Forschungszentrum Neurosensorik

Der 7. Science Slam der Universität Oldenburg ist jetzt Geschichte. Es war ein wundervoller Abend mit tollen Slam-Gästen, Power-Point-Karaoke und tollem Publikum.

Das Orga-Team bedankt sich bei allen Slammerinnen und Slammern, bei den sympathischen Moderatoren und allen Unterstützern des alljährlichen Science Slams!!!!

Nina Gaßmann
(im Namen des Orga-Teams)

Hier bereiten sich die Moderatoren Bianca Brüggen und Michael Bottesch auf den Slam-Abend vor. Foto: Rea Kodalle.
Die SlammerInnen hören sich den Opener-Slam von Prof. Jutta Kretzberg an.
(von links nach rechts: Moderator Michael Bottesch, Mathias Mier, Laura Wolter, Jannik Ehrich, Moderatorin Bianca Brüggen, Ann Kristin Haverich, Valentin Ludwig und Jonna Wagner)
Der glückliche Sieger des Abends: Jannik Ehrich mit dem Hauptpreis "Das goldene Gehirn" (Foto: Volker Sandmann)

Zum siebten Mal bieten Nachwuchswissenschaftler*innen der Carl von Ossietzky Universität beim Oldenburger "Science Slam" am 17. Mai 2017 vielfältige und unterhaltsame wissenschaftliche Vorträge an.

Mit der „Ode an den Blutegel — eine biologische Sicht auf den Hochschulalltag“ eröffnet Prof. Jutta Kretzberg, Professorin für Computational Neuroscience, den populärwissenschaftlichen Wettbewerb.

Derzeit kann man sich noch als Slammer*in bewerben und an dem Vorbereitungsworkshop am 24.04.2017 teilnehmen. Die Teilnahmegebühren in Höhe von 30 Euro werden für die Slammer*innen übernommen. Sie bekommen viele Ideen, hilfreiche Tips und enorm viel Motivation durch den Wissenschaftsjournalisten Tim Schröder und die Vorjahressiegerin des Oldenburger Slams Dr. Bianca Brüggen.

Last but not least: der Vorverkauf für die Karten (Preis 5 Euro) läuft ausschließlich über das Staatstheater Oldenburg und beginnt am 12.04.2017.

Liebe interessierte Masterstudierende, Promovierende sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

wenn ihr Lust habt, beim diesjährigen Science Slam dabei zu sein, dann meldet euch bitte beim Orga-Team und reserviert euch einen Platz als Slammer/Slammerin beim Oldenburger Science Slam 2017. Alle Einzelheiten findet ihr in der verlinkten Datei.

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen: scienceslam(at)uni-oldenburg.de

Ankündigung des diesjährigen Science Slams am 17. Mai 2017 um 20.00 Uhr in der Exerzierhalle

Auch in diesem Jahr wird der Oldenburger Science Slam in der Exerzierhalle des Staatstheaters stattfinden. Alle Interessierten Zuschauer/innen sind bereits jetzt herzlich eingeladen, dabei zu sein und sich die vielfältigen und unterhaltsamen wissenschaftlichen Vorträge anzuschauen. Also bitte den Termin vormerken und sich auf weitere Einzelheiten demnächst freuen. Als sog. "Opener" für den Abend konnte Frau Prof. Jutta Kretzberg, Professorin für Computational Neuroscience, gewonnen werden.

Alle interessierten Nachwuchswissenschaftler/innen, die slammen möchten, sollten sich bitte bald beim Organisationsteam melden: scienceslam(at)uni-oldenburg.de

Junge Nachwuchswissenschaftlerin aus den Neurowissenschaften gewinnt den großen Preis beim 6. Science Slam

Volles Haus beim 6. Science Slam der Universität am 30. Mai 2016

Einen unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Abend bescherten Studierende und Nachwuchswissenschaftler von der Universität Oldenburg am Montag rund 150 Zuschauern in der Exerzierhalle des Oldenburgischen Staatstheaters. Vor ausverkauftem Haus traten sie beim 6. Science Slam der Universität gegeneinander an. Das Publikum stimmte über die Sieger ab – nach ihrem wissenschaftlichen Gehalt und dem Unterhaltungswert und drei „Slammer“ konnten mit einem Preis nach Hause gehen: Bianca Brüggen, Maurits Halbach und Oliver Richters.

