Center for Migration, Education and Cultural Studies

Ulrike Lingen-Ali

Institution/Kontakt

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät I Bildungs- und Sozialwissenschaften, Institut für Pädagogik
Fachgruppe Migration und Bildung

ulrike.lingen-ali(at)ui-oldenburg.de

 

Aktuelles Forschungsprojekt

2012 Promotion in Bildungs- und Sozialwissenschaften, Universität Oldenburg, Erstgutachter: Prof. Dr. Rudolf Leiprecht.

Titel der Dissertation: „Transkulturelle Verschiebungen – Agency im Kontext. Eine biografische Untersuchung zu frauenpolitischen Akteurinnen in Palästina und in Deutschland“

Meine Untersuchung basiert auf biografischen Interviews mit frauenpolitischen Akteurinnen in Palästina und in Deutschland. Während eine komparative Untersuchung zunächst nahelegen könnte, dass Vorstellungen von „Kultur“ und „kulturellen Differenzen“ von besonderer Relevanz sind, so rückt insbesondere Agency – die subjektive Handlungsfähigkeit – als zentrale Kategorie in den Vordergrund, an der die Interviewpartnerinnen ihre biografischen Beschreibungen retrospektiv ausrichten. In der Studie werden anhand dieser Kategorie vielfältige Dimensionen herausgearbeitet, die für die befragten Frauen in Bezug auf ihre Selbstwahrnehmungen relevant sind.

Angestrebtes Forschungsprojekt zu Interdependenzen von Gewaltverhältnissen, familiären Dynamiken und Geschlechterverhältnissen in Migrationskontexten.

 

Arbeitsschwerpunkte

Migration und familiäre Strukturen; Identitäts- und Zugehörigkeitskonzepte; Interdependenzen von Zuschreibungs- und Gewaltverhältnissen; Orientalismen, Othering, Antimuslimischer Rassismus; Geschlechterverhältnisse und –dynamiken.

 

Eigene Veröffentlichungen

2016: (mit Lydia Potts): Escaping a Life in Violence? Migrant Mother Families in Germany: Coping with Gender-Based Violence and Racism. In: Motapanyane, Maki (Ed.): Motherhood and Lone/Single Parenting: A 21st Century Perspective. Bradford, Ontario: Demeter Press (erscheint im Juni 2016).

Migrant, Mother and Muslima in Germany – Negotiating Dimensions of Identity, Perceptions of Family and Claims towards/by the Community. In: Pappano, M. Aziza/Olwan, Dana M. (Eds.): Muslim Mothering. Bradford, Ontario: Demeter Press (erscheint im Mai 2016).

2015: ‘Die Flüchtlinge’ gibt es nicht. In: Grundschule, Heft 10, Dezember 2015, S. 32-34.

Narrations of ‘Here’ and ‘There’ – Contradictions and Continuities in Identity Constructions of an Armenian-Yezidi Refugee in Germany. An Intersectional Case Analysis. In: Artur Mkrtichyan (Ed.): Armenians around the World: Migration and Transnationality. Frankfurt/Main et al., pp. 127-134.

Die ‚andere‘ Religion: Muslimisierung und Selbstpositionierung – Wie der Islam (nicht nur) im Religionsunterricht als Differenzlinie fungiert. In: Leiprecht, Rudolf/Steinbach, Anja (Hg.): Schule in der Migrationsgesellschaft. Ein Handbuch. Schwalbach/Taunus: Wochenschau Verlag, S. 324-341.

2013: Agency im Kontext. Eine transkulturelle, biografische Untersuchung zu frauenpolitischen Akteurinnen in Palästina und in Deutschland. Münster: LIT-Verlag.

(mit Lydia Potts) Alleinerziehende Migrantinnen und Migranten in Deutschland – Lebenspraxen zwischen Ausgrenzung und Handlungsfähigkeit. In: Migration und Soziale Arbeit, No. 2, 2013, pp. 132-140.

2012: ’Islam’ als Zuordnungs- und Differenzkategorie. Antimuslimische Ressentiments im Bereich von Bildung und Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra, Heft 9/10 2012, S. 24-27.

2003: (mit Mona Motakef): „Die Konferenz 'Negotiating Power, Contesting Violence, and Assessing Perspectives for Transcultural Approaches: Gender and Nation State in Muslim Societies' vom 12. - 14. Dezember 2002 an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg“. In: Feministische Studien, Heft 2, 2003, S. 319-322.