Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung

Anti-Bias-Training

Thema:

Macht, Unterdrückung, Befreiung – Einführung in ein Antidiskriminierungstraining / Anti-Bias-Training

VeranstalterInnen:

Claudia Lohrenscheit und
Beryl Hermanus und Welekazi Dlova, Cape Town, Südafrika

Zeit:

Blockveranstaltung,

Donnerstag, 28.11.02 16-18 Uhr (Einführung)

Freitag, 29.11. bis Sonntag, 1.12.02

jeweils 10-14 Uhr und 16 – 20 Uhr (kleinere zeitliche Verschiebungen sind nach gemeinsamer Absprache möglich)

Donnerstag, 5.12.02 Auswertung mit Claudia Lohrenscheit (2stg. nach Absprache)

Der Workshop hat den zeitlichen Umfang eines normalen Seminars im Wintersemester und zählt somit als vollwertiges Seminar.

Für den Workshop können sich maximal 25 TeilnehmerInnen anmelden.

Zu „Anti-Bias-Education and Training":

[Bias: schräg, schief, Neigung/Hang, Vorliebe; non-biased: unvoreingenommen]

„Anti-bias ist ein aktiver/aktivierender Ansatz, um Vorurteile, Stereotypen, Bias und die „ismen" herauszufordern. In einer Gesellschaft, in der institutionelle Strukturen (Hetero-) Sexismus, Rassismus usw. produzieren und bewahren, reicht es nicht aus, nur Beobachter und nicht voreingenommen zu sein (und es ist auch sehr unwahrscheinlich). Es ist notwenig, dass jede/r Einzelne interveniert, um persönliche und institutionelle Verhaltensmuster herauszufordern und ihnen entgegenzuwirken."

(zit./übersetzt nach Louise Deman Sparks 1998)

In diesem Seminar, das als Blockseminar und mit Beteiligung von zwei Anti-Bias Trainer/innen aus Südafrika stattfinden wird, steht das Kennenlernen von Inhalten und Methoden des Anti-Bias-Trainings im Mittelpunkt. Die in Südafrika entwickelten Ansätze zur Anti-Bias Education wurden nach dem Vorbild (und durch die Unterstützung) US-amerikanischer Strategien entwickelt. Hintergrund dafür war – spätestens seit den ersten demokratischen Wahlen 1994- aber auch schon in den Jahren davor-, dass sich in vielen Basisorganisationen (NGOs) das Bewusstsein durchsetzte, dass zur Überwindung der gesellschaftlichen Segregationsstrukturen neue pädagogische Ansätze entwickelt und auf breiter gesellschaftlicher Ebene praktiziert werden müssten.

Ziel des Anti-Bias Trainings ist die Auseinandersetzung mit Macht und Diskriminierung sowie das Verlernen unterdrückerischer/diskriminierender Kommunikations- und Interaktionsformen. Es wird jedoch nicht eine Diskriminierungsform in den Mittelpunkt gestellt (wie etwa beim Anti-Rassismustraining), sondern es geht gerade um die Verzahnung verschiedener Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen. Der Reflexion und Bearbeitung eigener Erfahrungen wird dabei ein wichtiger Stellenwert eingeräumt.

Das Blockseminar steht in enger Verbindung mit dem Seminar von Nitsch/Scheller: „Habitus und Geschlecht", kann aber auch unabhängig davon besucht werden. Es ist vorrangig gedacht für Studierende des Magisternebenfachs Frauen- und Geschlechterstudien.

Die Trainer/innen, Mrs. Beryl Hermanus und Mrs. Welekazi Dlova kommen aus Cape Town, Südafrika, wo sie für die NRO «ELRU» (Early Learning Resource Unit) arbeiten, mit den Schwerpunkten, Erwachsenenbildung, Fortbildung für Lehrkräfte und Pädagoginnen sowie Anti-Bias Education & Training.

Das Seminar findet überwiegend in englischer Sprache statt.

Eine Voranmeldung ist erforderlich:

persönlich, telefonisch oder per E-Mail im Sekretariat des ZFG – Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien, Frau Gebauer, Raum A11 0-004 zwischen 9 und 12 Uhr, Tel. 798-4316, karola.gebauer(at)uni-oldenburg.de

Zusastzseminar für Berufspraktiker/innen

"Anti-Bias-Education and Training" für Berufspraktiker/innen

Zeit:
Freitag, 22.11., 15.00 – 18.00 Uhr
Samstag, 23.11., 10.00 - 19.00 Uhr
Sonntag, 24.11., 10.00 - 15.00 Uhr

Ort:
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, A4-4-411 (Achtung: Raumänderung möglich!)

Anmeldung und Information:
claudia.lohrenscheit(at)uni-oldenburg.de ;
Tel.: 0441-2179981

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