Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung


Geschlecht und ethnische/kulturelle/nationale Herkunft im interaktiven Alltag von Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit und die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen

Leitung: Prof. Dr. Heike Fleßner

Im Mittelpunkt dieses thematischen Schwerpunkts, der insbesondere in mehreren in die Lehre integrierten Forschungsprojekten bearbeitet wurde, standen die Deutungs-, Zuschreibungs- und Selbstverortungsprozesse Jugendlicher in Settings offener Jugendarbeit (insbesondere Jugendzentren) unter besonderer Berücksichtigung der komplexen Interdependenz der sozialen Kategorien Ethnizität und Geschlecht sowie die Bedeutung, die Pädagoginnen und Pädagogen - ihren Interaktionen mit den Jugendlichen und untereinander und ihren pädagogischen Konzepten - dabei zukommt.                       Der Themenschwerpunkt hatte zum Ziel, bislang weitgehend voneinander separierte empirische Untersu-chungsstränge und konzeptuelle Arbeiten im Bereich der offenen Jugendarbeit miteinander zu verknüpfen, d. h. geschlechterbezogene und interkulturelle Analysen und pädagogische Konzepte aufeinander zu beziehen. Untersuchungsmethoden waren teilnehmende Beobachtungen, Einzel- sowie Gruppeninterviews.

Zentrale Publikationen:

Pech, Detlef/Herschelmann, Michael/Fleßner, Heike (Hg.) (2005): Jungenarbeit. Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft, Oldenburg

Fleßner, Heike (2005): Geschlecht und Interkulturalität - Überlegungen zur Weiterent-wicklung einer geschlechterbewussten interkulturellen Pädagogik. In: Leiprecht, Ru-dolf/Kerber, Anne (Hg.): Schule in der Einwanderungsgesellschaft. Ein Handbuch, Schwalbach, 162 - 179

Fleßner, Heike (2002): Mädchenpädagoginnen und ihre Mädchenbilder - Zwischen Wün-schen und Widersprüchen. In: ZFG/ZFS (Hg.): Körper und Geschlecht - Bremen-Olden-burger Vorlesungen zur Frauen- und Geschlechterforschung, Opladen, 105 - 116