Fakultät V - Mathematik und Naturwissenschaften

Fast track an der Fakultät V und VI

Für wen ist der fast track konzipiert?

Die fast track Programme sind kombinierte M.Sc. / Promotions-Programme für deutsche und internationale Studierende mit Bachelorabschluss. Sie sind ein Angebot vor allem für:

  • besonders befähigte und motivierte Studierende:
    Diese Studierenden sollen die Möglichkeit erhalten, im Rahmen dieses koordinierten Programms frühzeitig an selbständige Forschung für eine Promotion herangeführt zu werden.
  • internationale Studierende mit besonderer Befähigung:
    Das fast track Programm soll es Studierenden aus Ländern, in denen die Aufnahme eines Promotionsstudiums auf der Grundlage eines qualifizierten Bachelorabschlusses üblich ist, erleichtern, eine Promotion in Oldenburg unter den ihnen vertrauten Bedingungen aufzunehmen.

Wie läuft das Programm konkret ab?

Ein fast track ist nur in Verbindung mit einem Master- und einem entsprechenden Promotionsstudiengang bzw. Promotionsprogramm möglich. Das fast track Programm besteht aus zwei Phasen; die erste, die „Masterphase“, dauert zwei bis drei Semester, die zweite, die eigentliche „Promotionsphase“, in der Regel drei Jahre. Auf der Basis der Prüfungsordnungen für die Masterstudiengänge wird parallel zur Promotion ein Masterabschluss erworben. Es finden zwei Auswahlverfahren statt, eines vor der „Masterphase“ und das zweite vor der „Promotionsphase“. Wird das Auswahlverfahren zur „Promotionsphase“ nicht bestanden, verbleiben die Bewerberinnen und Bewerber im Masterstudiengang.

Die fast track Studierenden schreiben sich in den Masterstudiengang ein und studieren in der Regel zwei Semester lang Fachmodule im Umfang von 60 KP (30 pro Semester) wie die regulären Masterstudierenden. Sie werden in dieser Zeit jedoch schon enger mit der Arbeitsgruppe ihres späteren Betreuers verbunden sein, dort Veranstaltungen belegen und z.B. ggf. an Arbeitsgruppensitzungen teilnehmen. Im ersten Jahr muss das Konzept für die Dissertation mit dem Betreuer vorbereitet werden. Im dritten Semester des Masterstudiums wird ein Projekt- oder Forschungsmodul im Umfang von 30 KP absolviert, das die Dissertation thematisch und / oder methodisch vorbereitet. In der Regel wird ein Projektbericht über die vorbereitenden Arbeiten als Masterarbeit vorgelegt. Wie beim regulären Masterabschluss wird eine mündliche Prüfung durchgeführt. Die Zulassung zum Promotionsstudium ist unabhängig von einem Masterabschluss. Im Promotionsstudium kann die fast track Kandidatin bzw. Kandidat schon auf Vorarbeiten zurückgreifen und auf diese Weise entweder schneller die Dissertation beenden oder tiefer in das Thema einsteigen.

Was muss eine Bewerberin bzw. ein Bewerber mitbringen?

Bewerberinnen oder ein Bewerber müssen einen Bachelorabschluss mit der ECTS Note A vorweisen oder einen Abschluss, der zu den 10% besten des Studiengangs der Heimathochschule gehört. Sie müssen in jedem Fall die geforderte Qualifikation für den entsprechenden Masterstudiengang mitbringen. Bewerben kann sich auch, wer zum Bewerbungszeitpunkt noch keinen Abschluss erworben hat, jedoch 120 Leistungspunkte (entspricht vier vollständigen Semestern) nachweisen kann und die Durchschnittsnote aus diesen 1,5 oder besser ist. Zur Bewerbung notwendig ist auch ein Motivationsschreiben und Nachweise über englische Sprachkenntnisse, die mindestens dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen. Der Nachweis entfällt, wenn Englisch die Muttersprache ist oder wenn Bewerberinnen oder Bewerber ihre Hochschulzugangsberechtigung oder den letzten Hochschulabschluss in englischer Sprache erworben haben.

Welche Hürden gibt es?

1.       Eingangsprüfung zur Masterphase

Die Bewerbung erfolgt für einen Masterstudiengang mit dem Zusatz „fast track“. Für ein fast track Programm muss man sich deutlich vor der Zulassungsfrist für das Masterstudium bewerben und zwar schon bis zum 01.03. Der frühe Termin ist notwendig, weil ein zweistufiges Testverfahren vorgeschaltet ist.

1.1.    Schriftliche Bewerbung

Bei der Bewerbung müssen Zeugnisse und Belege über Fort- und Weiterbildungen eingereicht werden, aus denen ersichtlich wird, dass die Bewerberin oder der Bewerber über fundierte fachliche Kenntnisse und die notwendigen Kompetenzen verfügt. Zusätzlich ist ein Motivationsschreiben notwendig, aus dem hervorgeht, warum sich die Bewerberin oder der Bewerber für geeignet für eine Promotion im fast track Programm zu den angebotenen Themen hält. Des Weiteren muss erkennbar sein, in welcher Weise sich die Person mit einer wissenschaftlichen Tätigkeit im entsprechenden Forschungsfeld identifiziert, in wie weit sie gelernt hat, wissenschaftlich zu arbeiten, und dass sie über ausreichende englische Sprachkenntnisse verfügt. Bei der Bewerbung muss auch angegeben werden, welcher Promotionsstudiengang oder welches Promotionsprogramm nach der „Masterphase“ angestrebt wird.