Bei den einzelnen Slam-Beiträgen ging es am Montagabend um die Frage, ob Fische ein Drei-Sekunden-Gedächtnis haben und um einen Cartoon, der die Unterscheidung zwischen Natur und Gesellschaft zeichnerisch verdeutlicht. Darüber hinaus erfuhren die Zuschauer, was ein besonders empfindliches Lichtmikroskop über die Netzhaut verraten kann, warum das Modell des Wirtschaftskreislaufs mit physikalischen Gesetzen in Konflikt steht und wie man die Bindung zwischen Pastoren und Kirchenmitgliedern künftig stärken könnte. Die bunte Vielfalt der Themen war beispielhaft für die breitgefächerten und interdisziplinären Forschungsfelder, über die an der Universität Oldenburg geforscht und gelehrt wird.

Die Gewinner im Überblick:

1. Platz: Bianca Brüggen (Promovendin, AG Neurosensorik/Dept. Neurowissenschaft, FK VI), „Super Mario Bros. Stehen sie auf derselben Seite?“, Großer Preis in Höhe von 500 Euro, gestiftet von der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO)

2. Platz: Maurits Halbach (Student, AG Biodiversität und Evolution der Tiere), „ClownfischZirkus“, 150 Euro und ein Fachzeitschriften-Abonnement, gestiftet von der Graduiertenakademie und dem Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft

3. Platz: Oliver Richters (Promovend, VWL/FK II: Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), „Das Perpetuum Mobile in Wissenschaft und Praxis“, Fachzeitschriften-Abonnement, gestiftet vom Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft

Weitere Teilnehmer/innen:
Petra Strohmann (Promovendin, AG Marketing, BWL, Fakultät 2: Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) und
Yen Sulmowski  (wiss. MA,  Wissenschaftliches Zentrum „Genealogie der Gegenwart“, FK IV)

Organisatoren der Veranstaltung waren das Forschungszentrum Neurosensorik, das Oldenburgische Staatstheater, die Graduiertenakademie der Universität Oldenburg, die Graduiertenschulen für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (3GO) und für Naturwissenschaft und Technik (Oltech) und das DFG-Graduiertenkolleg Sensorybio.

Größter Sponsor der Veranstaltung war die Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO); "Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH" sponserte mehrere Abos für die VeranstaltungsteilnehmerInnen.

Auf dem Foto: Die Preisträger des sechsten Science Slams der Universität Oldenburg (v. l. n. r.): Derik Behrens (Moderation), Bianca Brüggen (1. Platz), Maurits Halbach (2. Platz), Michael Bottesch (Moderation), Oliver Richters (3. Platz). Foto: Robert Eichler/Universität Oldenburg
Auf dem Foto: Die Preisträger des sechsten Science Slams der Universität Oldenburg (v. l. n. r.): Nina Gaßmann, Yen Sulmowski, Derik Behrens, Jörg Robin, Bianca Brüggen, Michael Bottesch, Oliver Richters, Petra Strohmann, Reinhard Schulz, Rea Kodalle; Maurits Halbach (vorn). Foto: Robert Eichler/Universität Oldenburg

Science Slam 2016 am 30. Mai 2016 ab 20.00 Uhr in der Exerzierhalle

Der diesjährige Science Slam findet am 30.05.2016 in der Exerzierhalle des Staatstheaters statt.

Organisiert wird die bereits zum 6. Mal stattfindende Veranstaltung vom  Forschungszentrum Neurosensorik in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater und mit Unterstützung der Graduiertenakademie der Universität Oldenburg, der beiden Graduiertenschulen für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (3GO) und für Naturwissenschaft und Technik (Oltech) sowie des DFG-Graduiertenkollegs Sensorybio. Als Sponsor tritt in diesem Jahr neben dem Forschungszentrum Neurosensorik und dem Staatstheater, der Spektrum Wissenschaftsverlag als Teil der „Nature Publishing Group“. Weitere Sponsoren wurden angefragt.

Derzeit läuft der erste Science-Slam-Call für Masterstudent/in oder Doktorand/in der Universität Oldenburg, die als Slammer bei der Veranstaltung ihre Forschungsprojekte dem interessierten Publikum präsentieren und sich im wissenschaftlichen Wettbewerb um die begehrten Preise begeben möchten.
Grundsätzlich kann jedes Forschungsthema präsentiert werden. Auch in der Darstellung ist man völlig frei. Ob mit oder ohne Hilfsmittel, singend, tanzend, sprechend oder als Frontalunterricht mit Powerpoint aufgezogen – am Ende beurteilt das Publikum die Slam-Beiträge nach dem wissenschaftlichen Wert und nach der Unterhaltsamkeit der Performance.

