Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung

Immaterielle Kulturen

Leitung: Prof. Dr. Ilse Dröge-Modelmog

Ausgangspunkt dieses thematischen Schwerpunkts war ein wissenschaftlicher Ansatz, der sich etwas pauschalisierend als "postmodern" bezeichnen lässt und von der Linguistik als Erkenntnisorientierung ausgeht. Auch der Begriff "immaterielle Kulturen" ist dort verortet. Das Besondere dieser Forschungsarbeit war u. a. ihre Kontextualisierung und das Infragestellen der Existenz eines "objektiven Subjekts", das historisch mit Herrschaftsanspruch auftrat, der sich insbesondere Frauen gegenüber äußerte. So wurden Totalentwürfe von Kultur kritisiert, sodass stattdessen das Fragment z. B. von Lebensentwürfen diskutiert werden konnte.
Gearbeitet wurde auf drei Ebenen: theoretisch, empirisch, historisch, zudem inter- und transdisziplinär. Drei Schwerpunkte standen im Zentrum:

  1. Die Frage nach dem "Subjekt" in seiner "Selbstbeschreibung"
  2. Die Frage nach der Technik-Kultur
  3. Die Frage nach dem Alltag.

Neben Kooperationen innerhalb der Universität entwickelten sich auch Vernetzungen, mit Vertreterinnen anderer Universitäten, z. B. Prof. Dr. Doris Janshen (Essen), Prof. Dr. Marie-Luise Karsten (Lüneburg), Prof. Dr. Marianne Friese (Gießen), die z. B. in gemeinsamen Workshops ihren Ausdruck fanden. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes wurden zahlreiche Magister- und Diplomarbeiten geschrieben.

Zentrale Publikatione:

Modelmog, Ilse (2004): Die Schein-Heilige, Schriften des Essener Kollegs für Geschlech-terforschung, hg. Doris Janhsen und Michael Meuser, Essen