis 1811 über Abstammung, Studium, Aktivitäten und Reisen eines großen Oldenburgers. Der Arzt, Wissenschaftler, Naturforscher, Reisende und Orientforscher Dr. Ulrich Jasper Seetzen durchstreifte von 1802 - 1811 den Nahen Osten, besuchte u.a. das Tote Meer, die "verbotenen Städte" des Islam, Mekka und Medina. Unter ungeklärten Umständen fand der Orient-Pionier im Herbst 1811 im Jemen den Tod. Vielleicht wurde er ermordet, weil er in Mekka unerlaubt Zeichnungen der Heiligen Stätten anfertigte, vielleicht, weil er als "Zauberer" verdächtigt wurde. Seine Lebensleistungen verdienen es, der Vergessenheit in seiner Heimat entrissen zu werden, und seine Lebensgeschichte verdient Beachtung." - Der Vortrag findet am 24. November 2011 um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs (Damm 43) statt.

23. November 2011: Vortrag zur Frage "Warum die römische Herrschaft in Judäa scheiterte"

Am Mi., den 23. November 2011 wird Prof. Dr. Kai Trampedach (Universität Heidelberg) im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung zur Geschichte um 18h im BIS-Saal einen Vortrag mit dem Titel "Schwierigkeiten mit der Theokratie: Warum die römische Herrschaft in Judäa scheiterte" halten.

17. November 2011: Vortrag "Gefreite als Aufbaugeneration der Bundesmarine"

Im Rahmen der Vortragsreihe 2011/12 des Vereis für Militär- und Garnisonsgeschichte e.V. "Oldenburg und Bundeswehr" wird Jun. Prof. Dr. Malte Thießen am Do., den 17. November 2011 um 20h im Staatsarchiv Oldenburg, Damm 43, einen Vortrag zum Thema "Zwischen Weltkrieg und Kaltem Krieg: Gefreite als Aufbaugeneration der Bundesmarine" halten.

17. November 2011: Vortrag "Religionsfreiheit aus Sicht der Minderheiten"

Im Rahmen der Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses Oldenburg zum Thema "Religionsfreiheit" behandelt am 17. November 2011 Landesrabbiner Jonah Sievers (Braunschweig) in der Synagoge Oldenburg (Wilhelmstr. 17) das Thema "Religionsfreiheit aus Sicht der Minderheiten".

13. Oktober 2011: Vortrag "Graf Anton Günther - Die Symbolfigur und 'Ikone' der Oldenburger Erinnerungsgemeinschaft

Erinnerungsorte, sprich "langlebige, Generationen überdauernde Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung und Identität" (Etienne François / Hagen Schulze), haben als Konzept der Geschichtswissenschaft nun schon seit geraumer Zeit eine Art Triumphzug angetreten. Im Rahmen eines jüngst abgeschlossenen Projekts der Carl von Ossietzky Universität zu den Erinnerungsorten der Oldenburger/-innen durfte eine Beschäftigung mit Graf Anton Günther nicht fehlen. Im Laufe des hierauf basierenden Vortrags soll anhand folgender Fragen der 'posthumen Karriere' dieses Potentaten nachgespürt werden: Wie verlief die Erinnerungs- bzw. Rezeptionsgeschichte dieses Gedächtnisortes? Wie wurde der Graf dabei in den unterschiedlichen zeitlichen Kontexten vereinnahmt bzw. instrumentalisiert? In welchen Formen ist Anton Günther in der Gegenwart präsent und welche Rolle spielt er hierbei für die regionale Identität? - Diesen Fragen widmet sich der Vortrag, den Markus Evers, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts, am 13. Oktober um 20h im Vortragssaal des Staatsarchivs (Damm 43) hält.

29.-30. September 2011: Schülerkongress des Verbundprojekts "Mensch und Umwelt"

Im Rahmen des Verbundprojekts "Mensch und Umwelt", einem Pilotprojekt zur Vernetzung von Forschung, museologischer Dokumentation und Didaktik, findet vom 29. und 30. September 2011 an der CvO Universität Oldenburg ein Schülerkongress zum Thema "Unsere Umwelt hat Geschichte" statt, an dessen Konzeption und Organisation die Oldenburger Geschichtsdidaktik federführend beteiligt ist. Mehr Informationen zum Projekt und zum Kongress finden Sie hier.

8. September 2011: Vortrag "Was heißt es für Juden in der Diaspora mit dem Staat Israel solidarisch zu sein?"

Im Rahmen der Vortragsreihe des Leo-Trepp-Lehrhauses Oldenburg zum Thema "Religionsfreiheit" behandelt am 8. September 2011 im BIS-Saal der CvO Universität Oldenburg Prof. Dr. Micha Brumlik (Frankfurt a.M.) das Thema "Was heißt es für Juden in der Diaspora mit dem Staat Israel solidarisch zu sein?". Den Flyer zur Veranstaltung inkl. einer Vorschau auf kommende Vorträge finden Sie hier.