Vorab gibt es Unterstützung in Form eines Workshops zur Wissenschaftskommunikation am 25. April 2016, geleitet vom Wissenschaftsjournalisten Tim Schröder und angeboten von der Graduiertenakademie der Universität.

Interessenbekundungen als Slammer beim diesjährigen Science Slam aufzutreten sind an folgender E-Mail-Adresse zu richten: scienceslam(at)uni-oldenburg.de.

Hier ist der Link zum vollständigen Science-Slam-Call.

 

 

Science Slam 2015

Am 12. Mai 2015 fand der 5. Science Slam der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Forschungszentrum Neurosensorik, dem Graduiertenkolleg SensoryBio und der Graduiertenakademie in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater. Das Publikum in der ausverkauften Exerzierhalle durfte sich an der unterhaltsamen Vermittlung hochkomplexer wissenschaftlicher Zusammenhänge erfreuen. Die fünf promovierenden und bereits promovierten Slammer haben sehr vielfältige Themen präsentiert: Derik Behrens von der Arbeitsgruppe Zoophysiologie und Verhalten berichtete über den Orientierungssinn von Wüstenameisen an den Sonnenstand. Oliver Richters erstaunte als studierter Physiker das Publikum mit seiner volkswirtschaftlich orientierten Promotionsarbeit am Institut für Chemie und Biologie des Meeres. Die Juniorprofessorin Jannika Mattes schilderte vor dem interessierten Publikum den steinigen Weg einer innovativen Idee, bevor sie zu einem Erfolg wird, anhand der Einführung eines neuen Medikamenten. Jörg Robin erklärte allen die physischen Hintergründe der Verstärkung durch stimulierte Emissionen von Licht, wodurch Laser entstehen. Der letzte Slammer, Nicolas Palanca Castan, veranschaulichte die Funktion des Gehirns anhand mathematischer Modelle oder anhand der Gehirnprozesse einer Schleiereule. 

Sehr bunte Mischung an Themen und jungen Forscherinnen und Forschern, die vom Publikum mit tobendem Applaus bewertet wurden.
Derik Behrens überzeugte durch seine Souveränität auf der Bühne und durch die witzige Art seiner Wissenschaftsvermittlung und wurde damit zum Science-Slam-Sieger 2015 gekürt.

Herzlichen Glückwunsch!

Der Sieger des Abends Derik Behrends mit der Trophäe "Das goldene Gehirn".
Fotos: Hartger Holm-Grünberg

Science Slam feiert 5. Geburtstag

Science Slam in der Exerzierhalle feiert 5. Geburtstag - 150€ Preisgeld

Bereits zum 5. Mal findet am 12.05.2015 der Science Slam der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler der Universität Oldenburg statt. Diesmal wird der Slam vom Forschungszentrum Neurosensorik (FZN), dem Graduiertenkolleg SensoryBio und der Gaduiertenakademie in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater organisiert.

Beim Science Slam haben die (Nachwuchs)Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 10 Minuten Zeit das Publikum von ihrer Forschungsfrage zu begeistern. Das Publikum vergibt für Qualität und Originalität Science-Punkte für die Wissensvermittlung und Slam-Punkte für die Unterhaltsamkeit. Wer auf diese Art und Weise wissenschaftliche Fakten und aktuelle Forschungsergebnisse dem Publikum am Besten vermitteln konnte, darf mit einem Preisgeld der Graduiertenakademie in Höhe von 150 Euro nach Hause gehen.
Vergangenes Jahr waren Slammerinnen und Slammer aus der Neurobiologie und Hörforschung, der Planktologie und Biologie sowie aus der Technomathematik dabei. In diesem Jahr sind auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Geistes- und Sozialwissenschaften willkommen.

Die Slammerinnen und Slammer werden im Vorfeld durch den Wissenschaftsjournalisten und Poetry-Slammer Tim Schröder in einem Workshop am 24.04.2015 unterstützt und vorbereitet. Die Teilnahme an dem Workshop ist aber keine formale Voraussetzung zur Anmeldung als Slammer.


Wer also noch immer heimlich die Sendung mit der Maus schaut, oder sich fragt, wie man auf der nächsten Party die eigene Forschung erklären kann, ist ebenso willkommen sich für den Science Slam 2015 per Mail unter beate.gruenberg(at)uni-oldenburg.de anzumelden, wie die, die sich nach dem letzten Science Slam schon für das Format begeistert haben.

