Die Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts für Germanistik

Informationen zu den aktuellen Dissertationsprojekten am Institut für Germanistik finden Sie hier:

  • Deutsch als Fremdsprache
  • Fachdidaktik
  • Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft
  • Literaturwissenschaft
  • Mediävistik
  • Niederdeutsch
  • Sprachwissenschaft

 

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Kristian Berg

Systematische Erfassung der Syntax des gesprochenen Niederdeutsch

Eine systematische Erfassung der Syntax des gesprochenen Niederdeutsch ist nach wie vor ein Desiderat. Deswegen sollen in der Arbeit in drei verschiedenen Regionen Nordwestniedersachsen Daten erhoben werden, um daraus Generalisierungen über die Syntax gesprochener niederdeutscher Dialekte zu gewinnen. Dabei soll die Nominalphrasensyntax - und hier vor allem Kasussystem und Wortstellung - im Mittelpunkt stehen. Es soll untersucht werden, welche Auswirkungen der Zusammenfall von Dativ und Akkusativ im heutigen Niederdeutsch auf die Kodierung grammatischer Relationen wie direktes und indirektes Objekt hat, und ob sich das Kasussystem eventuell in Gänze in einem Auflösungsprozess befindet. Hinsichtlich der Wortstellung ist zu überprüfen, ob der Kasussynkretismus eventuell zu einer strikteren Wortstellung führt, wie es sprachtypologische Daten erwarten lassen.

Betreuer: Prof. Dr. Jörg Peters

 

 

Franziska Buchmann

Die Wortzeichen im Deutschen (Arbeitstitel)

In der Graphematik wird jede Schreibung, die zwischen zwei Leerzeichen steht, als mögliches graphematisches Wort betrachtet. Schreibungen mit Bindestrich, Abkürzungspunkt und Apostroph führen zu Problemen, denn der Wortstatus einer Form <z.B.> ist nicht gesichert. Orthographisch sind sie - teilweise mit Kann-Bestimmungen - geregelt, über ihr tatsächliches Vorkommen und ihre Struktur lassen sich bisher jedoch lediglich Arbeitsthesen formulieren. Auf Grundlage verschieden strukturierter Korpora sollen diese Schreibungen untersucht werden. Hierbei interessieren vor allem Fragen der Struktur und des tatsächlichen Vorkommens entsprechender Wortformen, der Kombinatorik der Wortzeichen innerhalb einer Wortform und der Auswirkung der Schreibungen mit Wortzeichen auf die Struktur der graphematischen Silbe.

Betreuerin: Prof. Dr. Nanna Fuhrhop

Maren Großbröhmer

Erzählen von den Heiden in den Saarbrücker Chanson de geste-Adaptationen

Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes steht das Erzählen von den Heiden in zwei bislang kaum erforschten deutschen Chanson de geste-Adaptationen des 15. Jahrhunderts: dem ‚Herzog Herpin’ und dem ‚Loher und Maller’. Beide wurden gegen Ende der 1430er Jahre im Umkreis der Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken vom Französischen ins Deutsche übertragen und in beiden konstituiert sich die Handlung in wesentlichen Teilen aus kriegerischen Interaktionen zwischen Christen und Heiden. Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wie sich das Erzählen von den Heiden im Zusammenspiel einer spezifischen historischen Situation – der Zeitpunkt der Adaptation liegt nur anderthalb Jahrzehnte vor der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen, die Rezeption geht weit über dieses epochale Ereignis hinaus – und einer traditionsreichen und durch starke Konventionen geprägten Gattung – den Chansons de geste und ihren deutschen Adaptationen – positioniert und welche Funktion es innerhalb des Gesamttextes erfüllt.

Betreuer: Prof. Albrecht Hausmann