1.-3. September 2011: Tagung der NESICT

Vom 1.-3. September 2011 findet auf dem Campus Haarentor (A5 1-160) die Tagung "Diasporas as Translocal Societies" der NESICT (Networks, Economic ans Social Interaction and Cultural Transfer in Northern Europe) statt. Den Info-Flyer zur Tagung finden Sie hier.

13. Juli 2011: Vortrag von PD Dr. Jan Rüdiger zu "Mittelalterlichen Thalassokratien"

Im Rahmen der Oldenburger Ringvorlesung zur Geschichte wird PD Dr. Jan Rüdiger aus Frankfurt a.M. am Mittwoch, den 13. Juli 2011 einen Vortrag zu mittelalterlichen Thalassokratien halten. Der Vortrag beginnt um 18h; Veranstaltungsort ist A11 1-101 (Hörsaal B).

6. Juli 2011: Vortrag von Prof. Dr. Tassilo Schmitt zu "Seeschlachten in der Antike"

Im Rahmen der Oldenburger Ringvorlesung zur Geschichte wird Prof. Dr. Tassilo Schmitt aus Bremen am Mittwoch, den 6. Juli 2011 einen Vortrag zu Seeschlachten in der Antike halten. Der Vortrag beginnt um 18h; Veranstaltungsort ist A11 1-101 (Hörsaal B).

5. Juli 2011: Vortrag "Performative Mimesis ..."

Die Ringvorlesung des Graduiertenkolleges Selbstbildungen steht in diesem Semester unter dem Oberthema "Körperliche Dimensionen in den Praktiken der Subjektivierung". Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wird Prof. Dr. Paula-Irene Villa (Soziologin, LMU München) am 7. Juli 2011 um 18h im BIS-Saal einen Vortrag halten zu dem Thema "Performative Mimesis. Somatische Subjektivierung über Butler hinaus".

16. Juni 2011: Veranstaltung des Leo-Trepp-Lehrhauses "Frauen in den Religionen"

Zum Oberthema "Frauen in den Religionen" findet am Do., 16. Juni 2011 um 17h eine Veranstaltung des Leo-Trepp-Lehrhauses in der Synagoge, Wilhelmstraße 17 statt. Die Referentinnen sind Alina Treiger (Rabbinerin in Oldenburg und Delmenhorst), Maria Jepsen (ehem. Bischöfin der Nordelbischen Kirche) und Hamideh Mohagheghi (Hannover, islamische Theologin). Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

15. Juni 2011: Vortrag von Prof. Dr. Christian Meier

Das Institut für ev. Theologie und Religionspädagogik und das Institut für Geschichte begrüßen am Mi., 15. Juni 2011, 14-16h in A11 1-101 (Hörsaal B) Prof. Dr. Christian Meier zu einem Gastvortrag zu dem Thema: "Warum erinnern? Warum vergessen? Vom öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit".

7. Juni 2011: Vortrag "Sei ein Mann! Implizites Zeigen und praktisches Wissen"

Die Ringvorlesung des Graduiertenkolleges Selbstbildungen steht in diesem Semester unter dem Oberthema "Körperliche Dimensionen in den Praktiken der Subjektivierung". Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wird Prof. Dr. Stefan Hirschauer (Soziologe, Gutenberg-Universität Mainz) am 7. Juni 2011 um 18h im BIS-Saal einen Vortrag halten zu dem Thema "Sei ein Mann! Implizites Zeigen und praktisches Wissen".

19. Mai 2011: Antrittsvorlesung von Jun. Prof. Dr. Malte Thießen

Am Do., den 19. Mai 2011 wird Jun. Prof. Dr. Malte Thießen um 19h im BIS-Saal seine Antrittsvorlesung halten. Der Vortrag trägt den Titel "Zeitgeschichte als Zumutung und Zugabe. Warum wir alle gelegentlich ZeithistorikerInnen sein sollten". Gäste sind herzlich willkommen - wir freuen uns auf einen gefüllten BIS-Saal!

12. Mai 2011: Prof. Dr. Jürgen Kocka zu Gast im "Historischen Quartett"

Das 'Historische Quartett' eröffnet den Buchfrühling! - Am Dienstag, 12. Mai 2011, treffen sich um 19.30h Prof. Dr. Gunilla Budde, Prof. Dr. Hans Henning Hahn und Prof. Dr. em. Heinrich Schmidt mit dem Berlinger Historiker Prof. Dr. Jürgen Kocka, um u. a. auch über sein jüngstes Werk "Arbeit an der Geschichte" zu diskutieren.

