Center for Migration, Education and Cultural Studies

Reflexion und Kritik als Ambition des CMC

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Migration führt nicht schlicht zu Erkenntnissen über einen vorwissenschaftlich gegebenen Gegenstand. Forschung muss vielmehr als spezifische Form der Herstellung von Wissen über den jeweils zur Frage stehenden und konstruierten Gegenstand verstanden werden. Nicht zuletzt angesichts der (politischen) Dimension (migrations)wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion ist das CMC einem reflexiven Forschungsansatz verpflichtet. Als reflexive Ansätze seien hier insbesondere solche empirischen Untersuchungen verstanden, die eine explizit gesellschaftstheoretisch fundierte Sensibilität und Skepsis gegenüber "Normalitäten" oder "Fraglosigkeiten" zum Ausgangspunkt ihrer forschenden Beschäftigung machen. Reflexivität bezeichnet somit einen Modus der Kritik.

Um nicht der Gefahr eines kritischen Moralismus oder eines Kritik-Totalitarismus zu erliegen, ist der Ausgangs- und Rückzugspunkt der Kritik hierbei inhaltlich nicht in einen engerer Sinne festgelegt, sondern beweglich, er verändert sich - auch als Ergebnis der jeweiligen empirischen Analysen - beständig. Als Grundmotiv der kritischen Ambition des CMC kann hierbei das Aufzeigen dessen bestimmt werden, was Menschen im Hinblick auf die Möglichkeit einer freieren und würdevolleren Existenz behindert, degradiert und entmündigt, ohne dass dabei das, was "freier" und "würdevoller" heißt, festgelegt wäre. Die Auseinandersetzung mit der Frage, welche regulative Prinzipien empirisch bedeutsam sind und sein sollten, ist vielmehr Teil des Forschungsanliegens des CMC.

 

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