Science Slam 2014

Nur wenige Veranstalter können sich damit rühmen, interessierte Gäste zurück nach Hause schicken zu müssen. Noch erstaunlicher ist es, wenn es sich um eine wissenschaftliche Veranstaltung handelt, die auf unterhaltsame Art und Weise harte wissenschaftliche Fakten und Forschungsergebnisse vermittelt und somit ein breites Publikum bildet und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert. Zum 4. Mal fand am 20.05.2014 die Science Slam des Forschungszentrums Neurosensorik (FZN), der Graduiertenschule Naturwissenschaft und Technik (OLTECH), des Graduiertenkollegs Sensorybio und des Centers für lebenslanges Lernen (C3L) in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater statt.

In diesem Jahr gingen  SlammerInnen aus der Neurobiologie bzw. Hörforschung, der Planktologie und Biologie sowie der Technomathematik an den Start und wurden vom Publikum nach zwei Kriterien beurteilt:  nach dem wissenschaftlichen Wert und nach der Unterhaltsamkeit ihrer Vorstellung.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Oldenburger Science Slam kürte das Publikum eine Wissenschaftlerin, die Biologin Laura Verbeek, zur Siegerin des Abends. Sie sicherte sich damit die Trophäe "Das goldene Gehirn" sowie einen Reisegutschein für die Teilnahme an einem Seminar. Der Zweitplatzierte Michael Bottesch erhielt einen Weiterbildungsgutschein des Centers für lebenslanges Lernen, die übrigen Teilnehmer erhielten kleine Trostpreise.

Publikum wie Slammer waren sich einig – Science Slam ist cool und nächstes Jahr werden keine interessierten Gäste mehr nach Hause geschickt!

 

Die glückliche Siegerin der diesjährigen Science Slam Laura Verbeek (Bild-Mitte) mit der Trophäe „Das Goldene Gehirn“ im Kreise ihrer KonkurentInnen (v.l.): Moderator und vorjähriger Science-Slam-Sieger Steffen Kortlang, Moderatorin Anja von Maydell, Mathematiker Dr. Mathias Knauer, Meeresbiologin Dr. Heidi Wichmann und Neurobiologe Dr. Michael Bottesch  (alle Fotos: Nina Gaßmann)

 

Zuvor gab es viele Emotionen...

 Michael Bottesch wollte das Publikum „umarmen“….

 

 Mathias Knauer hatte alle lieb….

 

 

Bei Heidi Wichmann ging es beim Vortrag rasant los…

 

Laura Verbeek marschierte mit Gummistiefeln durch Teiche, Töpfe und Wiesen und das hat ihr letztendlich den Sieg gebracht.

 

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmer/innen und vor allem der strahlenden Siegerin!

 

Science Slam 2013

Der diesjährige Science Slam begann mit einem Exklusiv-Interview mit dem Stargast des letzten Slams, dem Blutegel Knut.

So eingestimmt durfte sich das Publikum mit dem großartigen Moderator Mario Filsinger auf vier Beiträge freuen. Der Publikumsandrang war so groß, dass die Exerzierhalle nicht nur bis auf die letzte Sitzgelegenheit gefüllt war, sondern auch viele Interessierte den Slam nur vom Foyer aus verfolgen konnten.

Sebastian Menze - Gast-Slammer vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven -überzeugte die Jury mit seiner Präsentation "Walisch für Anfänger" über Robben- und Walgesänge in der Antarktis.

Die drei Oldenburger Slammer stammen alle aus Arbeitsgruppen des Forschungszentrum Neurosensorik und stellten dar, wie vielschichtig dieser Forschungsschwerpunkt ist.

Sara Jonkers gab einen Einblick über den Spracherwerb der Modalverben im Niederländischen und konnte glücklicherweise ihre Eingangsfrage, ob alle niederländischen Kinder "Diktatoren seien" mit nein beantworten, da die häufige Benutzung des Wortes "moeten = müssen" lediglich der Sprachentwicklung dient.