5. Mai 2011: Vortrag "Die Aufklärung als Geburtsstunde des modernen Judentums"

Das Leo-Trepp-Lehrhaus in Oldenburg begrüßt am 5. Mai 2011 Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka (Berlin), Rektor des Abraham Geiger-Kollegs Potsdam, zu einem Vortrag über "Die Aufklärung als Geburtsstunde des modernen Judentums". Der Vortrag findet um 19h in der Synagoge an der Wilhelmstr. 17 statt; der Eintritt ist frei. [Programm]

5. Mai 2011: Prof. em. Dr. Heinrich Schmidt über den "Tod des Bonifatius"

Der Oldenburgische Landesverein für Geschichte, Natur und Heimatkunde (OLV) präsentiert in seinen "Schlossvorträgen" regelmäßig Themen aus der Geschichte der Region. Am Donnerstag, den 5. Mai 2011 wird sich Prof. em. Dr. Heinrich Schmidt ab 20h im Schlosssaal folgendem Thema widmen: "Der Tod des Bonifatius. Zur Christianisierung an der Nordseeküste". Der Unkostenbeitrag beträgt € 5 (ermäßigt: € 3/1).

3. Mai 2011: Vortrag "Physische Gewalt als Habitus ..."

Die Ringvorlesung des Graduiertenkolleges Selbstbildungen steht in diesem Semester unter dem Oberthema "Körperliche Dimensionen in den Praktiken der Subjektivierung". Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wird PD Dr. Maren Lorenz (Historikerin, Universität Hamburg) am 3. Mai 2011 um 18h im BIS-Saal einen Vortrag halten zu dem Thema "Physische Gewalt als Habitus. Zum Zusammenhang von Militarisierung und Männlichkeit im 'Eisernen (17.) Jahrhundert'".

14. April 2011: Vortrag "Heimat an der Küste" im Staatsarchiv

Am 14. April hält Prof. Dr. Bernd Mütter (Oldenburg) um 20h im Staatsarchiv einen Vortrag zum Thema "Heimat an der Küste. Ein geschichtstouristisches Konzept für die nördliche Weser-Ems-Region". Der Vortrag stellt ein regionalgeschichtliches Exkursionsprojekt für den nördlichen Weser-Ems-Raum vor, das in Kooperation zwischen dem Institut für Geschichte an der Universität Oldenburg und dem Fachbereich Politik und Gesellschaft der Volkshochschule Oldenburg entwickelt wurde und sich auch in dem Geschichtsunterricht der Schule bewährt hat. Das Konzept stellt die einzelnen Zielorte in einen übergreifenden historischen Zusammenhang und bemüht sich dabei um einen Beitrag zur heute viel diskutierten Thematik von kritischem Heimatbewusstsein und regionaler Identität. An vier ausgewählten Exkursionszielen - Wildeshausen, Hude, Altstädte Bremen und Oldenburg - werden die praktischen Konsequenzen des Konzepts veranschaulicht.

31. März 2011: Vortrag "General Heinz Gaedcke" im Staatsarchiv

Die Nachkriegsgeschichte der Stadt Oldenburg ist ohne Beschäftigung mit der Bundeswehr undenkbar. Ein bedeutender Offizier der Oldenburger Bundeswehrgeschichte war der 1905 geborene Heinz Gaedcke. Er diente im 100.000-Mann-Heer der Weimarer Republik als Leutnant, in der Wehrmacht als Generalstabsoffizier und in der Bundeswehr als General. Er war ein hochbegabter Soldat, der in einer Weise diente, die noch heute in den meisten Armeen der westlichen Welt als vorbildlich gilt. Einblicke bietet der Vortrag "General Heinz Gaedcke, einer der "Gründungsväter" der Bundeswehr und Kommandeur der 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg" von Generalmajor a.D. Gerhard Brugmann (Westermoor), der am 31. März um 20h im Staatsarchiv stattfindet.

17. März 2011: Aleida Assmann im PFL

Am Do., 17. März 2011, wird Prof. Dr. Aleida Assmann im PFL (Peterstr. 3) um 19.30h einen Vortrag halten zum Thema "Geschichte erinnern - Zukunft gestalten". Sie reflektiert in ihrem Vortrag neue Formen von Erinnerungskultur und die Veränderungsdynamik von Erinnerung. Assmann ist Trägerin des Max-Planck-Forschungspreises "Geschichte + Gedächtnis" 2009. Ihre Publikation "Der lange Schatten der Vergangenheit - Erinnerungskultur und Geschichtspolitik" (2006) gilt als nationales und internationales Standardwerk zum Thema Erinnerungskultur.

2. März 2011: Vortrag "Religionsfreiheit"

Am Mittwoch, den 2. März 2011, 19.30 Uhr, findet im BIS-Saal eine Vortragsveranstaltung des Leo-Trepp-Lehrhauses der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg statt, mit dem die "Jüdischen Studien" der Fakultät IV seit neustem durch eine Kooperation zugunsten eines gemeinsamen Masterzertifikatsprogramm "Interkulturelle Jüdische Studien" verbunden sind. Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik, Institut für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, wird einen Vortrag halten unter dem Titel: "Religionsfreiheit - ein verletztes und umkämpftes Menschenrecht".

25.-26. Februar 2011: Workshop "Entangled Histories"

Die Historischen Institute der Universitäten Bremen, Groningen und Oldenburg intensivieren ihre Kooperation mit einem Workshop vom 25.-26. Februar [Programm].

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