Publikationen der Arbeitsstelle

  • Freist, Dagmar (Hg.): Diskurse-Körper-Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung, Bielefeld 2015.
  • Freist, Dagmar: „Historische Praxeologie als Mikro-Historie“ In: Arndt Brendecke, (Hg.): Praktiken der Neuzeit. Akteure-Handlungen-Artefakte, Weimar/Köln/Wien 2015, S. 62-77.

  • Freist, Dagmar (Hg.): Diskurse – Körper – Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung, Bielefeld 2014 (Reihe Praktiken der Subjektivierung)
  • Dixon, Scott/ Freist, Dagmar/ Greengrass, Mark (Eds.): Living with Religious Diversity in Early-modern Europe, Farnham 2009 ( = St. Andrews Studies in Reformation History)
  • Freist, Dagmar: “Crossing Religious Borders: The Experience of Religious Difference and its Impact on Mixed Marriages in Eighteenth-Century Germany” In: Scott Dixon, Dagmar Freist, Mark Greengrass (Eds.), Living with Religious Diversity in Early Modern Europe, Farnham 2009, S. 203-224.
  • Freist, Dagmar: „Recht und Rechtspraxis im Zeitalter der Aufklärung am Beispiel der Taufe jüdischer Kinder“ In: Andreas Gotzmann, Stefan Wendehorst (Hg.): Juden im Recht. Neue Zugänge zur Rechts­geschichte der Juden im Alten Reich, ZHF Beiheft 39 (2007), S. 109-137
  • Freist, Dagmar: „Kinderkonversionen in der Frühen Neuzeit“ In: Lotz-Heumann, Ute/ Missfelder, Jan-Friedrich/  Pohlig, Matthias (Hg.), Konversion und Konfession in der Frühen Neuzeit (= Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 205), Gütersloh 2007, S. 393-429.
  • Freist, Dagmar: „Der Fall von Albini - Rechtsstreitigkeiten um die väterliche Gewalt in konfessionell ge­mischten Ehen“ In: Westphal, Siegried (Hg.): In eigener Sache. Frauen vor den höchsten Gerichten des Alten Reiches, Köln/Wien 2005, S. 245-270.
  • Freist, Dagmar: “Religious Difference and the Experience of Widowhood in Seventeenth and Eighteenth-Cen­tury Germany” In: Cavallo, Sandra and Warner, Lyndan (Eds.): Widowhood in Medieval and Early Modern Europe, London 1999, S. 164-178.
  • Freist, Dagmar: “The King’s Crown is the Whore of Babylon. Politics, Gender and Communication in Mid-Seventeenth-Century England” In: Gender & History 7/3 (1995), Special Issue: Presentations of the Self in Early Modern England, ed. By Amy Louise Erickson and Ross Balzaretti, S. 457-481.
  • Freist, Dagmar: “Alltagsgeschichte der Juden: In Search of New Approaches to Jewish History” In: German History 7/2 (1989), S. 248-253.
  • Haasis, Lucas. “Papier, das nötigt und Zeit, die drängt übereilt. Zur Materialität und Zeitlichkeit von Briefpraxis im 18. Jahrhundert und ihrer Handhabe.“ In: Brendecke, Arndt (Hg.): Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure – Handlungen – Artefakte, Köln/Wien/Weimar 2015, S. 305-319.
  • Haasis, Lucas. “Noch bleibt mir ein Augenblick Zeit um mich mit Euch zu unterhalten.“ Praxeologische Einsichten zu kaufmännischen Briefschaften des 18. Jahrhunderts.“ In: Freist, Dagmar (Hg.): Diskurse-Körper-Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung, Bielefeld 2015, S. 87-113.
  • Haasis, Lucas and Constantin Rieske (eds.). Historische Praxeologie. Dimensionen vergangenen Handelns. Paderborn, 2015.
  • Raapke, Annika: Dort, wo man Rechtsanwälte isst. Karibische Früchte, Sinneserfahrungen und die Materialität des Abwesenden, in: Brendecke, Arndt (Ed.): Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure – Handlungen – Artefakte, Köln/Wien/Weimar 2015,  S. 320 – 331.

Für Reisende, Soldaten und Siedler in den Karibikkolonien des 18. Jahrhunderts sind exotische Früchte wichtige materielle und sensuelle Kontextualisierungshilfen in ihren globalen Lebensgängen. Allerdings lassen die Früchte sich nicht als materielle historische Objekte studieren, da sie keine lange Lebensdauer haben – anhand von Früchten, die in Briefen aus den Prize Papers beschrieben werden, wird diskutiert, warum die Untersuchung vergangener, abwesender Materialitäten ein lohnenswertes Unterfangen ist.

For travellers, soldiers and settlers in the eighteenth-century Caribbean colonies, exotic fruit are important material and sensory aids to contextualising themselves in their global existences. But these fruit cannot be studied as material historical objects, since they did not stand the test of time – based on fruit described in letters within the Prize Papers Collection, it is discussed why studying past, absent materialities is a worthwhile endeavour.

  • Raapke, Annika: In Gelb! Selbstentwürfe eines Mannes im Fieber, in: Freist, Dagmar (Hg.): Diskurse – Körper – Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung 2015, S. 243-263.

Der napoleonische Offizier Lelong beschreibt 1803 in mehreren ausführlichen Briefen seine auf Martinique erlittene Gelbfiebererkrankung. Eine dichte Lektüre seiner Berichte erlaubt die Identifikation von Maskulinitätsdiskursen in den Kontexten von Gelbfieber, Aufklärung und Kolonialismus und ermöglicht so den Nachvollzug des Narrativs eines jungen Mannes, der „in der neuen Welt“, wie er schreibt, von einer Krankheit auf den Kern seiner Männlichkeit geprüft wird.

In 1803, the napoleonic officer Lelong writes several detailed letters in which he describes an attack of yellow fever he suffered in Martinique. A close reading of his descriptions allows the identification of elements relating to discourses of masculinity in contexts of yellow fever, enlightenment, and colonialism; and thus the retracing of a narrative of a young man who, „in the new world“, as he writes, is being tried as to the core of his masculinity by a disease.

  • Raapke, Annika: Die Ruhe nach dem Sturm. Praxeologische Annäherungen an das Schweigen, in: Haasis, Lucas/Rieske, Constantin (Eds.): Historische Praxeologie. Dimensionen vergangenen Handelns, Paderborn 2015, PP. 73 -87.

Briefe aus den französischen Kolonien des 18. Jahrhunderts berichten regelmäßig von Unheil aller Art, von Krankheiten, Krieg und Hurricanes. Als jedoch der « Grand Ouragan » 1780 große Teile der Karibik verwüstet, ist in einem großen Teil der Briefe nach Europa kein Wort von der Katastrophe zu finden.  Mithilfe von Theodore Schatzkis « Social Site » - Konzept experimentiert dieser Aufsatz mit Erklärungen für das Schweigen.

Letters from the eighteenth-century French colonies deal with calamities of all kind on a regular basis ; with diseases, war,  rebellion, and hurricanes. But when, in 1780, the « grand ouragan » wreaks terrible havoc in the Caribbean, many of the letters do not even mention the catastrophe. By means of Theodore Schatzki’s « Social Site »-concept, this article experiments with explanations for the silence.