Stefanie Enriquez-Geppert demonstrierte eine Art des Neuro-Feedback-Trainings. Mit ihren Kolleginnen konnte sie im live EEG zeigen, dass allein durch die Vorstellung eines „rotierenden Laptops“ die theta-Wellen Aktivität im Gehirn gesteigert werden kann. Eine solch selbstgesteuerte Aktivitätssteigerung bewirkt einen Anstieg der alltäglichen kognitiven Leistungen – und zur Freude aller anwesenden Studierenden - sogar beim Lernen für eine

Steffen Kortlang begeisterte das Publikum mit seinem Alien vom OHR-ION. Er lies das Publikum unterschiedliche Geräuschbeispiele hören und war erstaunt über die gut hörenden Zuschauer. Der Alien und das Publikum wurden auf eine kurze Reise ins Psychoakustik-Labor mitgenommen und die Daten analysiert. Ob es die spontane Heilung des Alien war – oder die frische, fröhliche Art mit der Steffen Kortlang für sein Thema war – er wurde jedenfalls zum Sieger des Abends gekürt und durfte das „goldene Gehirn“ mit nach Hause nehmen.

Alle Slammer besuchen im Juni das lokale NDR-Studio und gehen danach, dank der zahlreichen Spenden, gemeinsam schön essen!

Alle Fotos: Hartger Holm-Grünberg

Science Slam 2012 - "Das goldene Gehirn"

Vier Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler haben gestern abend bewiesen, dass Wissenschaft sehr wohl unterhaltsam ist.
Das Preisgeld der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) teilen sich Derik Behrens (1. Platz 300€) und Friederice Pirschel und Sarah Falke (je 100€).
Durch den Abend geführt hat Mario Filsinger.
Erster Redner - und außer Konkurenzz aufgetreten war Prof. Dr. Henrik Mouritsen über die Frage "Wie finden Zugvögel ihren Weg?"
Sarah Falke hat sehr eindrücklich das Prinzip von Solarzellen verdeutlicht und über die Herrausforderung(en) bei der Herstellung von Solarzellen aus Plastik verdeutlicht. Die Lösung sind: Nano-Fußbälle!
Friederice Pirschel hatte ihr "Haustier" Knut den Blutegel dabei und in die Untersuchungsmethoden zur Neuronalen Codierung eingeführt.

Alle Fotos: Hartger Holm-Grünberg
Derik Behrens hat allen Menschen mit Hörproblemen Mut gemacht, dass die Untersuchungen mit "seinen" Mäusen bald die Analyse von Hörproblemen erleichtern, und eine differenzierte Diagnostik ermöglichen. Beitrag des Gewinners

Science Slam 2011 - Gelungene Mischung aus Wissenschaft und Show

Wissenschaft unterhaltsam präsentieren - darum geht es bei Science Slams, die mittlerweile in vielen deutschen Universitätsstädten veranstaltet werden. Am Dienstagabend trafen sich die Oldenburger Slammer im Club "Polyester". Das Publikumsinteresse am Wettkampf der akademischen Entertainer war groß.

"Wie viele Wechloyer sind hier?" fragt Moderator Mario Filsinger in die Runde. Ungefähr zwei Drittel der Besucher beim Science Slam heben die Hand. Filsinger ist zufrieden. "In Wechloy leben und forschen auch Menschen", stellt er fest. "Das wollen wir ja heute abend zeigen." Und wie. Drei NachwuchsforscherInnen vom Campus Wechloy sowie Toralf Neuling als einsamer Kämpfer vom Campus Haarentor streiten an diesem Abend um den Titel des besten Science-Slammers. Organisiert haben den Abend die Graduiertenschule Naturwissenschaft und Technik, das Forschungszentrum Neurosensorik und der Sonderforschungsbereich Transregio 51 Roseobacter der Carl von Ossietzky Universität.

Mario Filsinger

Eine weitere Umfrage ergibt, dass viele Gäste der Veranstaltung das erste Mal auf einem sogenannten Slam sind. Deshalb erläutert Filsinger noch schnell die Regeln: Zehn Minuten liefern die jungen ForscherInnen eine Wissenschafts-Show ab - dann stimmt das Publikum ab. "In Deutschland scheint es ja manchmal einen Unvereinbarkeitsbeschluss zwischen Wissenschaft und Unterhaltung zu geben", sagt Filsinger. Das wolle man mit Abenden wie diesem ändern. "Und ihr seid heute abend alle AStA."

