Diversität und Partizipation

Der in einem weiten Sinne kulturwissenschaftlich ausgerichtete Schwerpunkt thematisiert Formen kultureller, sozialer, religiöser, geschlechtlicher u.a. Diversität in unterschiedlichen gegenwärtigen und historischen Zusammenhängen. Im Fokus stehen dabei Fragen nach den Prozessen der Hervorbringung historisch und kulturell jeweils spezifischer Zugehörigkeits- und Differenzordnungen durch kulturelle Praktiken und Ausdrucksformen in pluralisierten Gesellschaften. Neben den kulturell und historisch unterschiedlichen Ästhetiken dieser Praktiken und Ausdrucksformen untersucht der Schwerpunkt dabei auch die Modi ihrer Verbreitung sowie deren Funktionspotentiale in Prozessen der Herausbildung individueller und kollektiver Identitäten innerhalb (aber auch als Transgression) jener Zugehörigkeits- und Differenzordnungen. Der Schwerpunkt widmet sich dabei insbesondere auch der mit der Diversitätsperspektive eng verbundenen Frage nach den Voraussetzungen, Bedingungen, Medien und Technologien gesellschaftlicher Partizipation und rückt dabei vor allem die normative Dimension des Partizipationsbegriffs sowie dessen Historizität in den Fokus.

Im Schwerpunkt angesiedelt sind eine Reihe interdisziplinärer, drittmittelgeförderter Verbundprojekte (u.a. Promotionsprogramm „Kulturen der Partizipation“; zwei Helene-Lange-Kollegs: „Identitätskonstruktionen junger Erwachsener in einer postsozialistischen Transformationsgesellschaft: der Fall Belarus“ und „Queer Studies und Intermedialität“; Forschungsprojekte u.a. zu „Geschlechterwissen in und zwischen den Disziplinen“, zum „Freiheitsraum Reformation“, zur Ideengeschichte sowie die Jaspers-Edition). Zudem ist der Schwerpunkt durch eine ausgeprägte internationale Vernetzung – u.a. durch die Kooperation mit dem Bundesinstitut für die Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa oder die Aktivitäten des DIVERSITAS-Netzwerks (mit Südafrika und Indien) – gekennzeichnet. Mittelfristig soll die Vernetzung im Schwerpunkt (und darüber hinaus) weiter ausgebaut und mit Blick auf die Beantragung größerer Verbundprojekte an der weiteren Konturierung gemeinsamer Forschungsthemen und -perspektiven gearbeitet werden.

 

Sprecherinnen und Sprecher

Prof. Dr. Martin Butler
martin.butler(at)uni-oldenburg.de

Prof. Dr. Andrea Strübind
andrea.struebind(at)uni-oldenburg.de