Forschungszentrum Neurosensorik

UGO-Mitgliederforum zu Gast beim FZN

Grußwort des geschäftsführenden Direktors Prof. Dr. Reto Weiler:

Ich freue mich natürlich sehr über das große Interesse an der heutigen Veranstaltung und bedaure sehr, dass ich auf Grund meiner Teilnahme an dem alle zwei Jahre statt findenden Kongress der Federation of European Neuroscience Societies nicht selbst dabei sein kann. Ich bin sicher, dass die Beiträge meiner Kollegen und meiner Kollegin und der daran anschließende Besuch der Labore Ihnen allen einen Eindruck der Faszination aber auch der Breite des Forschungsbereiches Neurosensorik geben werden. Neurosensorik umfasst alle Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Transduktion von physikalischen und chemischen Signalen in den Sinnesrezeptoren, deren neuronalen Verarbeitung und Weiterleitung an das Gehirn sowie die in diesem ablaufenden kognitiven sensorischen Prozesse ergeben. Also ein weites und ausgesprochen spannendes Feld, wäre unser Gehirn doch gar nichts und könnte nichts entscheiden, ohne seine sensorischen Eingänge, die ihm die Welt vermitteln!

Neurosensorik hat an der Universität Oldenburg eine vergleichsweise lange Tradition: bereits 1988 traf sich die internationale Elite der Retinaforschung zu einem Kongress in Oldenburg und das daraus hervorgegangene Buch im Springer Verlag hat den Standort Oldenburg im Bereich der Neurosensorik erstmalig weltweit bekannt gemacht. Bis heute gilt Oldenburg im Bereich der grundlagenorientierten Retinaforschung als eine der ersten Adressen. Frau Prof. Dr. Janssen-Bienhold wird dazu einen kleinen Einblick geben. Ein entscheidender Ausbau der Neurosensorik an der Universität Oldenburg gelang anschließend durch den Aufbau einer grundlagen- und vor allem auch anwendungsorientierten Hörforschung, die Ihnen allen sicher bestens von Besuchen des Hörzentrums bekannt ist und die es sogar geschafft hat, auch im Exzellenzwettbewerb des Bundes zu reüssieren. In jüngster Zeit gelang es darüber hinaus, eine Arbeitsgruppe hier aufzubauen, die sich mit einem für uns ungewöhnlichen Sinn - dem Magnetsinn - befasst, und der bahnbrechende Entdeckungen gelangen, über die heute Herr Porf. Dr. Mouritsen berichten wird. Über weitere Arbeitsgruppen ist mittlerweile auch die Olfaktorik - also das Riechen - vertreten, so dass man mit Fug und Recht behaupten kann, Oldenburg ist ein Schwergewicht der Neurosensorik. Das zeigt sich auch darin, dass es seit einigen Jahren das Forschungszentrum Neurosensorik gibt, welches als Dachorganisation alle neurosensorisch arbeitenden Gruppen zusammenfasst. Und es zeigt sich auch darin, dass Neurosensorik zum Forschungsschwerpunkt der neuen medizinischen Fakultät gewählt wurde, über die heute Herr Prof. Dr. Hahn ebenfalls kurz berichtet.

Ich wünsche Ihnen allen anregende Eindrücke und Disskussionen und bin überzeugt, dass die Neurosensorik auch sie zukünftig nicht mehr los lassen wird und wir weiterhin auf die Unterstützung der Mitglieder der UGO - für die ich mich bedanke - bauen können.

 

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12.7.2012

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