Die auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen am besten bewerteten Personen werden zur zweiten Stufe der Eignungsfeststellung eingeladen, dem

1.2.    Eignungsgespräch

Das Eignungsgespräch soll zeigen, dass die Bewerberin oder der Bewerber eine weit überdurchschnittliche Motivation sowie eine realistischen Einschätzung über die spezifischen Anforderungen des fast track Programms hat. Bei diesem soll deutlich werden, dass sie oder er das für das jeweilige Fach charakteristische Grundlagenwissen und die experimentellen und theoretischen Techniken überdurchschnittlich gut beherrscht. Das Gespräch dauert mindestens 20 Minuten. Es wird von zwei prüfungsberechtigten Lehrenden durchgeführt. Diese müssen Lehrende im entsprechenden Fachmasterstudiengang sein, in der Regel ist mindestens eine Prüferin oder ein Prüfer auch an dem entsprechenden Promotionsstudiengang bzw. –programm beteiligt. Das Eignungsgespräch wird in der Regel vier bis sechs Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist durchgeführt. Das Gespräch findet entweder in Oldenburg, in Form einer Telefon- oder Videokonferenz oder an einer Partnerinstitution im Ausland statt. Der Ablauf und das Ergebnis des Gesprächs werden in einem Protokoll festgehalten, das auch eine Bewertung der eingereichten schriftlichen unterlagen enthält.

Die Eignung zur Masterphase wird vom fast track Zulassungsausschuss auf Grundlage des Ergebnisses des Eignungsgesprächs überprüft und bewertet. Dieser ist mit den Zulassungsausschüssen der Masterstudiengänge in Kontakt und kann beratende Mitglieder aus den Promotionsausschüssen bzw. Zulassungsausschüssen für die Promotionsstudiengänge hinzuziehen.

2.       Eingangsprüfung zur Promotionsphase

Die Voraussetzung für den Einstieg in die selbständige Forschungsphase ist, dass die Prüfungsleistungen im Master weit überdurchschnittlich waren. Es findet ein Beratungsgespräch mit der potenziellen Betreuerin oder dem potenziellen Betreuer und mindestens einer Person, die am Eignungsgespräch beteiligt war, statt. Die Bewerberin oder der Bewerber muss das Thema der Dissertation vorlegen, einen Arbeitsplan, die Betreuungszusage und die Zusammensetzung des Promotionskomitees. Die Mitglieder des Promotionskomitees können auf Wunsch der Kandidatin oder des Kandidaten am Beratungsgespräch teilnehmen.

Die Eignung wird vom Zulassungsausschuss des entsprechenden Promotionsstudiengangs bzw. –programms festgestellt.

Was passiert, wenn man in einem Auswahlverfahren scheitert?

Wird eine Person bei der Bewerbung zur Masterphase abgelehnt, kann sie Ihre Bewerbung für den regulären Masterstudiengang aufrechterhalten. Das ist möglich, da (zumindest an der Universität Oldenburg) die Bewerbungsfristen für die Masterstudiengänge deutlich später sind als die Entscheidung zur Zulassung zum fast track getroffen wird. Wenn die Bewerberin oder der Bewerber nicht widerspricht, werden die Unterlagen dem Masterzulassungsausschuss weitergereicht. Wird eine fast track Studentin oder ein fast track Student nicht zur Promotionsphase zugelassen, verbleibt sie im Masterstudiengang und beendet diesen mit einem regulären Masterabschluss. Es gehen dabei keine Studienzeiten verloren, ein Abschluss in der Regelstudienzeit ist möglich.

Welche Angebote gibt es?

Ein fast track ist nur möglich, wenn es in dem Fach einen Masterstudiengang und einen passenden Promotionsstudiengang oder ein passendes Promotionsprogramm gibt. Im Jahr 2016 umfasst das Angebot folgende Studiengänge:

Masterstudiengänge:

  • Biologie
  • Chemie
  • Hörtechnik und Audiologie
  • Microbiology
  • Neurocognitive Psychology
  • Neuroscience

Promotionsstudiengänge / -programme

  • Environmental Science and Biodiversity
  • Interface Science
  • Neurosensory Science and Systems
  • Renewable Energy
  • Mathematics and Fundamental Physics

Welche Termine sind zu beachten?

Bewerbungsfrist für die Masterphase des fast tracks ist der 01.03. für das Wintersemester des gleichen Jahres. Das Eignungsgespräch wird in der Regel im April oder Mai durchgeführt. Für die Zulassung zur Promotionsphase gelten die Termine der Promotionsstudiengänge bzw. –programme.