Von Guttenberg- bis Nobelpreis-Niveau

Tatsächlich besteht der sogenannte AStA - gemeint ist die Jury - dann aus fünf Gruppen, die sich aus dem Publikum zusammenfinden. Nach jedem Auftritt recken sie einen Spiralblock mit Wertungen von eins bis zehn hoch. "Eins bedeutet zu-Guttenberg-Niveau", erklärt Filsinger vorab. "Drei bis vier ist ganz nett - irgendwann sollte es zu einer Junior-Professur reichen. Eine Zehn dagegen ist das Ticket zum Nobelpreis." Daneben gibt es in den Blöcken der Jury noch Kommentare zur Auswahl, die ebenfalls fleißig hochgehalten werden: "Hallo Mama!", "Heirate mich!" und, Guttenberg-Affäre und kein Ende: "Warst du das?"

Die scientific community ist an diesem Abend per Du. Das Los ergibt, dass erst Irene auftritt, dann nacheinander Nadine, Robin und Toralf. Bevor die Wettbewerber auf die Bühne dürfen, zeigt erst einmal Thomas Greve, wie es geht. Der Mitarbeiter des Instituts für Physik und Gewinner des Hannoveraner Slam-Wettbewerbs trägt zur "hydrothermalen Karbonisierung" (HTC) vor. Dazu packt er erst einmal ein Kraut namens "Flatterbinse" in den Kochtopf. Den erhitzt er nun nicht auf 200 Grad, wie es in seinem selbst entwickelten Biotonnen-Reaktor eigentlich nötig wäre. Das Prinzip seiner HTC-Forschung aber erklärt er eloquent und unterhaltsam: Die Biomasse heizt sich in dem Reaktor kontinuierlich selbst auf, die Hitze geht direkt wieder in den Prozess, und es entsteht Kohle. Im Gegensatz zu anderen Verfahren völlig CO2-neutral.

Eifersucht in der Vogelwelt

Nach der Flatterbinse ist es Zeit für den Rotbauchwürger. Mit ihm befasst sich Biologie-Doktorandin Irene van den Heuvel. Seinen Namen verdankt der afrikanische Vogel der Tatsache, dass er unverdauliche Nahrungsreste gern wieder auswürgt. Aber das ist nicht van den Heuvels Thema: Ihre Forschungsfrage ist, warum nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen des Rotbauchwürgers singen - und zwar im Duett. Zu diesem "Duettieren" gibt es verschiedene Hypothesen - von der gemeinsamen Revierverteidigung über die Partnerbewachung bis hin zur gegenseitigen Partnererkennung. "Wahrscheinlich dienen die Duette dazu, dass die Partner sich gegenseitig erkennen und nicht der Falsche was auf den Schnabel bekommt", erläutert van den Heuvel. 34 Punkte bekommt sie vom bereits durchgeschwitzten Publikum im dicht gefüllten "Polyester". Vielleicht hätte ein Slammer zu Belüftungskonzepten in kleinen Veranstaltungsräumen referieren sollen?

"Tierisch" geht es auch im folgenden Vortrag zu. Nadine Jacobs vom Institut für Reine und Angewandte Chemie kommt mit Spielzeugente auf die Bühne. Ihr Thema ist der "Ententanz im Becherglas". "Chemiker sind keine Künstler, die brauchen für jede Zeichnung Vorlagen", schickt die Doktorandin vorweg - und erläutert dann, wie aus Experimenten mit Elektroden (Cyclovoltammetrie) Diagramme in Form einer Ente entstehen. "22 Punkte" sagt die Jury auch nach wiederholter Abstimmung - Moderator Mario Filsinger lässt sich deutlich anmerken, dass er mehr erwartet hätte.

Warum seine Wahrnehmung zehnmal in der Sekunde einnickt, hat sich Toralf Neuling vom Institut für Psychologie gefragt. Dies untersucht er mit Hilfe der Elektroenzephalographie, einer Methode zur Messung der elektrischen Gehirnaktivität. Dabei werden die Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche aufgezeichnet. Dem Publikum ist Neulings Vortrag 35 Punkte wert - und damit steht fest, dass sein Vorredner den Wettbewerb gewonnen hat: Robin Knecht vom Institut für Physik hat aus der Wirkung von Solarzellen ein Drama nach Vorbild von Shakespeares "Romeo und Julia" geschrieben. "The Most Excellent Lamentable Tragedy of Electreo and Holiet" ist Titel des powerpointgestützten "Stücks", 38 Punkte schlagen dafür zu Buche. Knecht sichert sich damit nicht nur die Science-Slam-Trophäe - ein Hirn im Glas -, sondern auch ein Kongress-Stipendium über 1000 Euro.

Bild unten: Der Gewinner Robin Knecht Alle Bilder: mbr