Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung

Migration, Globalisierung und Gender

Beteiligte: Dr. Lydia Potts, Anika Walke, M.A.

Im Bereich der Migrationsforschung wurden zum einen Arbeitszusammenhänge aus den 1990er Jahren fortgeschrieben, die auf empirisch-qualitativen Ansätzen beruhen und u. a. biographische Prozesse im Kontext von Flucht und Migration thematisieren. Dazu sind Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern entstanden und Aufsatzveröffentlichungen vorgelegt worden. Ferner schlossen die Forschungsaktivitäten in diesem Schwerpunkt auch die Lehr- und Lernforschung ein, wodurch die inhaltliche Federführung bei der Etablierung des europäischen Studiengangs Joint Master Migration and Intercultural Relations übernommen wurde (Erstzulassung im Wintersemester 2006/07).
Internationale Kooperationen sind auch in der Migrationsforschung Arbeitsgrundlage: U. a. wurde gemeinsam mit einer indischen Universität die Konferenz "Globalization and Women's Work in South Asia and the EU" veranstaltet, die einen Schwerpunkt im Bereich Gender und Migration hatte. Nachwuchswissenschaftlerinnen hatten thematisch einschlägige Fellowships inne, u. a. an der University of California, Santa Cruz, und der Universität Sana'a, Jemen.

Zentrale Publikationen:

Potts, Lydia (2006): Figuren der Grenze und des Übergangs. Repräsentationen von Weiblichkeit und Nation aus einer transkulturellen Perspektive. In: Adorf, Sigrid et al. (Hg.): Leitbilder, Selbstbilder, Optionen. Konzeptionen soziokultureller Repräsentationen.

Potts, Lydia/Krüger, Dorothea (2005): Alleinerziehende Migrantinnen in Deutschland - Armut als Konstante? Eine Exploration von Empirie, Statistik und Forschungsansätzen. In: Ernst, Waltraud (Hg.): Leben und Wirtschaften. Geschlechterkonstruktionen durch Arbeit, Münster